Nur eine Stunde brauchte Patrick Baumgartner aus Bruneck diesmal für die Anfahrt: Die Staatsstraße 49 entlang durchs Pustertal bis Toblach, einmal über den Pass von Südtirol nach Venezien, schon schlitterte er durch Cortina d’Ampezzos neuen Eiskanal. „Das ist für mich fast zu Hause“, sagt er. Bereits im März, ein halbes Jahr vor der Konkurrenz, durften Italiens Bobfahrer die neue Anlage testen, die die Regierung in Rekordzeit für die Olympischen Winterspiele 2026 in die Landschaft fräsen ließ. Seitdem haben sie immer wieder in der 1445 Meter langen Strecke trainiert, niemand kennt die Tücken besser. Am Samstag ist Baumgartner, 30, im Zweier-Bob trotzdem nur Siebter geworden. Platz eins bis drei gingen an die deutschen Teams, die am schnellsten durch die Rinne schossen. Für Baumgartner keine große Überraschung: Neue Bahn, gewohntes Spiel.
Weltcup in CortinaWarum Deutschland Bobnation Nummer eins ist
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Neue Bahn am Olympia-Standort, nächster Beweis der Stärke: Die deutschen Bob- und Skeletonpiloten finden die Ideallinie in Cortina d’Ampezzo schneller als die Konkurrenz – was auch mit Akribie zu tun hat.
Von Barbara Klimke, Cortina d'Ampezzo
