BildstreckeDer Sturm vor dem Sturm

Wer glaubt, dass es bei den Bundesliga-Vereinen gerade ruhig zugeht, der täuscht sich. Einer stänkert, ein anderer bekommt keinen Vertrag. Und einer hat bedenkliche Blutwerte.

"Elf Freunde müsst Ihr sein, wenn Ihr Spiele wollt gewinnen."

Dieser Spruch gilt im Fußball als Anachronismus. Jetzt aber packt Bayern-Verteidiger Lucio die Kameradschafts-Keule aus: "Wenn du auf dem Platz keine Kameradschaft zeigst und es so weitergeht wie bisher, dann haben wir keine Chance."

Er vergisst aber nicht, auch das eigene Ego zu stärken: "In den vergangenen zwei Jahren, als wir Erfolg hatten, kritisierte keiner meine Spielweise. Doch jetzt, als wir in der Hinrunde keine gute Zeit hatten, lautete der Grund dafür: Lucio macht zu viel nach vorne. Das ist nicht fair. Immer dann, wenn es nicht gut läuft, ist es die Schuld von Lucio." Alles in Ordnung also: Der Fußball muss keine Kameradschafts-Debatte führen.

11. Januar 2007, 10:402007-01-11 10:40:00 ©