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FC Bayern:Durchkommen müsste man mal - aber wie?

"Dass es spielerisch nicht das war, was man erwartet und erhofft, das ist auch klar", gestand Kovac nach dem Unentschieden, durch das der Rückstand auf Tabellenführer Dortmund vor dem direkten Duell am Samstag auf vier Punkte angewachsen ist. Der Mannschaft und dem Trainer fehlen momentan tatsächlich die Ideen, um gegen eine dicht und laufintensiv verteidigende Mannschaft wie Freiburg zu nennenswerten Chancen zu kommen; ein zu langes Zögern von Robert Lewandowski (26.), ein Seitfallzieher von Robben (34.), das waren bereits die wirklich guten Gelegenheiten. "Was uns im Moment fehlt: die Durchschlagskraft von außen. Da kommen wir nicht gut durch", sagte Kovac. Er hat aber erneut nicht verraten, wie genau er sich das vorstellt, dieses Durchkommen.

Irgendwann wurde der Trainer auch zu dem Foto von Frau Müller befragt. Was er dazu sage? Kovac, auf den Lippen ein freundliches Lächeln, sagte: "Nichts."

Kurz nach dem Abpfiff hatte Lisa Müller die beiden Fotos aus ihrem Profil gelöscht, da waren sie aber schon zigfach in den sozialen Netzwerken verbreitet worden. In die Fernsehkamera hatte Thomas Müller da auch bereits gesagt, dass er diesen Debattenbeitrag "nicht unbedingt super" fand. Dass es sich dabei aber um eine relevante Wortmeldung gehandelt hat, das stufte der FC Bayern selbst am Sonntagmittag so ein.

Unter der Schlagzeile "Lisa Müller entschuldigt sich bei Niko Kovac" veröffentlichte der Verein eine Zweisatz-Meldung auf der klubeigenen Webseite. Demnach hat sich Lisa Müller noch am Samstagabend in der Arena beim Trainer für "ihren Instagram-Post zur Einwechslung von Thomas Müller (71.)" entschuldigt. Kovac habe "die Entschuldigung angenommen".

Nachdem er am Samstag über die Angelegenheit nachgedacht hatte, war Müller noch einer dieser flotten, flapsigen Sprüche eingefallen, die schon so oft abgelenkt haben vom eigentlichen Thema, er sagte: "Es war aus der Emotion heraus. Sie liebt mich halt, was soll ich machen?"

Doch in diesen Zeiten reicht Flapsigkeit nicht mehr, um von all der Unruhe im Verein abzulenken.

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