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Beachvolleyball-WM:Thole/Wickler erreichen sensationell das Finale

Beach-Volleyball-WM

Julius Thole (l.) und Clemens Wickler (hier beim Viertelfinale) stehen im WM-Endspiel.

(Foto: dpa)

Die beiden Spieler aus Hamburg besiegen bei der Heim-WM die Topfavoriten aus Norwegen. Vor dem Finale der Fußball-WM der Frauen wirft US-Spielerin Megan Rapinoe der Fifa mangelnden Respekt vor.

Beachvolleyball-WM: Julius Thole und Clemens Wickler sind bei der Heim-WM in Hamburg sensationell ins Endspiel gestürmt. Das Nationalteam aus Hamburg siegte am Samstag im Halbfinale gegen die Topfavoriten Anders Mol und Christian Sorum aus Norwegen nach einem Satzrückstand noch mit 2:1 (17:21, 21:17, 15:12). Mit einer Serie von erstklassigen Aufschlägen sorgte Abwehrspieler Wickler im Tiebreak für die Entscheidung. Zuvor hatte das Duo ohne Satzverlust die erfahrenen US-Amerikaner Nick Lucena und Phil Dalhausser ausgeschaltet.

Im Finale treffen die Youngster am Sonntag auf die Russen Wjatscheslaw Krasilnikow und Oleg Stojanowski, die ebenfalls überraschend bis zum Ende dabei sind. Die Silbermedaille haben die derzeitigen Weltranglisten-Zwölften Thole und Wickler bereits sicher. Es ist die erste WM-Medaille für die deutschen Beach-Männer seit sechs Jahren, als Jonathan Erdmann und Kay Matysik Bronze gewannen.

Fußball-WM der Frauen: US-Fußballerin Megan Rapinoe hat vor dem Finale den Weltverband Fifa kritisiert, weil die Männer-Endspiele um die Copa America und den Gold Cup ebenfalls am Sonntag stattfinden. "Es ist eine furchtbare Idee, alles auf einen Tag zu legen. Es fühlt sich nicht an, als würde die Fifa die Frauen gleichermaßen respektieren", sagte Rapinoe am Tag vor dem Duell mit den Niederlanden.

Die 34-Jährige fragte auch die Journalisten auf der Pressekonferenz im Stade de Lyon: "Fühlt Ihr Euch dadurch nicht auch gering geschätzt?" Dass Fifa-Präsident Gianni Infantino angekündigt hat, das Preisgeld der Frauen-WM zur nächsten Ausgabe auf 60 Millionen Dollar verdoppeln zu wollen, ist Rapinoe nicht gut genug - zumal die Prämien für die Männer-WM 2022 in Katar von 400 auf 440 Millionen Dollar steigen.

"Wenn Frauenfußball dir wirklich wichtig ist, lässt du dann den Abstand anwachsen?", fragte Rapinoe. Sie wirft der Fifa vor, vorhandenes Potenzial nicht auszuschöpfen. "Die Ressourcen sind da, die Bereitschaft, die Intelligenz und die Leute sind da, es ist nur die Frage, ob man es wirklich will und ob es einem wichtig genug ist", klagte die Flügelspielerin.

Vielsagend schob die Trump-Kritikerin und Aktivistin hinterher: "Wir schaffen es, eine WM in Katar zu ermöglichen. Das zeigt, wie wichtig ihnen die Männer-WM ist, wenn man all die Probleme dort betrachtet."

Beim Finale wird Rapinoe wohl wieder mitwirken können. "Ich gehe davon aus, dass ich morgen spielen kann. Ich fühle mich gut. Das ist alles, was ich sagen kann", sagte sie. Die Flügelspielerin hatte das Halbfinale gegen England (2:1) wegen einer leichten Oberschenkel-Zerrung verpasst.

Nationaltrainerin Jill Ellis ist auch bei der ebenfalls am Oberschenkel verletzten Mittelfeldspielerin Rose Lavelle zuversichtlich: "Zu diesem Zeitpunkt ist keine Spielerin nicht einsetzbar, das ist ein gutes Zeichen für mich als Trainerin."

Basketball, NBA: Kawhi Leonard verlässt die Toronto Raptors nach dem historischen Titelgewinn in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga und schließt sich den Los Angeles Clippers an. Außerdem haben sich die Kalifornier in Paul George von Oklahoma City Thunder einen weiteren Hochkaräter gesichert. Das berichten verschiedene US-Medien übereinstimmend.

Leonard hatte als wertvollster Spieler (MVP) der Finals großen Anteil daran, dass Toronto als erstes kanadisches Team Champion wurde. Jetzt unterschreibt der 28-Jährige in L.A. einen Maximalvertrag, für vier Jahre zahlt die Franchise 142 Millionen Dollar (126 Millionen Euro). Der Free Agent schlug Angebote der Raptors und der L.A. Lakers aus.

Für Nationalspieler Dennis Schröder ist der Deal eine schlechte Nachricht. Sein Klub verliert in George den besten Spieler der abgelaufenen Saison. Allerdings bekommt OKC eine Menge für den sechsmaligen Allstar: Shai Gilgeous-Alexander und Danilo Gallinari sollen nach Oklahoma wechseln, dazu ist von fünf Erstrunden-Draftpicks die Rede.

Toronto hatte Titelverteidiger Golden State Warriors im Play-off-Finale vor allem dank Leonard mit 4:2 bezwungen. Der zweimalige Final-MVP war vor der vergangenen Spielzeit von den San Antonio Spurs nach Toronto gegangen. Mit den Spurs hatte der Small Forward 2014 den Titel geholt.

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