BiathlonVerstorbener Weltcupsieger trug Höhentrainingsmaske im Hotel

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Der norwegische Biathlet Sivert Guttorm Bakken ist gestorben (Archivbild).
Der norwegische Biathlet Sivert Guttorm Bakken ist gestorben (Archivbild). (Foto: Harald Deubert/IMAGO)
  • Der norwegische Biathlet Sivert Guttorm Bakken wird mit 27 Jahren tot in seinem Hotelzimmer im italienischen Lavazè aufgefunden.
  • Bakken feierte 2022 seinen ersten Weltcup-Sieg, musste aber wegen einer Herzmuskelentzündung pausieren und gab erst 2024/25 sein Comeback.
  • Die Biathlonszene zeigt sich erschüttert über den Tod des Talents, über die Hintergründe ist noch nichts bekannt.
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Der norwegische Biathlet Silvert Guttorm Bakken wird tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Die Biathlonszene ist erschüttert.

Der norwegische Biathlet Sivert Guttorm Bakken ist im Alter von nur 27 Jahren verstorben. Das gaben der norwegische Verband und die Internationale Biathlon-Union (IBU) bekannt. Demnach sei Bakken, der in der Saison 2021/22 einen Weltcupsieg am Holmenkollen in Oslo gefeiert und die kleine Kugel im Massenstart gewonnen hatte, während eines Trainingslagers in Italien in seinem Hotelzimmer in Lavazè tot aufgefunden worden.

Die Todesursache ist derzeit noch unklar. Inzwischen ist aber ein erstes Detail an die Öffentlichkeit gekommen. Wie der norwegische Biathlon-Verband bekanntgab, habe der 27-Jährige eine Höhentrainingsmaske getragen, als er tot aufgefunden wurde. Dem Verband seien „die Umstände des Erwerbs und der Verwendung dieser Maske derzeit nicht bekannt“. Man werde in den kommenden Tagen versuchen, weitere Informationen zu diesem Sachverhalt zu erhalten.

Die Autopsie des Athleten werde über die Weihnachtsfeiertage in Italien ausgeführt, teilte der Verband ebenfalls mit. Ein Kontakt zwischen der italienischen Polizei und den Angehörigen sei hergestellt worden.

„Unsere Gedanken sind in erster Linie bei Siverts Familie und allen, die ihm nahestehen, sowohl in Norwegen als auch im Ausland“, sagte die Generalsekretärin des norwegischen Verbands, Emilie Nordskar: „Wir arbeiten vor Ort mit den italienischen Behörden zusammen.“

Die IBU sei „zutiefst schockiert und traurig über die tragische Nachricht vom plötzlichen Tod von Sivert Bakken“, sagte IBU-Präsident Olle Dahlin: „Sein Tod in so jungen Jahren ist unfassbar, aber er wird nicht vergessen werden und für immer in unseren Herzen bleiben.“ Nach der Weltcup-Saison 2021/22 war bei Bakken eine Myokarditis, eine Herzmuskelentzündung, diagnostiziert worden. Im November 2024 hatte er dann seine Rückkehr bei IBU-Wettbewerben gegeben. Zuletzt war er noch bei der Weltcup-Station in Le Grand Bornand an den Start gegangen und hatte dabei unter anderem im Sprint den fünften Platz belegt.

Biathlon-Kollegen trauern: „Das ist nicht fair“

„Siverts Comeback im Biathlon nach einer Zeit großer Schwierigkeiten war für alle in der Biathlon-Familie eine Quelle großer Freude und ein inspirierender Beweis für seine Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit“, sagte Dahlin: „Die Gedanken der IBU sind in dieser schweren Zeit bei Siverts Familie und Freunden, seinem Team und allen Mitgliedern der norwegischen Biathlon-Familie.“

Umgehend meldeten sich zahlreiche aktive und zurückgetretene Biathleten in den Sozialen Netzwerken. „Sivert, es war zu früh. Eines der größten Talente in der Geschichte des norwegischen Biathlons“, schrieb der norwegische Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bö.„Wir hatten geplant, heute zusammen Ski zu fahren, aber du bist nicht gekommen. Wir hatten geplant, Silvester zusammen zu feiern, aber du wirst nicht dabei sein“, schrieb der Italiener Tommaso Giacomel: „Das Leben war schon so hart zu dir, dass es dich vor einer Weile für mehr als zwei Jahre aufgehalten hat, und jetzt das. Das ist nicht fair.“

Auch der Deutsche Skiverband (DSV) sprach seine Anteilnahme aus.„Es war ein großes Privileg, gegen jemanden anzutreten, der wie kaum ein anderer Entschlossenheit und Ausdauer verkörperte“, schrieb der DSV bei Instagram: „Deine Karriere hat Spuren hinterlassen, die nicht vergessen werden.“

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