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Brasilianer vom FC Santos:Neymar wechselt zum FC Barcelona

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Bald in Katalonien: Brasiliens Nationalspieler Neymar. 

(Foto: AFP)

Brasiliens begehrter Nachwuchsspieler wird einen Vertrag in Barcelona unterschreiben. Dortmunds Kevin Großkreutz mit Verdacht auf Mittelfußbruch. Tony Martin gewinnt die Belgien-Rundfahrt. Der schwule Fußballer Robbie Rogers steht vor einer Rückkehr in den Profisport.

HSV, sportliche Führung: Der Hamburger SV scheint sich auf der Suche nach einem neuen Sportdirektor auf Oliver Kreuzer (47) festgelegt zu haben. Dies berichten der kicker und die Hamburger Morgenpost. Eigentlich galt Jörg Schmadtke (49), zuletzt Manager beim Ligakonkurrenten Hannover 96, als Favorit auf den Posten. Allerdings steht Ex-Profi Kreuzer noch beim Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC bis 2014 unter Vertrag. Eine Freigabe des KSC steht noch aus, möglicherweise muss eine Ablösesumme für ihn gezahlt werden. Am vergangenen Dienstag hatte sich die Hamburger vom Dänen Frank Arnesen getrennt. Kreuzer und Schmadtke hatten sich am Donnerstag dem HSV-Aufsichtsrat präsentiert.

Offenbar tendiert eine Mehrheit nun zu Ex-Bayern-München-Profi Kreuzer, der schon bei Red Bull Salzburg mit Thorsten Fink (damals Junioren und Co-Trainer) zusammengearbeitet hatte. Noch hat allerdings Kreuzer keine Freigabe der Badener, sodass der Deal noch nicht über die Bühne ist. Am vergangenen Donnerstag hatte Schmadtke die Aufgabe beim HSV als "eine tolle Herausforderung" bezeichnet. "Ich bin frisch und voller Tatendrang", sagte Schmadtke dem SID. Fink hatte nach der Entlassung von Arnesen eine schnelle Lösung gefordert. Der elfköpfige Aufsichtsrat muss sich mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit auf den neuen starken Mann einigen.

Borussia Dortmund, Verletzung: Mittelfeldspieler Kevin Großkreutz droht der Ausfall für das Länderspiel am 2. Juni in Washington gegen die USA. Der 24-Jährige verletzte sich im Endspiel der Königsklasse am Samstag gegen Bayern München (1:2); es besteht Verdacht auf Mittelfußbruch. Genaueres soll eine Röntgenuntersuchung in Dortmund bringen. Großkreutz flog am Sonntag mit der BVB-Mannschaft zurück nach Hause. Aufgrund des geschwollenen Fußes konnte der Borussia-Profi nur einen Schuh tragen, den lädierten Fuß hatte er in Badelatschen gezwängt. "Ich weiß nicht genau, wann es passiert ist, wohl zwischen der 70. und 80. Minute", berichtete Großkreutz, der sich noch Hoffnungen macht, zur Nationalmannschaft zu reisen. Ursprünglich sollte der Ur-Dortmunder zusammen mit seinem Teamkollegen Sven Bender und Miroslav Klose (Lazio Rom) mit Verspätung zur Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bei ihrem US-Trip stoßen und erst zum zweiten Länderspiel gegen die US-Mannschaft von Coach Jürgen Klinsmann zur Verfügung stehen. Am 29. Mai trifft Deutschland zunächst in Miami auf Ecuador. Klose bestritt am Sonntag mit Lazio das italienische Pokalfinale gegen den Lokalrivalen AS.

Der Weg des BVB ins Finale der Champions League

In Europa werden Helden geboren

Radsport, Belgien: Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (Cottbus) hat wie im Vorjahr die Belgien-Rundfahrt gewonnen. Der 28 Jahre alte Radprofi vom Team Omega Pharma-Quickstep lag nach fünf Etappen und 721,3 km 36 Sekunden vor dem Spanier Luis Leon Sanchez (Blanco), der das letzte Teilstück über 177 km mit Start und Ziel in Banneux gewann. Straßen-Weltmeister Philippe Gilbert (Belgien/BMC) belegte mit einem Rückstand von 51 Sekunden auf Martin den dritten Rang. Martin, der sich am Freitag durch den Sieg im Zeitfahren an die Spitze des Klassements gesetzt hatte, fuhr zum Abschluss der Rundfahrt direkt hinter Andreas Klöden (Mittweida/Radio Shack) auf den vierten Platz. Dank Martin und Topsprinter André Greipel (Rostock/Lotto), der die ersten beiden Etappen gewann, lag an drei von fünf Tagen ein deutscher Fahrer ganz vorne.

