Bochumer Niederlage gegen Mainz:"Zu billig"

Lesezeit: 2 min

Bochumer Niederlage gegen Mainz: Das ging leicht: Der Mainzer Stürmer Karim Onisiwo (Mitte) lässt sich für den ersten seiner zwei Treffer gegen Bochum feiern.

Das ging leicht: Der Mainzer Stürmer Karim Onisiwo (Mitte) lässt sich für den ersten seiner zwei Treffer gegen Bochum feiern.

(Foto: Marc Niemeyer/Kolbert-Press/Imago)

Die 1:2-Heimniederlage gegen Mainz bestätigt Bochums Ahnungen, dass diese Saison schwierig werden könnte. Für den VfL ist sie umso ärgerlicher, weil das Team von Thomas Reis die Partie nach dem Ausgleich im Griff hatte.

Thomas Reis war sichtlich sauer. Der Ärger des Bochumer Trainers ging über die übliche Enttäuschung nach einer Niederlage hinaus. Das 1:2 zum Bundesliga-Auftakt gegen den FSV Mainz 05 war für den VfL-Coach besonders bitter, weil es für die Mainzer etwas glücklich und mit etwas mehr Konzentration der Bochumer zu verhindern gewesen wäre. Im ersten Heimspiel nach dem Aufstieg im Vorjahr gelang der Revierelf noch ein 2:0-Erfolg gegen die Rheinhessen. "Ich bin natürlich maßlos sauer, dass wir durch ein Standardtor, wo wir eine klare Zuteilung haben, wer wo im Raum steht, dann verlieren", sagte Reis mit Blick auf den zweiten Mainzer Treffer. Karim Onisiwo war in der 77. Minute am Samstag nach einer Ecke im Bochumer Strafraum komplett frei zum Kopfball gekommen und durfte ungestört seinen zweiten Treffer des Tages erzielen. "Gegentore passieren durch Fehler, aber mir war das zu billig", stellte Reis fest. Beim ersten Gegentor hatte Erhan Masovic seinem Gegenspieler zu viel Platz gelassen.

Die nächsten Gegner für den VfL heißen Hoffenheim, München und Freiburg

"Die beiden Gegentore kamen aus dem Nichts. Es war ein Spiel, das hätte Unentschieden ausgehen müssen", sagte Offensivmann Gerrit Holtmann. Bochum hatte die Partie vor allem in der zweiten Hälfte eigentlich im Griff. Die Gastgeber überzeugten mit viel Einsatz und konsequenter Zweikampfführung. Zwingende Torchancen spielte sich der VfL allerdings kaum heraus. Der Treffer durch den ehemaligen Mainzer Kevin Stöger war ein als Flanke gedachter Ball, der sehenswert ins Tor segelte. Man habe "zu viel quer gespielt, in der Tiefe keine Lösungen gefunden. Das müssen wir aufarbeiten", sagte Holtmann. Mehr Konzentration in der Abwehr, mehr Kreativität und Tempo im Spiel nach vorne: An diesen Punkten muss der VfL in den kommenden Wochen arbeiten. Am nächsten Samstag geht es zur TSG Hoffenheim. Anschließend heißen die Gegner FC Bayern München und SC Freiburg. Das Programm könnte leichter sein. Bochum muss aufpassen, sich nicht direkt unten in der Tabelle festzusetzen. Allerdings gab es im Vorjahr zum Auftakt auch eine 0:1-Niederlage beim VfL Wolfsburg. Den Verantwortlichen beim VfL ist klar, dass es trotz der starken Vorsaison von Anfang an nur gegen den Abstieg geht. Für viele Experten ist der Revierklub Abstiegskandidat Nummer eins. "Ich habe gesagt, das wird eine schwierige Saison", sagte Reis. "Aber wir haben heute auch gesehen, dass wir in der Lage sind, auch den ein oder anderen Punkt mitzunehmen, wenn wir alles investieren."

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB