Transfers Tuchel holt Bernat und Choupo-Moting - Boateng bleibt in München

Noch beim FC Bayern, bald wohl in Paris: Linksverteidiger Juan Bernat.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Am letzten Tag des Transferfensters holt Thomas Tuchel Juan Bernat vom FC Bayern und Eric Maxim Choupo-Moting von Stoke City nach Paris.
  • Jérôme Boateng und Renato Sanches bleiben dagegen in München.
  • Torwart Kevin Trapp kehrt auf Leihbasis zu Eintracht Frankfurt zurück.
  • Nuri Sahin wechselt zum SV Werder Bremen.
Meldungen vom Transfer-Finale

Paris Saint-Germain: Der Klub von Trainer Thomas Tuchel steht vor einem Transfer von Juan Bernat (FC Bayern) und Eric Maxim Choupo-Moting (Stoke City). Der deutsche Coach bestätigte am Freitag auf einer Pressekonferenz, dass beide Spieler ihren Medizincheck absolvieren und er auf eine Unterschrift hofft. Die Ablöse für Bernat soll angeblich bei 15 Millionen liegen. Der Spanier kam 2014 vom FC Valencia nach München, bestritt 76 Ligaspielen, konnte sich gegen David Alaba auf der Linksverteidigerposition aber nie einen Stammplatz erkämpfen. Choupo-Moting spielte in der Bundesliga für den HSV, Nürnberg, Mainz 05 und Schalke 04. Stoke City plante nicht mehr mit dem Flügelstürmer. Der kamerunische Nationalspieler spielte bereits in Mainz unter Tuchel und soll einen Dreijahresvertrag erhalten.

FC Bayern: Jérôme Boateng und Renato Sanches werden den FC Bayern nicht verlassen. Das bestätigte Trainer Niko Kovac auf einer Pressekonferenz am Freitag. "Wir werden bis 18 Uhr keinen weiteren Spieler mehr abgeben", sagte Kovac. Nur Juan Bernat sei derzeit in Paris und werde wohl einen Vertrag unterschreiben, sagte der Bayern-Trainer. Auch Boateng war im Blickfeld von Trainer Thomas Tuchek, allerdings soll die von Bayern geforderte Ablöse von 50 Millionen Euro Paris zu teuer gewesen sein. Zudem setzte sich Trainer Kovac immer für einen Verbleib von Boateng ein. Am Donnerstag berichtete das Magazin kicker, Paris hätte sich auch mit Sanches beschäftigt. Damit hat der FC Bayern sich von Arturo Vidal (FC Barcelona), Sebastian Rudy (Schalke 04) und Juan Bernat (wahrscheinlich Paris) getrennt und sich dafür mit Leon Goretzka (Schalke), Sanches (war an Swansea ausgeliehen) und Serge Gnabry (war an Hoffenheim ausgeliehen) verstärkt.

Werder Bremen: Werder Bremen hat kurz vor Ende der Transferperiode Mittelfeldspieler Nuri Sahin vom Ligarivalen Borussia Dortmund verpflichtet. Über die Transfermodalitäten und die Vertragslaufzeit machten die Klubs keine Angaben. Der 29-jährige Türke erhält an der Weser dem Vernehmen nach einen Zweijahresvertrag."Wir sind froh, dass wir einen Spieler von dieser Qualität von Werder überzeugen konnten", sagte Geschäftsführer Frank Baumann. Bei Dortmund spielte Sahin unter dem neuen Trainer Lucien Favre keine Rolle mehr, deshalb wurde sein bis zum 30. Juni 2019 gültiger Vertrag bei den Westfalen aufgelöst.Werder untermauert mit diesem Transfer seine Ambitionen auf den Europacup, den Trainer Florian Kohfeldt als Saisonziel ausgegeben hat. "Ich denke, über die Qualitäten von Nuri muss man nicht viel sagen. Er hat in der Bundesliga fast alles erlebt, wurde mit Dortmund Meister und Pokalsieger, hat dazu bei Real Madrid und dem FC Liverpool gespielt. Er hat das Potenzial, uns noch weiter zu verbessern und ermöglicht uns weitere Optionen", sagte der Werder-Coach. Für das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) komme Sahin aber noch nicht infrage.

RB Leipzig: Der Verein scheint den Wechsel-Poker um Wunschspieler Ademola Lookman verloren zu haben. Der 20 Jahre alte Offensivspieler soll trotz mehrerer Angebote der Sachsen nun doch beim englischen Premier-League-Club FC Everton bleiben. "Unsere Entscheidung ist getroffen. Er bleibt natürlich Teil unserer Pläne. Er ist unser Spieler und muss arbeiten, um seine Position in unserer Mannschaft zu übernehmen", sagte Evertons Coach Marco Silva am Freitag auf einer Pressekonferenz.Lookman war im Winter bis Ende Juni von den Sachsen ausgeliehen worden und hatte in elf Bundesliga-Einsätzen fünf Tore erzielt. Schon während der Saison hatte RB betont, ihn fest verpflichten zu wollen. Und auch danach war Lookman der Wunschtransfer von Coach Ralf Rangnick. "Wir wollen ihn; und er will auch zu uns", hatte er gesagt.

