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Biathlon:Ricco Groß fordert Beweise vom IOC

Ricco Groß

Fordert Beweise vom IOC: Russlands Biathlon-Trainer Ricco Groß.

(Foto: dpa)

Der russische Biathlon-Trainer will wissen, warum sein Athlet Anton Schipulin unter Doping-Verdacht steht und nicht in Pyeongchang starten darf. Der Olympiasieger von Sotchi, Iouri Podladtchikov, fällt für die Spiele von Pyeongchang aus.

Biathlon: Der russische Biathlon-Trainer Ricco Groß hat vom IOC Beweise gefordert, warum sein Athlet Anton Schipulin nun unter Dopingverdacht steht und deswegen in Pyeongchang nicht starten darf. "Das IOC hat nahezu alle erfolgreichen Starter von Sotschi nicht eingeladen. Dagegen hat man geklagt. Die Klage ist abgewiesen worden. Und jetzt lebt man mit diesem Verdacht, dass vor vier Jahren oder noch länger zurück, etwas nicht sauber gelaufen ist. Dies sollte aber auch irgendwann nachgewiesen werden", sagte Groß der Deutschen Presse-Agentur. Im Weltcup darf Staffel-Olympiasieger Schipulin starten, ist aktuell Gesamt-Vierter. "Das kann ich nicht verstehen. Und ich habe natürlich auch schon nachgefragt, wie die Prozedur danach sein wird. Die Athleten sind ganz normal startberechtigt im Weltcup. Vielleicht gibt es auch ein bisschen schwanger", sagte Groß.

Der viermalige Olympiasieger Groß ist seit 2015 Trainer in Russland. Nach seinem Amtsantritt verlegte er die Trainingslager der russischen Biathleten nach Mitteleuropa, damit die Sportler für das internationale Dopingkontrollsystem leichter verfügbar sind. Das IOC habe eine große Möglichkeit vergeben. "Für das IOC wäre es die große Chance gewesen, zu sagen, dass alle Athleten, die schon positiv getestet worden sind, bei Olympia nichts verloren haben. Aber dazu hat man sich nicht durchgerungen. Ich weiß nicht, ob überhaupt darüber nachgedacht worden ist. Das wäre für mich eigentlich die logischste und konsequenteste Herangehensweise gewesen."

Halfpipe: Snowboard-Olympiasieger Iouri Podladtchikov aus der Schweiz hat am Tag der Eröffnungsfeier seine Teilnahme an den Olympischen Spielen als Folge eines schweren Sturzes abgesagt. Nach einem Training am Freitag erklärte der 29-Jährige, er könne "mit Sicherheit sagen, dass ein Start und eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in keiner Weise sicher und verantwortbar ist". Er wird am Samstag die Heimreise antreten.Der Goldmedaillengewinner in der Halfpipe von Sotschi 2014 hatte sich am 28. Januar bei einem Sturz bei den X-Games in Aspen/USA eine schwere Hirnverletzung mit Blutungen zugezogen. "Als ich diese Diagnose erhalte habe, war mir klar, dass eine Teilnahme an den Olympischen Spielen ein sehr großes Risiko für meine Gesundheit darstellen wird", sagte Podladtchikov.Untersuchungen hätten gezeigt, dass er Fortschritte mache, "aber mein Zustand bei weitem nicht stabil genug ist, um auf einem Niveau zu Snowboarden, das für einen solchen Wettkampf gefordert ist", begründete Podladtchikov seinen Rückzug.

Ski alpin: Ski-Rennläuferin Lindsey Vonn will bei ihrer vierten Olympia-Teilnahme vor allem für ihren kürzlich verstorbenen Großvater erfolgreich sein und zum zweiten Mal Olympiasiegerin werden. "Ich wünsche mir sehr, dass ich gut bin, für ihn. Ich vermisse ihn sehr. Ich weiß, dass er zusieht. Ich möchte für ihn gewinnen", sagte Vonn am Freitag in Pyeongchang. Nach dieser Aussage kamen ihr vor hunderten Journalisten die Tränen. Auf einen Start im Riesenslalom am Montag verzichtet Vonn in Südkorea. "Ich fahre Abfahrt, Super-G und die Kombination. Ich habe mich gegen den Riesenslalom entschieden, weil das nicht gut ist mit meinem Knie", sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010. Vonn hatte mehrere Kreuzbandrisse und verpasste deswegen auch die Spiele vor vier Jahren in Sotschi.

Slopestyle: Kanadas Slopestyle-Weltmeisterin Laurie Blouin ist bei den Winterspielen in Pyeongchang im Training schwer gestürzt. Die Snowboarderin blieb im Phoenix Snow Park am Freitag nach ihrem letzten Sprung an einer Unebenheit hängen und fiel auf den Hang. Sie musste in einem Rettungsschlitten aus dem Auslauf gebracht werden. Eine Diagnose wurde zunächst nicht bekannt. Die 21-Jährige ist in Pyeongchang auch für den Big-Air-Wettbewerb gemeldet.

© sz.de/dpa/sid/schma

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