Braunschweig:Braunschweig prüft Fall mit rechter Gruppe „Fette Schweine“

Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig setzt sich zurzeit neben der sportlichen Misere mit dem Besuch einer als rechts geltenden Gruppierung im...

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Braunschweig (dpa/lni) - Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig setzt sich zurzeit neben der sportlichen Misere mit dem Besuch einer als rechts geltenden Gruppierung im Eintracht-Stadion auseinander. Wie die „Braunschweiger Zeitung“ (Mittwoch) berichtete, soll die Gruppe „Fette Schweine“, bei der einige Mitglieder „als rechtsoffen bis rechtsextrem“ bekannt sind, beim 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf am 20. August im Business-Bereich gewesen und dort negativ aufgefallen sein.

„Wir haben einige Hinweise erhalten, dass einzelne Mitglieder Verbindungen zu Personen aus der rechtsextremen Szene unterhalten“, sagte Braunschweigs kaufmännischer Geschäftsführer Wolfram Benz der Zeitung: „Einzelheiten oder konkret belastbare Hintergründe dazu haben wir aber bisher nicht.“ Die politische Einstellung der Besucher widerspreche der Grundausrichtung des Clubs, sagte Benz.

Ein Teil der Gruppe fiel laut Benz durch Pöbeleien gegen den Düsseldorfer Trainer, Zuschauer und Ordnungsdienst-Mitarbeiter negativ auf und sei deshalb des Stadions verwiesen worden. Bislang gebe es aber keine Hinweise auf rassistische oder rechtsextreme Aussagen.

Unklar bleibe, welcher Sponsor der Gruppe die Karten ausgehändigt habe. „Wir haben sämtliche Sponsoren und Partner schriftlich darum gebeten, sehr sensibel mit der Vergabe ihrer Sponsorenkarten umzugehen“, sagte Benz.

© dpa-infocom, dpa:220831-99-578614/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: