bedeckt München 20°

Boxen:Tyson Fury spricht über Kokainkonsum

British boxer Tyson Fury retires

"Warum sollte ich weiter Leute unterhalten, die mich hassen?" Der britische Boxer Tyson Fury steht vor dem Karriereende.

(Foto: dpa)
  • Der britische Boxweltmeister Tyson Fury räumt den massiven Konsum von Alkohol und Kokain ein.
  • Er leide an Suizidgedanken und hasse inzwischen das Boxen.
  • Fury hat Wladimir Klitschko im vergangenen November überraschend als Weltmeister entthront, zu einem Rückkampf dürfte es nicht mehr kommen.

Boxweltmeister Tyson Fury hat nach eigener Aussage in den vergangenen Monaten täglich Alkohol getrunken und jede Menge Kokain geschnupft. "Ich bin ein Manisch-Depressiver. Ich hoffe nur, dass jemand mich tötet, bevor ich mich selbst töte", sagte der Brite in einem Interview dem Magazin Rolling Stone.

Er leide bereits seit Jahren an mentalen Problemen, habe seit Mai nicht mehr trainiert und sprach über sein Karriereende. "Warum sollte ich weiter Leute unterhalten, die mich hassen?", sagte der 28-Jährige.

Alkohol und Drogen seien für ihn die einzige Möglichkeit gewesen, mit seinen psychischen Problemen klarzukommen. Seit einigen Tagen sei er aber nüchtern.

"Jetzt hasse ich Boxen"

Der Schwergewichts-Champion der Weltverbände WBO und WBA war in den vergangenen Tagen mit wirren Aussagen aufgefallen. Am Wochenende hatte er sich noch mit einer Fotomontage über die Vorwürfe gegen ihn als Kokain-Konsumenten lustig gemacht. Dann verkündete er via Twitter seinen Rücktritt, was er wenig später als Scherz darstellte.

Fury hatte Wladimir Klitschko im vergangenen November durch einen Punktsieg überraschend als Weltmeister entthront. Einen Rückkampf schließt das Klitschko-Management wegen einer drohenden Dopingsperre für Fury mittlerweile aus.

Er habe Boxen als Kind mal geliebt, sagte Fury. "Jetzt hasse ich Boxen." Seine sportliche Karriere dürfte mit dem Kokain-Geständnis ohnehin beendet sein.

© SZ.de/dpa/fued/mane

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite