Borussia Mönchengladbach:Befreiung, Teil zwei

Borussia Mönchengladbach: Artistisch: Breel Embolo (links) trifft per Fallrückzieher zum 1:0.

Artistisch: Breel Embolo (links) trifft per Fallrückzieher zum 1:0.

(Foto: Tobias Schwarz/AFP)

Mönchengladbach kommt unter Adi Hütter endlich in Fahrt, schlägt nach dem Sieg gegen Dortmund auch Wolfsburg - und kann dabei vor allem auf Breel Embolo zählen.

Adi Hütter drückte Breel Embolo an sich und tätschelte ihm die Wange. Der Schweizer Nationalspieler hatte gekämpft, gespielt und vor allem getroffen - am Ende stand für Borussia Mönchengladbach ein besonders wichtiges 3:1 (2:1) beim VfL Wolfsburg.

"Ich hoffe, Breel feiert noch, das gehört dazu nach so einer Leistung", sagte Nationalspieler Jonas Hofmann bei Sky. Embolo fehlte noch, als die Kollegen bereits Interviews gaben - in den 90 Minuten zuvor war er überall gewesen: Schon in der fünften Minute brachte er Gladbach mit einem spektakulären Fallrückzieher in Führung, rund 90 Sekunden später leistete er die Vorarbeit zu Hofmanns 2:0 (7.).

"Er hat den Körper, die Schnelligkeit, die Wucht, damit ist er sehr unangenehm für jede Verteidigung", sagte Hofmann. Für seinen Teamkollegen Jordan Beyer war es "weltklasse, was Breel gespielt hat. Wir können froh sein, so einen Spieler da vorne drin zu haben." Die Borussia schaffte mit ihrem ersten Auswärtssieg der Saison den Anschluss ans obere Tabellendrittel. Wolfsburg dagegen ist nun seit fünf Pflichtspielen sieglos.

Dabei hatte der VfL sich nach dem frühen Doppelschlag der Gäste berappelt und noch in der ersten Hälfte den Anschluss durch Luca Waldschmidt (24.) geschafft. Doch zu mehr reichte es nicht, Joe Scally (90.+5) erhöhte in der Nachspielzeit gar auf 3:1 für Gladbach. Die Schlussphase ab der 78. Spielminute absolvierten die Wölfe nach einer Gelb-Roten-Karte für Maxence Lacroix mit zehn Spielern, den fälligen Strafstoß für ein Foul an Embolo hielt Koen Casteels nach einem schwachen Versuch von Lars Stindl.

Gladbach hatte seit November 2003 bei 16 Bundesliga-Dienstreisen nach Wolfsburg immer wieder einen Sieg verpasst. Jetzt brachten sie den so eindrucksvoll in die Saison gestarteten Niedersachsen die zweite Liga-Niederlage in Folge bei. Die Gäste waren nach dem befreienden Sieg in der Vorwoche gegen Borussia Dortmund mit viel Selbstvertrauen angereist. Die Wölfe leisteten sich immer wieder leichte Unkonzentriertheiten im Aufbau, was gefährlich war gegen konsequent umschaltende Gladbacher. Und vor allem bekamen sie Breel Embolo nie in den Griff.

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