Lars Ricken ist das Gegenteil eines Lautsprechers. Selbst wenn er findet, dass der Anlass dafür gegeben wäre, ist Dortmunds ewiger Champions-League-Held stets um Contenance bemüht. Am vergangenen Dienstag in Kiel hatte ihn die desaströse Vorstellung seiner Borussen aber erkennbar an die Grenzen dieser Zurückhaltung gebracht. „Unwürdig“ fand er das, was die Männer in Schwarz-Gelb da gespielt hatten. Und nach dem 0:2 am Freitagabend in Frankfurt, der dritten Niederlage im dritten Spiel des neuen Jahres, rang sich der Dortmunder Sport-Geschäftsführer gar zu etwas durch, was man auf diplomatischem Parkett als Ultimatum für den inzwischen allerorten umstrittenen Trainer Nuri Sahin gewertet hätte. Sahin werde weitermachen, aber „mit der klaren Erwartungshaltung, dass wir Siege und Ergebnisse einfahren“.
Probleme von Borussia DortmundZu viele Entscheider, die nicht entscheiden
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Schrumpft der BVB vom Welt- zum Mittelfeldklub? Die zahlreichen Dortmunder Häuptlinge können sich in der Krise nicht auf Gegenmaßnahmen einigen. Nicht mal ein Ultimatum für Trainer Sahin klingt eindeutig.