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Eintracht Frankfurt, Kevin Trapp: Eintracht Frankfurt ist am letzten Tag der Wechselperiode ein Transfercoup gelungen: Nationaltorhüter Kevin Trapp (28) wird vom französischen Spitzenklub Paris St. Germain zu den Hessen zurückkehren und zunächst für ein Jahr lang ausgeliehen. Der DFB-Pokalsieger veröffentlichte am Freitagmorgen ein Video im Internet ("Kevin Trapp ist zurück"), das allerdings kurz danach wieder gelöscht wurde. Am Freitagmittag bestätigte der Klub dann den Transfer offiziell. "Ich hatte hier drei unfassbare Jahre. Der Kontakt ist nie abgerissen", sagte Trapp, der bereits von 2012 bis 2015 für die Eintracht gespielt hatte, in dem Video: "Der Verein hat noch einmal eine tolle Entwicklung genommen, und ich freue mich, wieder Teil davon zu sein."

In Paris war Trapp hinter Gianluigi Buffon und Alphonse Areola nur die Nummer drei. Zuletzt war der 28-Jährige auch mit OGC Nizza in Verbindung gebracht worden. Bei der WM in Russland in diesem Sommer zählte Trapp zum Kader von Bundestrainer Joachim Löw.

Frankfurt hatte seinen finnischen Stammkeeper Lukas Hradecky nach der vergangenen Saison an den Ligarivalen Bayer Leverkusen verloren und daher den dänischen Nationalkeeper Frederik Rönnow von Bröndby IF verpflichtet. Zudem holte die Eintracht in diesem Sommer schon Felix Wiedwald (28) zurück, der von 2013 bis 2015 in Frankfurt gespielt hatte. Rönnow verletzte sich in der Vorbereitung auf die laufende Saison am Knie, wurde aber rechtzeitig zum Pflichtspielstart fit. Bei den ersten Auftritten für die Eintracht zeigte er allerdings durchwachsene Leistungen.

SC Freiburg: Der Klub aus Baden-Württemberg hat Roland Sallai unter Vertrag genommen. Der 21 Jahre alte ungarische Offensivspieler kommt von APOEL Nikosia. Für die Zyprer erzielte er in 41 Pflichtspielen zehn Tore und bereitete sechs Treffer vor. Zuvor spielte er für den Puskas Akademia FC in der ersten ungarischen Liga und für US Palermo in der italienischen Serie A.Über die Ablösemodalitäten machen die Breisgauer wie gewohnt keine Angaben. Sallai debütierte bereits als 18-Jähriger in der ungarischen Nationalmannschaft und bestritt seither acht A-Länderspiele. "Er ist ein variabler Offensivspieler, der gerne über die Außenbahnen kommt. Er bringt sehr viel Veranlagung mit und wird durch seine gute Einstellung schnell Fuß fassen und sich noch weiterentwickeln", sagte Sportdirektor Klemens Hartenbach.

TSG Hoffenheim: Der Champions-League-Teilnehmer hat Flügelspieler Reiss Nelson vom FC Arsenal ausgeliehen. Der 18-Jährige kommt für ein Jahr von den Gunners, wie der Fußball-Bundesligist am Freitag mitteilte. "Ich freue mich sehr darüber, dass es uns gelungen ist, einen jungen Spieler mit solch außergewöhnlichen Fähigkeiten für uns zu gewinnen", sagte Sportchef Alexander Rosen in der Mitteilung. Trainer Julian Nagelsmann verglich das Talent bereits am Donnerstag mit Serge Gnabry, dessen Leihe in diesem Sommer endete. Er wechselte zurück zum FC Bayern München.

Nelson soll für die Hoffenheimer eine zusätzliche Option im Offensivbereich sein, weil sich mit Kerem Demirbay, Nadiem Amiri und Dennis Geiger zuletzt einige Stammkräfte verletzt hatten. Der englische Neuzugang sagte, er sei davon überzeugt, "dass ich dem Club mit meinen Qualitäten auch dabei helfen kann, seine ehrgeizigen Ziele in drei Wettbewerben zu erreichen". Nelson gilt im Offensivbereich als vielseitig einsetzbar.

Mainz 05: Die Mainzer haben kurz vor Ende der Transferperiode am Freitag das ghanaische Offensivtalent Issah Abass verpflichtet. Der 19 Jahre alte Offensivspieler kommt vom slowenischen Meister Olimpija Ljubljana und erhält in Mainz einen Fünfjahresvertrag bis 2023. Die Ablösesumme soll nach Medienberichten zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro liegen.Abass erzielte für Ljubljana seit Winter 2017 in 53 Pflichtspielen 17 Tore. "Er ist ein hoch veranlagtes Talent und eine Investition in unsere Zukunft. Wir trauen ihm bei uns die nächsten Entwicklungssprünge zu, dafür geben wir ihm die nötige Zeit. Jetzt war der richtige Moment, ihn für uns zu gewinnen", sagte Sportvorstand Rouven Schröder.

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