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Borussia Dortmund:Watzke nennt Klopp-Trennung Fehler

Die Trennung von Trainer Jürgen Klopp im Jahr 2015 sei ein Fehler gewesen, sagt aus heutiger Sicht Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Aus einem am 14. Oktober erscheinenden Buch zitierte die Bild-Zeitung den BVB-Boss: "Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn wir die ganze Mannschaft ausgetauscht hätten - und nicht den Trainer. Denn so einen Trainer, das war mir klar, würden wir nie mehr wieder bekommen, gute Spieler aber schon. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer." Klopp hatte nach einer durchwachsenen Saison 2014/15 in Dortmund aufgehört. Das Buch "Echte Liebe - ein Leben mit dem BVB" stellt Watzke am Donnerstag gemeinsam mit Klopp in Dortmund vor.

Watzke, 60, räumt jedoch auch ein, dass die Trennung von Klopp nach sieben erfolgreichen Jahren mit zwei Meistertiteln (2011, 2012), Pokalsieg (2012) und Champions-League-Finale (2013) vor vier Jahren alternativlos gewesen sei: "Jürgen hätte es nicht mehr gemacht, das hat man gespürt." Trotzdem trauere er dem Coach des FC Liverpool noch immer nach: "So ein Verhältnis, wie ich es mit Jürgen über sieben Jahre beim BVB hatte, das hat es vorher nicht gegeben. Und so ein Verhältnis wird es wahrscheinlich auch nie wieder geben."

In dem Buch erzählt Watzke von langen Skat-Abenden mit dem Coach, von Gesprächen am Küchentisch - und auch, wie verrückt die Meisterparty im Mai 2011 endete, als Klopp am nächsten Morgen verkatert auf einem Lkw aufwachte, ganz alleine, irgendwo in einer Lagerhalle. Der Trainer habe bei der Meister-Fahrt mit einem Lkw durch Dortmund "anfängerhaft getrunken", scherzte Watzke, und sei danach einfach eingeschlafen.