Biathlon Hildebrand überzeugt mit Rang vier

Franziska Hildebrand (Archivbild).

(Foto: dpa)

Beim Weltcup in Kanada fällt Laura Dahlmeier dagegen zurück. Bei den Männern schafft Erik Lesser die WM-Norm. Der Erdogan-kritische NBA-Profi Enes Kanter muss seinen Klub verlassen.

Meldungen im Überblick

Biathlon, Kanada: Biathletin Franziska Hildebrand hat zum Auftakt des Weltcups im kanadischen Canmore im Einzel als beste Deutsche Platz vier belegt. Die zweimalige Staffel-Weltmeisterin blieb am Donnerstag ohne Schießfehler und verpasste ihren ersten Podestplatz in dieser Saison um 26,9 Sekunden. Den Sieg im Wettkampf über 12,5 km sicherte sich die Norwegerin Tiril Eckhoff (1 Fehler) vor Marketa Davidova aus Tschechien und der Italienerin Lisa Vittozzi (beide 0).

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier konnte aufgrund von zwei Schießfehlern nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen. Auf Platz neun hatte sie 1:30,5 Minuten Rückstand auf Eckhoff. Noch vor elf Tagen hatte die siebenmalige Weltmeisterin Dahlmeier in Antholz erstmals in diesem Winter gewonnen. Zweitbeste Deutsche bei Temperaturen von minus zehn Grad war Vanessa Hinz (1) als Sechste.

Im Rennen der Männer hatte Erik Lesser den achten Rang belegt und sich die Norm für die Teilnahme an der WM in einem Monat in Östersund/Schweden gesichert. Seinen zwölften Saisonsieg im 16. Rennen feierte der fehlerfreie Norweger Johannes Thingnes Bö. Aufgrund extremer Kälte in den vergangenen Tagen wurde das Rennen von 15 auf 12,5 Kilometer verkürzt. Außerdem wurde ein Fehlschuss nicht mit der üblichen Strafminute, sondern nur mit 45 Sekunden geahndet. Die Wetterlage wird vom Weltverband IBU weiter beobachtet. Aktuell sind am Freitag die Staffeln und am Samstag Sprintrennen geplant.

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Basketball, NBA: Der NBA-Club New York Knicks hat sich vom türkischstämmigen Basketballprofi Enes Kanter getrennt. Der Traditionsverein aus der nordamerikanischen Profiliga entließ den 26 Jahre alten Center kurz nach Transferschluss am Donnerstag aus seinem bis zum Saisonende laufenden Vertrag. Kanter hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, als er die Reise zu einem Spiel in Großbritannien nach eigener Aussage aus Angst um sein Leben nicht angetreten hatte. Er befürchtet, er könne außerhalb Nordamerikas wegen seiner Kritik am türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan umgebracht werden. Kanter ist Anhänger der Gülen-Bewegung, die von der türkischen Regierung für den Putschversuch von 2016 verantwortlich gemacht wird.

Handball, HBL: Die SG Flensburg-Handewitt hat die lange WM-Pause gut verkraftet und auch das 20. Saisonspiel in der Handball-Bundesliga gewonnen. Der Tabellenführer, der weiter ohne Punktverlust ist, setzte sich am Donnerstagabend 30:23 (13:12) bei der HSG Wetzlar durch. Auch der THW Kiel hielt sich beim 29:25 (17:12) bei Frisch Auf Göppingen schadlos, hat aber weiter vier Punkte Rückstand auf den deutschen Meister aus Flensburg. Die Eulen Ludwigshafen verpassten derweil den zweiten Saisonsieg knapp. Der Tabellenletzte führte beim Ex-Meister VfL Gummersbach bis in die Schlussphase, musste sich aber dennoch mit einem 20:20 (12:5) zufriedengeben. Für den VfL, als 16. selbst in Abstiegsgefahr, war das Unentschieden enorm wertvoll - Gummersbach liegt weiterhin vier Zähler vor dem Schlusslicht aus Ludwigshafen.

Auch der starke Nationaltorhüter Silvio Heinevetter, der knapp 32 Prozent der Würfe auf sein Tor abwehrte, konnte unterdessen das 30:34 (15:15) der Füchse Berlin beim TBV Lemgo nicht verhindern. Die TSV Hannover-Burgdorf beendete die Negativserie von zuletzt sieben Niederlagen nacheinander - beim 33:22 (19:12) gegen den TVB Stuttgart gelang den Niedersachsen der erste Sieg seit dem vergangenen November. Flensburg, das sich nach anfänglichen Probleme im zweiten Durchgang deutlich steigerte, konnte sich auch in Wetzlar auf seine dänischen Weltmeister verlassen. Der erfolgreichste Werfer war Rasmus Lauge mit sieben Treffern, sein Landsmann Anders Zachariassen und der Norweger Magnus Röd steuerten jeweils fünf Tore bei. Stefan Cavor hielt mit sieben Treffern für Wetzlar dagegen.

Uefa: Aleksander Ceferin ist als Uefa-Präsident wie erwartet wiedergewählt worden. Der Slowene wurde beim Kongress der Europäischen Fußball-Union am Donnerstag in Rom per Akklamation für vier Jahre im Amt bestätigt. Ceferin führt den Kontinentalverband seit September 2016. Damals setzte er sich unterstützt vom Deutschen Fußball-Bund in einer Kampfabstimmung gegen den Niederländer Michael van Praag durch und übernahm die Nachfolge des gesperrten Michel Platini. Zuvor war der 51 Jahre alte Jurist auf der internationalen Funktionärsbühne kaum in Erscheinung getreten. Als Uefa-Chef ist er per Statuten auch Vizepräsident im Weltverband Fifa.

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