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Biathlon:Früh alles vergeben

Erik Lesser, Germany, Franziska Preuss, Germany competes in the Single Mixed Relay (M+W) Competition during the Biathlo

Platzwechsel: Franziska Preuß (rechts) schickt Erik Lesser ins Rennen.

(Foto: Kalle Parkkinen/Newspix24/Imago)

Die deutsche Single-Mixed-Staffel kommt mit zu vielen Fehlern nur auf Rang sieben.

Von Saskia Aleythe

Den Weg vor die Mikrofone nach einem Rennen nennt Erik Lesser gerne den "Walk of Shame". Wenn er erklären muss, warum alles nicht so geklappt hat, was dann am Donnerstag wieder der Fall war. Platz sieben sprang für den 32-Jährigen und Franziska Preuß in der Single-Mixed-Staffel heraus, nach Silber im Vorjahr. Lesser leistete sich gleich in seinem ersten Durchlauf eine Strafrunde. "Mit so einem Ergebnis ist die Single-Mixed eigentlich schon gegessen", sagte er im ZDF verärgert, Preuß sprach nach ihrem Zieldurchlauf von einem "Kacktag".

Eine Strafrunde und zehn Nachlader leuchteten von den Bildschirmen, das war im Vergleich zur Konkurrenz wieder eine bescheidene Vorstellung am Schießstand. Auch die sonst sichere Schützin Preuß hatte daran ihren Anteil, sie brauchte insgesamt fünf Zusatz-Patronen. "Es ist doppelt, dreifach, 100-fach schwerer, dann wieder nach vorne zu kommen", sagte die 26-Jährige. Gold sicherte sich das französische Duo (fünf Nachlader) vor den Norwegern (9) und Schweden (8). Frankreichs Julia Simon hatte sich erst im letzten Anstieg an Tiril Eckhoff vorbeigekämpft.

Am bittersten endete das Rennen für Italien: Dorothea Wierer, die bei dieser WM noch keine Medaille gewinnen konnte, musste in Führung liegend beim letzten Schießen noch in die Strafrunde, am Ende gab es statt Gold Rang fünf. "Der Erik hat gesagt, das passiert den Geilsten", sagte Wierer gewohnt schlagfertig. Und Lesser, der hat ja Erfahrung.

© SZ
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