Radsport, Belgien-Rundfahrt: Der zweifache Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin hat die Belgien-Rundfahrt gewonnen. Der 28-jährige Wahlschweizer wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg. Die fünfte und letzte Etappe am Sonntag rund um Banneaux gewann der Spanier Luis Leon Sanchez nach 175,6 Kilometern im Alleingang. Die ersten beiden Etappen hatte André Greipel gewonnen.

Tennis, French Open: Der langjährige Weltranglisten-Erste Roger Federer hat die erste Runde bei den French Open der Tennisprofis ohne Schwierigkeiten überstanden. Der Schweizer gewann am Sonntag in Paris 6:2, 6:2, 6:3 gegen den spanischen Qualifikanten Pablo Carreño-Busta. Federer hatte das Turnier 2009 für sich entschieden und ist nach der Absage des britischen Olympiasiegers Andy Murray an Nummer zwei hinter dem Serben Novak Djokovic gesetzt.

Der Weg des FC Bayern ins Finale

Erst Stolpern, dann Staunen

Bei den Frauen steht Top-Favoritin Serena Williams in der zweiten Runde. Die Weltranglistenerste aus den USA deklassierte Anna Tatischwili (Georgien) in 51 Minuten 6:0, 6:1 und baute ihre Siegesserie auf Sand aus. Zuletzt hatte die 31-Jährige die Turniere in Charleston, Madrid und Rom gewonnen und in den vergangenen 17 Matches nur zwei Sätze abgegeben. Williams trifft nun auf die Französin Caroline Garcia. Die letzte Niederlage auf Sand hatte Williams im vergangenen Jahr in Paris kassiert. Damals unterlag die 15-malige Grand-Slam-Siegerin in Runde eins überraschend der Französin Virginie Razzano.

Fußball in Rußland, Kevin Kuranyi: Der ehemalige Nationalspieler Kevin Kuranyi hat mit dem russischen Fußball-Erstligisten Dynamo Moskau den Einzug in die Europa League verpasst. Am letzten Spieltag der Premier Liga kam Moskau nicht über ein 0:0 gegen Wolga Nischni Nowgorod hinaus und beendete die Saison damit lediglich als Siebter. Kuranyi, der insgesamt zehn Saisontore erzielte, wurde in der 71. Minute ausgewechselt. Vor dem 30. Spieltag hatten vier Teams um zwei verbleibende Europa-League-Tickets gekämpft. Der deutsche Assistenztrainer Frank Greiner musste mit Aufsteiger Mordowia Saransk wieder absteigen.

French Open, Serena Williams: Die Tennis-Weltranglisten-Erste Serena Williams hat ein Jahr nach ihrem Erstrunden-Aus bei den French Open diesmal ohne Probleme die zweite Runde erreicht. Die hochmotivierte Amerikanerin gewann am Sonntag in Paris 6:0, 6:1 gegen die überforderte Georgierin Anna Tatischwili, in der Welt nur die Nummer 83. Für ihren Erfolg benötigte Williams lediglich 51 Minuten. Die 31-Jährige setzte sich auch in ihrem 17. Sandplatzmatch in dieser Saison durch und ist elf Jahre nach ihrem bisher einzigen Triumph diesmal die Top-Favoritin in Paris. Wegen ihrer letztjährigen Niederlage gegen die Französin Virginie Razzano und dem gesundheitsbedingten Fehlen im Jahr 2011 war der Sieg über Tatischwili für Serena Williams der erste in Roland Garros seit drei Jahren. "Ich bin sehr zufrieden, ich spiele sehr stark", sagte sie auf Französisch auf dem Centre Court und meinte: "Ich spreche zum ersten Mal Französisch, deswegen bin ich ein bisschen nervös."

