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Boxen:Klitschko hat wieder einen Gegner

Boxing at Manchester Arena

Anthony Joshua (li.) und Wladimir Klitschko: Nächster Kampf im April 2017

(Foto: Getty Images)

Ende April 2017 wird der Boxer in London gegen Anthony Joshua antreten. Felix Neureuther enttäuscht im Slalom. Bayern-Präsident Hoeneß überdenkt seine Arbeitszeiten.

Boxen, Wladimir Klitschko: Der frühere Box-Weltmeister Wladimir Klitschko kämpft am 29. April 2017 im Londoner Wembley-Stadion gegen IBF-Champion Anthony Joshua (Großbritannien) um den Titel des Superweltmeisters der WBA. Dies verkündete der Ukrainer am Samstag in Manchester nach Joshuas erfolgreicher Titelverteidigung gegen den US-Amerikaner Eric Molina noch im Ring. Bereits für 2016 war ein Kampf zwischen Klitschko und Joshua geplant gewesen, dieser platzte jedoch. Stattdessen trat der bislang ungeschlagene Joshua gegen Molina an, den er in der dritten Runde K.o. schlug.

Ski alpin, Slalom der Frauen: Ski-Rennfahrerin Mikaela Shiffrin steht auch im dritten Weltcup-Slalom des WM-Winters vor dem Sieg. Die Weltmeisterin und Olympiasiegerin aus den USA erarbeitete sich in Sestriere im ersten Lauf 0,12 Sekunden Vorsprung auf die Slowakin Veronika Velez Zuzulova. Frida Hansdotter aus Schweden war vor dem zweiten Durchgang (ab 13.30 Uhr) in Italien Dritte mit 0,30 Sekunden Rückstand.

Von den sechs deutschen Starterinnen schafften es vier ins Finale. Christina Geiger war auf Rang 20 mit 2,10 Sekunden Rückstand die beste, damit aber nicht glücklich. "Es war jetzt nicht sehr gut, ich habe noch ein paar Probleme mit dem Selbstvertrauen. Im Training klappt es schon sehr gut, im Rennen noch nicht so sehr", sagte sie dem ZDF. Lena Dürr (+2,34) kam auf Platz 22, Marina Wallner (+2,42) auf Rang 24 und Marlene Schmotz (+2,43) auf Platz 26. Elisabeth Willibald (+3,06) war zu langsam, Maren Wiesler schied aus.

Biathlon, Laura Dahlmeier: Die Deutsche bleibt im Biathlon-Weltcup das Maß der Dinge. Einen Tag nach ihrem Erfolg im Sprint triumphierte die 23-Jährige in Pokljuka/Slowenien auch in der Verfolung über 10 km und feierte damit den zehnten Sieg ihrer Karriere. Trotz zweier Strafrunden setzte sich Dahlmeier bei ihrem zweiten Saisonsieg vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen (2/+16,8 Sekunden zurück) und Eva Puskarcikova (1/+18,7) aus Tschechien durch.

Am Sonntag bilden die ersten Staffel-Rennen der Saison den Abschluss beim zweiten von insgesamt neun Weltcups. Dann wollen die DSV-Quartetts ihre Durststrecke beenden und nach rund 21 Monaten wieder triumphieren.

Ski alpin, Slalom der Männer: Ski-Rennläufer Felix Neureuther hat beim Weltcup-Slalom im französischen Val d'Isère eine bittere Enttäuschung erlebt. Der 32-Jährige aus Partenkirchen, als Siebter des ersten Laufs ins Finale gegangen, schied im zweiten Durchgang mit einem Einfädler nach rund 17 Fahrsekunden aus. Für Neureuther war es bereits die dritte Nullrunde in den vergangenen sechs Slaloms. Zu Saisonbeginn in Levi/Finnland war er noch guter Vierter gewesen - wie auch beim Riesenslalom auf der anspruchsvollen, weil äußerst eisigen Piste "Bellevarde" in Hochsavoyen.

Linus Strasser kam als einziger deutscher Starter in die Punkteränge. Der Münchner belegte Rang 16, zu Tagessieger Henrik Kristoffersen (Norwegen), der seinen elften Weltcup-Erfolg holte, fehlten ihm 3,50 Sekunden.Kristoffersen setzte sich bei seinem Comeback nach einem Sponsorenstreit mit dem norwegischen Verband vor Dauersieger Marcel Hirscher aus Österreich durch (0,75 Sekunden zurück). Dritter wurde der Russe Alexander Choroschilow (+1,92). Der Franzose Alexis Pinturault, der nach seinem Sieg im Riesenslalom am Vortag als Führender ins Finale gegangen war, schied wie Neureuther aus.

