Noch vor ein paar Wochen war die Münchnerin Sandra Ittlinger tieftraurig. Die 30-jährige Beachvolleyballerin hatte mit ihrer Partnerin Karla Borger die Olympischen Spiele hauchdünn verpasst – im letzten Qualifikationsturnier verlor das Duo sein Duell gegen Rio-Goldgewinnerin Laura Ludwig und deren Partnerin Louisa Lippmann. „In diesem Moment ist das einfach unglaublich schmerzhaft. Und das wird es auch noch einige Zeit so bleiben“, schrieb Ittlinger auf Instagram. Borger und Ittlinger trennten sich daraufhin, Ittlinger spielt nun mit ihrer neuen Partnerin Kim van de Velde auf der deutschen Tour statt in Paris. In Ittlingers Heimat München gewannen sie an diesem Sonntag nach ihrem Erfolg in Heidelberg das zweite Turnier in diesem Sommer, durch einen 2:0 (21:17, 21:17)-Erfolg über Lea Kunst und Hanna-Marie Schieder – letztere ist ebenfalls Münchnerin.
Am Donnerstag hatte das Turnier auf der Anlage des Zentralen Hochschulsports im Olympiapark mit der Qualifikation begonnen, am Samstag wurde es wegen eines heranziehenden Gewitters abgebrochen. Doch am Sonntag wurden alle Spiele bei großer Hitze und vor vollen Rängen auf dem Center Court über die Bühne gebracht. Bei den Männern setzte sich ein weiterer Lokalmatador durch. Der Ebersberger Daniel Kirchner (Beach4U), zuletzt für den ASV Dachau in der Volleyball-Bundesliga aktiv, gewann das Finale mit seinem Partner Paul Henning gegen Jonas Reinhardt/Milan Sievers (Mainz/Kiel) mit 2:0 (21:18, 22:20). Es war der erste Titel für den 24-Jährigen auf der German Beach Tour. „Ohne Worte, es macht so viel Spaß zu spielen“, sagte Kirchner nach dem Finale – und bevor er sich wieder auf seine Studienprüfung am Montag vorbereiten musste. Ittlinger wollte erstmal ausspannen. Am nächsten Wochenende spielt sie ja schon wieder, beim zweiten Heimturnier dieses Sommers in München.

