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Bielefeld:Auch Kramny muss gehen

Carsten Rump

Springt wieder ein: Carsten Rump war schon Azubi in Bielefeld, nun ist er abermals Interimstrainer beim Zweitliga-Letzten.

(Foto: Deniz Calagan/dpa)

Die Arminia entlässt zum zweiten Mal in dieser Saison ihren Trainer. Der neue ist ein alter Bekannter: Carsten Rump.

Nach dem erneuten Absturz ans Tabellenende hat Arminia Bielefeld zum zweiten Mal in dieser Saison den Trainer gewechselt und Jürgen Kramny freigestellt. Das Schlusslicht der zweiten Fußball-Bundesliga gab am Dienstag die Trennung bekannt. "Nach den Ergebnissen der letzten Wochen, insbesondere nach den Auftritten im Heimspiel gegen Aue und in Nürnberg, haben wir die Überzeugung verloren, in der bisherigen Konstellation unsere Ziele zu erreichen", sagte Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Hartmut Ostrowski will daher mit einer "neuen Konstellation im Trainerteam neue Reize für den verbleibenden Saisonverlauf setzen". Bis ein neuer Chefcoach gefunden ist, springt erneut Co-Trainer Carsten Rump als Interimslösung ein. Dabei hatte Kramny erst am 15. November die Nachfolge des nach den ersten zehn Spieltagen geschassten Rüdiger Rehm angetreten. Doch Kramny, der in der vergangenen Saison noch den VfB Stuttgart in der Bundesliga trainiert hatte, durfte insgesamt nur zwei Spieltage länger bleiben als sein Vorgänger. "So ist es im Geschäft, vor drei Wochen waren wir noch auf einem guten Weg. Jetzt wurde das beschlossen, damit muss ich leben", sagte der 45-Jährige bild.de .

Seine Bilanz ist freilich ernüchternd: In zwölf Spielen gelangen nur drei Siege - dafür gab es sechs Niederlagen. Die beste Platzierung unter Kramny war Rang 15. Am Wochenende fiel Bielefeld nach einem 0:1 beim 1. FC Nürnberg wieder auf Platz 18 zurück. Vier Punkte beträgt derzeit der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen. Interimscoach Rump hatte schon nach der Rehm-Trennung drei Pflichtspiele lang die Arminia betreut und dabei zwei Siege erreicht. Wie lange er die Geschicke leiten soll, ist noch ungewiss. Der gebürtige Dessauer kämpfte schon als Abwehrmann, Praktikant, Azubi und A-Jugendtrainer für seinen Klub, zuletzt wirkte er als Co-Trainer. "Arminia ist wie mein zweites Wohnzimmer. Ich weiß auch, wo der Kreidewagen steht", sagte er einmal. Nun soll Rump für neue Hoffnung sorgen. Bielefeld trifft am Freitagabend im Heimspiel auf den 1. FC Kaiserslautern mit Trainer Norbert Meier - der hatte die Ostwestfalen im Sommer freiwillig verlassen.