Der Schmerz macht für Viktor Jurk den Unterschied aus. Den Unterschied zwischen einem Boxer, der trifft, der unangenehm ist. Und einem, der weh tut, der einschüchtert, der das Fürchten lehrt. Jurk traut sich diese Unterscheidung zu mit der Erfahrung von geschätzt 10 000 Runden Sparring, in denen er Zigtausende Mal getroffen wurde (und selbst noch ein paarmal mehr getroffen hat); er war als Amateur mehrmals deutscher Meister bei den Junioren, als 18-Jähriger gewann er Silber bei der U-22-EM. Jurk weiß also, wovon er spricht, wenn er sagt: "Es gibt Leute, die können hart hauen, aber dann geht es für dich trotzdem einfach weiter. Und dann gibt es Leute, deren Schläge tun richtig weh." Und der Meister der Schmerzen, das ist für Jurk der Brite Anthony Joshua.
Box-WM im SchwergewichtSchmerz mit Aussicht
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Der Favorit mit dem Punch: Anthony Joshua (re.), hier im Kampf gegen Andy Ruiz jr. im Dezember 2020.
Hassan Ammar/APDas Schwergewichtsboxen ist so aufregend wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das liegt an den höchst unterschiedlichen Talenten von Anthony Joshua, Tyson Fury, Oleksandr Usyk und Deontay Wilder - und an der Aussicht auf den ganz großen Kampf.
Von Benedikt Warmbrunn, München