Bundesliga, Mike Hanke: Ex-Nationalspieler Mike Hanke wechselt vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach zum SC Freiburg. Das teilte der Angreifer auf seiner Facebook-Seite mit. "Wechsele zu Freiburg! Ich bin sehr glücklich. Toller Verein, geiler Trainer und geiles Umfeld! Eine neue Aufgabe wartet auf mich und ich bin überzeugt davon!", schrieb der 29-Jährige. Der Klub bestätigte Gespräche mit Hanke, wollte den Wechsel auf SID-Anfrage aber noch nicht als perfekt melden. Auch Hankes Berater Lars-Wilhelm Baumgarten kündigte eine endgültige Entscheidung erst für Montag oder Dienstag an. Zuvor hatte die Sport Bild vermeldet, dass Hanke beim Europa-League-Teilnehmer einen Dreijahresvertrag bis 2016 erhalte. Hankes auslaufender Vertrag in Mönchengladbach war nicht verlängert worden. In Freiburg ist der Stürmer der zweite Neuzugang nach Felix Klaus von Absteiger SpVgg Greuther Fürth.

Basketball, Playoffs: Die EWE Baskets Oldenburg haben das zweite Playoff-Halbfinalspiel bei ratiopharm Ulm gewonnen und damit den Punktestand in der Best-of-Five-Serie zum 1:1 ausgeglichen. Die Niedersachsen siegten mit 72:60 (39:24) und führten dabei teilweise mit 21 Punkten Vorsprung. Die Ulmer, die das erste Halbfinalspiel in Oldenburg in der Verlängerung mit 86:84 gewinnen konnten, zeigten einen nervösen Beginn vor heimischem Publikum und punkteten erstmals nach sieben Minuten durch einen Freiwurf zum 1:11. Die Oldenburger ließen sich von den etwa 6000 Ulmer Fans in der ratiopharm Arena nicht beeindrucken und lagen die gesamte Partie über in Führung. Als stärkster Werfer bei den Norddeutschen erwies sich Julius Jenkins (21 Zähler). Bei Ulm kam Steven Michael Esterkamp am besten ins Spiel und erzielte 13 Punkte. Die Schwaben mussten früh einen schweren Ausfall verkraften: Spielmacher Per Günther zog sich in der dritten Minute eine muskuläre Verletzung in der linken Wade zu. Ob er beim dritten Spiel der Halbfinalserie am kommenden Mittwoch (20.15 Uhr) in Oldenburg wieder einsatzbereit ist, blieb offen.

Profifußball, Homosexualität: Robbie Rogers steht drei Monate nach seinem öffentlichen Bekenntnis zur Homosexualität vor einer Rückkehr in den Profifußball. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat sich der 26-Jährige mit den Los Angeles Galaxy aus der nordamerikanischen Profiliga MLS auf einen Vertrag geeinigt. Der MLS-Champion wollte den Deal zwar bislang nicht bestätigen, allerdings hat der Ex-Klub von David Beckham für Samstag eine Pressekonferenz einberufen, um einen neuen Spieler vorzustellen. Rogers wäre der erste aktive MLS-Profi, der offen zu seiner Homosexualität steht. Der 18-malige amerikanische Nationalspieler hatte seine sexuelle Ausrichtung Mitte Februar auf seiner Homepage öffentlich gemacht und zugleich seinen Rücktritt erklärt. Doch bereits Ende März stellte Rogers ein Comeback in Aussicht. Für Chicago Fire - der Klub von Ex-Nationalspieler Arne Friedrich hat sich im Februar die Transfererrechte an Rogers gesichert - will er aber nicht auflaufen. "Ich möchte nicht nach Chicago gehen. Ich muss das irgendwo machen, wo ich mich zu 100 Prozent wohlfühle", sagte der gebürtige Kalifornier im Gespräch mit ESPN Radio. Bis Januar stand Rogers beim mittlerweile zweitklassigen englischen Ex-Meister Leeds United unter Vertrag, war zuletzt aber an den Drittligist FC Stevenage ausgeliehen. 2008 hatte Rogers mit Columbus Crew die US-Meisterschaft gewonnen.

Speerwerfen, Matthias de Zordo: Schwerer Rückschlag für Speerwurf-Weltmeister Matthias de Zordo: Der 25-Jährige hat beim Werfermeeting in Halle/Saale einen Achillessehnenriss erlitten. Die Saison ist damit für den Neubrandenburger beendet, seinen WM-Titel wird er in Moskau (10. bis 18. August) nicht verteidigen können. De Zordo, der gerade erst nach langwierigen Ellbogen-Problemen wieder fit geworden war, zog sich die Verletzung beim Anlauf zu seinem fünften Versuch zu.