Riesenslalom, deutsche Patzer: Die deutschen Skirennfahrer haben das Podest beim Riesenslalom in Val d'Isère knapp verpasst. Beim Sieg des Franzosen Alexis Pinturault fuhren am Samstag Felix Neureuther als Vierter (+1,56 Sekunden) und Stefan Luitz als Fünfter (+1,72) an den Top drei vorbei. Sowohl Luitz, der Zweitplatzierte des ersten Laufs, als auch Neureuther verloren mit Patzern kurz vor dem Ziel die entscheidende Zeit. Pinturault rettete einen Vorsprung von 0,33 Sekunden auf den Österreicher Marcel Hirscher. Auf Platz drei fuhr der Norweger Henrik Kristoffersen (+1,50). Dominik Schwaiger wurde als dritter Deutscher 19. und egalisierte damit sein bestes Riesenslalom-Ergebnis

Handball, EM: Die deutschen Handballerinnen bleiben bei der Europameisterschaft in Schweden auf Erfolgskurs und haben einen großen Schritt in Richtung Halbfinale gemacht. Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler gewann im ersten Hauptrundenspiel 26:19 (14:10) gegen Serbien in Göteborg und baute ihr Konto damit auf vier Punkten aus. Serbien steht weiter bei drei Zählern. Anna Hubinger und Svenja Huber waren mit jeweils vier Treffern die beste Werferin in der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die am Montag (16.15 Uhr) gegen Spanien antreten muss.

Biathlon, Verfolgung: Die deutschen Biathleten haben beim Weltcup im slowenischen Pokljuka in der Verfolgung die Podestplätze verpasst. Beim vierten Saisonsieg des Franzosen Martin Fourcade lief am Samstag Simon Schempp als bester Deutscher auf Rang fünf. Der 28-Jährige leistete sich über die 12,5 Kilometer eine Strafrunde und hatte am Ende 59,8 Sekunden Rückstand. Fourcade hatte tags zuvor auch den Sprint gewonnen und stand damit in jedem der bisherigen fünf Saisonrennen auf dem Podest.

Der fünfmalige Weltcup-Gesamtsieger traf alle 20 Schuss und verwies in einem spannenden Schlagabtausch den Norweger Emil Hegle Svendsen (0/+ 6,0 Sekunden) und den Sprint-Dritten Anton Schipulin (1 Fehler/+ 6,2 Sekunden) aus Russland auf die Plätze.

Erik Lesser, Verfolgungs-Weltmeister von 2015, wurde nach zwei Fehlern (+ 1:37,0 Minuten) Elfter, direkt gefolgt von Arnd Peiffer (1/+ 1:45,5 Minuten). Benedikt Doll (3/2:15,7 Minuten) kam als 22. ins Ziel, Matthias Dorfer (3/+ 2:59,5) wurde 36., Florian Graf (2/+ 3:45,7) belegte Platz 40. Michael Rösch, deutscher Staffel-Olympiasieger von 2006, lieferte als Sechster das bisher beste Ergebnis seit seinem Wechsel nach Belgien und das beste Weltcup-Ergebnis für Belgien überhaupt ab.

Ski alpin, Riesenslalom der Frauen: Viktoria Rebensburg hat beim Riesenslalom von Sestriere eine herbe Enttäuschung erlebt. Die Kreutherin kam am Samstag nur auf den 23. Platz - so weit hinten wurde sie in ihrer Spezialdisziplin seit Dezember 2013 nicht mehr geführt. Der Sieg ging an die Französin Tessa Worley vor Sofia Goggia aus Italien (+0,15 Sekunden) und der Schweizerin Lara Gut (+0,29).Rebensburg bestritt nach einer Knieverletzung Anfang Oktober erst ihr fünftes Rennen und hatte am Ende 2,92 Sekunden Rückstand auf Worley. Das Finale der besten 30 verpasst hatten Lena Dürr als 36. des ersten Durchgangs und auch Maren Wiesler, die auf Rang 41 fuhr.

Basketball, Dennis Schröder: Mit einer neuen persönlichen Bestleistung führte Nationalspieler Dennis Schröder seine Atlanta Hawks zum zweiten Sieg nacheinander. Bei den Milwaukee Bucks gewann das Team des Braunschweigers mit 114:110 und bestätigte den Aufwärtstrend nach der jüngsten Pleitenserie. Schröder erzielte als Top-Scorer der Partie mit 33 Punkten einen neuen Karrierebestwert.

