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Brasilien:Neymar sieht zu Unrecht Gelb

Liegt gerne mal am Boden: Brasiliens Neymar (Archivbild).

(Foto: AFP)

Brasiliens fallsüchtiger Stürmer wird im Länderspiel gefoult, erhält aber trotzdem eine Verwarnung. Jérôme Boateng bestätigt Kontakte zu PSG und ManUnited. Sami Khedira verlängert bei Juventus.

Fußball, Brasilien: Neymar muss für seinen schlechten Ruf bei den Fußball-Schiedsrichtern offenbar büßen. Beim 5:0 (3:0)-Kantersieg des fünfmaligen Weltmeisters Brasilien in Washington gegen El Salvador erhielt der 222-Millionen-Mann von Paris Saint-Germain nach einer vermeintlichen Schwalbe im Strafraum kurz vor der Pause die Gelbe Karte. Dabei war Neymar deutlich am Fuß getroffen worden, ließ sich allerdings Sekundenbruchteile später wieder einmal sehr theatralisch fallen. Der Unparteiische Jair Marrufo zückte sofort den gelben Karton.

"Das war ein klarer Elfer, ich werde gefoult und bekomme auch noch die Gelbe Karte. Das ist nicht nur fehlender Respekt mir gegenüber, sondern meiner gesamten Mannschaft gegenüber", schimpfte Neymar. Bei der WM in Russland hatte der brasilianische Stürmer wiederholt mit seinen Schauspieleinlagen für Aufsehen gesorgt. Im Netz hatte der Ausnahmespieler einen Shitstorm über sich ergehen lassen müssen. Brasiliens Nationalcoach Tite kommentierte die Szene in Washington an der Seitenlinie mit ausgestrecktem Zeigefinger und machte deutlich, dass es eine klare Fehlentscheidung des Referees gewesen sei.

Neymar war nach dem Match kaum zu beruhigen: "Ich wusste auf dem Feld sofort, dass es ein Strafstoß war. Und auch die Szene in der Wiederholung bestätigt meinen Eindruck. Solche Schiedsrichter dürfen einfach nicht brasilianische Länderspiele pfeifen, dafür ist Brasilien zu groß und wichtig."

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Fußball, Italien: Der deutsche Fußball-Nationalspieler Sami Khedira hat seinen Vertrag beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin um mindestens zwei Jahre bis 2021 verlängert. Der Kontrakt beinhaltet eine Option für eine weitere Saison. Dies teilte die Alte Dame am Mittwoch mit. Der 31-Jährige, Weltmeister von 2014, habe einen wesentlichen Beitrag zu den Juve-Erfolgen der letzten drei Jahre geleistet, hieß es auf der Vereinsseite. Khedira überzeuge mit "Technik, Klasse, Charisma und Erfahrung". Der frühere Stuttgarter war 2015 ablösefrei von Real Madrid zu Juve gewechselt. Seitdem bestritt er 113 Spiele für die Bianconeri und erzielte 20 Tore.

FC Bayern, Boateng: Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng scheint der geplatzte Wechsel ins Ausland wenig auszumachen. "Ich fühle mich beim FC Bayern pudelwohl, es ist einer der größten Klubs der Welt", sagte der Innenverteidiger der Bild-Zeitung: "Ich hatte Anfragen von Paris Saint-Germain und Manchester United, habe mich damit beschäftigt. Nicht aber, weil ich vom FC Bayern unbedingt weg wollte. Es war keine Flucht, sondern der Reiz einer neuen Herausforderung."

Der 29-Jährige teilte Manchesters Teammanager Jose Mourinho seine Absage persönlich mit. "Ich habe Jose Mourinho angerufen und ihm gesagt, dass sein Interesse eine Ehre für mich ist, und mich bedankt, dass er sich bei Manchester United so für mich ins Zeug gelegt hat", sagte Boateng: "Es war ein gutes Gespräch, in dem ich ihm die Gründe erklärt habe, warum ich nicht kommen werde. Es ist sehr schwer, den FC Bayern zu verlassen. Bei einem Wechsel muss schon alles passen, um diesen Klub zu toppen." Ein Hauptgrund für Boatengs Verbleib beim deutschen Rekordmeister war die Verpflichtung von Trainer Niko Kovac, der ihm "von Anfang an seine Wertschätzung und das Vertrauen ausgesprochen" habe, so Boateng: "Niko Kovac gab mir das Gefühl, dass ich für ihn und den Klub sehr wichtig bin."

DFB, U21: Erfolgstrainer Stefan Kuntz herzte mit breitem Grinsen einen Betreuer nach dem anderen, seine Spieler feierten mit Jubelschreien in den Katakomben das fast sichere EM-Ticket. Durch das beeindruckende 6:0 (2:0) bei Verfolger Irland kann die deutsche U21-Nationalmannschaft die Planungen für die Europameisterschaft 2019 aufnehmen, der Titelverteidiger steht nach dem sechsten Sieg im achten Spiel unmittelbar vor dem Gruppensieg in der Qualifikation. "Die Jungs haben in den letzten Tagen einen tollen Teamgeist entwickelt, das hat man heute auch auf dem Platz gesehen. Jetzt möchten wir in unseren Heimspielen im Oktober die Qualifikation klar machen", sagte Kuntz: "Heute habe ich von der gesamten Mannschaft über 90 Minuten einen souveränen Auftritt gesehen."

Aaron Seydel vom Zweitligisten Holstein Kiel (6.) sowie die Schalker Cedric Teuchert mit einem Dreierpack (22./Foulelfmeter, 66., 73./Foulelfmeter) und Suat Serdar (83./Foulelfmeter, 86.) erzielten die Treffer für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die vor den letzten beiden Spieltagen nun jeweils fünf Punkte Vorsprung auf Irland und Norwegen hat. "Nach vorne haben wir gut gespielt, hinten standen wir super", sagte Marcus Sorg. Der Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw fügte mit Blick auf die zuletzt kriselnde A-Nationalelf zufrieden an: "Wir sind im Nachwuchs immer noch gut aufgestellt."

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