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Bundesliga:Medienbericht: Xabi Alonso soll Gladbach-Trainer werden

Xabi Alonso als Trainer der zweiten Mannschaft von San Sebastian

Bald Trainer bei Borussia Mönchengladbach? Xabi Alonso an der Seitenlinie für San Sebastián.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Marco Rose verlässt Borussia Mönchengladbach im Sommer - nun soll der Verein eine spektakuläre Lösung für seine Nachfolge gefunden haben.

Der Bundesligist Borussia Mönchengladbach ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Trainer Marco Rose offenbar fündig geworden - und das Ergebnis mutet einigermaßen spektakulär an: Nach Informationen der Bild und der Sport Bild wird der Spanier Xabi Alonso, 39, das Amt im Sommer dieses Jahres übernehmen. Der Verein bestätigt dies allerdings zunächst nicht. "Wir kommentieren diese Geschichte nicht und werden uns melden, wenn es was zu vermelden gibt", sagte Vereinssprecher Markus Aretz am Montag der Deutschen-Presse-Agentur.

Der ehemalige Mittelfeldspieler des FC Bayern trainiert derzeit die zweite Mannschaft von Real Sociedad San Sebastián, mit der er derzeit in Spaniens dritter Liga Tabellenführer ist. Dort hält man sich noch bedeckt, auf SZ-Anfrage teilte der Klub mit: "Derzeit können wir nur bestätigen, dass er sich bei Real Sociedad auf seine Aufgabe als Trainer des B-Teams konzentriert." Sein Vertrag in seiner Heimat läuft dem Vernehmen nach in diesem Sommer aus, laut spanischen Medien sei die Sache mit Gladbach aber noch nicht ganz fix.

"In seiner Umgebung wird der Wechsel weder bestätigt noch dementiert", schrieb die Madrider Zeitung Marca. Entsprechend äußerte sich auch Alonso-Berater Inaki Ibánez gegenüber Sport1: "Ich kommentiere Gerüchte grundsätzlich nicht. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt." Doch natürlich wäre Alonso ein Coup für die Gladbacher. Bedarf nach einem neuen Trainer gibt es bekanntlich. Der aktuelle Coach Marco Rose wechselt im Sommer für fünf Millionen Euro zum Ligarivalen Borussia Dortmund - seit Wochen wird darüber spekuliert, wer ihm nachfolgt.

Keine Bestätigung aus San Sebastián wegen Alonso und Gladbach

Sollte es Alonso werden, könnte sich der Klub mit einer weltweiten Bekanntheit schmücken. 2017 beendete Alonso seine lange und erfolgreiche Karriere als Profi und übernahm bald eine Jugend-Mannschaft von Real Madrid. Für die "Königlichen" hatte er von 2009 bis 2014 gespielt, davor fünf Jahre für den FC Liverpool. Mit den "Reds" gewann er 2005 auch die Champions League, neun Jahre später dann auch mit Real. Seine Verpflichtung bei der Borussia wäre aber durchaus eine Überraschung, denn als Trainer hat Alonso noch wenig vorzuweisen - er wollte erst bei kleinen Teams lernen.

Als Spieler war er jedoch ein Stratege, dem viele Weggefährten früh eine zweite Laufbahn als Chefcoach zutrauten. Schon kurz nach seinem Karriereende hatte der Baske, der in seiner Karriere unter anderem von José Mourinho, Pep Guardiola oder Carlo Ancelotti geprägt wurde, angekündigt, Trainer werden zu wollen. Er gilt auf Sicht auch als eine Option für den FC Bayern - und für Real Madrid.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge schwärmte vor einigen Monaten jedenfalls im Podcast "Phrasenmäher" über die Fähigkeiten Alonsos. Er habe "diese Empathie, die du brauchst. Speziell bei der heutigen Spielergeneration, um mit ihnen so einen roten Faden zu spinnen." Deshalb glaube er, "dass er mal ein Trainer sein wird, der für den FC Bayern irgendwann in der Zukunft möglicherweise von Interesse sein kann."

Max Eberls Kontakte zu Bayern - auch wegen Alonso?

Sicher hat sich Gladbach-Manager Max Eberl, der seit seiner Zeit als Jung-Profi in München enge Kontakte zum FC Bayern pflegt und immer wieder mal als Funktionärs-Kandidat an der Isar galt, in München über Alonso informiert. Alonso selbst war übrigens einst wegen Guardiola nach Deutschland gewechselt. "Er hatte einen unbändigen Enthusiasmus. Die Saisons im Fußball sind lang und er hat nie den Anschein gemacht, dass er müde ist. Er war aufmerksam und stets bereit", schwärmte er.

In Gladbach war sein Name bisher nicht gefallen, aber das ändert sich nun. Zuvor wurden an der Gerüchte-Börse eher Namen gespielt wie der auch als Bundestrainer gehandelte Ralf Rangnick, Florian Kohfeldt (Werder Bremen), Adi Hütter (Eintracht Frankfurt), Gerardo Seoane (Young Boys Bern) oder Jesse Marsch (Red Bull Salzburg). Es wird am Ende wohl einer mit noch größerer Reputation - der sich seine Meriten als Cheftrainer aber erst noch verdienen muss. Alonso spricht gut Deutsch und noch besser Englisch, seine Gabe als Kommunikator und Visionär könnte er also direkt einbringen.

© SZ/sid/dpa/bek
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