Erneut ohne Dirk Nowitzki empfingen die Dallas Mavericks die Indiana Pacers und feierten nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge einen 111:103-Erfolg. Bester Werfer der Texaner war Guard Wesley Matthews, der mit seinen 26 Zählern maßgeblichen Anteil am fünften Saisonsieg hatte. Trotz des Sieges bleibt den Mavericks, denen weiterhin wegen seiner Achillessehnenbeschwerden fehlte, auf dem letzten Rang der Western Conference.

Die Rekordjagd von Russell Westbrook (28) in der NBA nimmt kein Ende. Bei der 99:102-Niederlage seiner Oklahoma City Thunder gegen die Houston Rockets erzielte der Point Guard mit 27 Punkten, zehn Rebounds und zehn Assists sein siebtes Triple-Double in Serie und zog damit in der ewigen Bestenliste mit Ikone Michael Jordan gleich. Besser war bislang nur der legendäre Center Wilt Chamberlain, dem dieses Kunststück im Jahre 1968 neunmal nacheinander gelang.

Westbrook, der keinen seiner sieben Distanzwürfe unterbrachte und acht Turnover verschuldete, gab sich trotz des historischen Moments selbstkritisch: "Ich habe viele leichte Würfe vergeben. Ich muss mich wieder sammeln." Fragen zu seinem Triple-Double beantwortete er nicht.

FC Bayern, Uli Hoeneß: Das Amt des Bayern-Präsidenten ist für Uli Hoeneß nicht der erhoffte Teilzeitjob. "Ich habe festgestellt, dass der FC Bayern zuletzt noch mal enorm gewachsen ist. Als ich gesagt habe, vielleicht könne ich das Amt in zwei, drei Tagen pro Woche ausüben - das kann ich jetzt schon revidieren. Das ist nicht möglich", sagte der 64-Jährige der Bild-Zeitung (Samstag) in einem Interview. "Auch wenn ich mal zu Hause bin, geht es Tag und Nacht weiter: Telefon, E-Mails, Faxe."

Neun Monate nach seiner nach Haftentlassung war Hoeneß am 25. November wieder zum Präsidenten des FC Bayern München gewählt worden. Dieses Amt übte er beim deutschen Fußball-Rekordmeister bereits von 2009 bis 2014 aus. Seine wichtigste Aufgabe sieht er künftig darin, "dass Karl-Heinz Rummenigge und ich gemeinsam versuchen, den FC Bayern in die nächste Generation zu führen". Das sei auch ein Grund, "warum ich zurückgekommen bin. Wie heißt dieses Stück? Die Unvollendete, von Beethoven, glaube ich."

Viel vornehmen müsse er sich in seiner zweiten Amtszeit nicht mehr, versicherte Hoeneß in dem Interview. "Ich habe bewiesen, dass ich das kann." Er wolle "sehr emotional sein und dabei helfen, diesen Verein abzuheben von den anderen". Viele Clubs seien "sehr große Geldmaschinen geworden", sagte der alte und neue Bayern-Präsident. "Geld spielt bei uns natürlich auch eine große Rolle, aber wir müssen weiterhin dieser andere Fußballklub sein. Wirtschaftlich vernünftig, aber auch sehr emotional. Dazu will ich meinen Beitrag leisten."

Fußball, Zé Roberto: Der unverwüstliche Zé Roberto hat auch mit 42 Jahren noch Lust auf Fußball. Nach dem erstmaligen Gewinn der brasilianischen Meisterschaft mit SE Palmeiras verlängerte der frühere Bundesliga-Profi seinen Vertrag beim Erstligisten aus Sao Paulo bis Ende 2017.Die Möglichkeit, noch einmal eine Copa Libertadores zu spielen, motiviert den 84-maligen Nationalspieler. "Das ist ein Titel, der in meiner Karriere fehlt", sagte Ze Roberto mit Blick auf den wertvollsten Klub-Wettbewerb des Kontinents.Der immer noch lauf- und dribbelstarke Linksverteidiger begann seine Karriere 1994 bei Portuguesa Sao Paulo, gewann in Deutschland in 336 Bundesliga-Spielen Fans und einen guten Ruf bei Bayer Leverkusen (1998-2002), Bayern München (2002-2009) und dem Hamburger SV (2009-2011). Mit Palmeiras triumphierte er 2015 im Pokal und 2016 in der Meisterschaft, er war sein 15. Klubtitel. Mit der Selecao feierte er noch Erfolge bei der Copa America 1997 und 1999 sowie bei den Confed Cups 1997 und 2005 in Deutschland.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/ebc

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