Bayern-Sieg gegen Dortmund Lewandowski setzt die Pointe

Robert Lewandowski (links) freut sich mit Boateng über seinen Treffer

(Foto: dpa)
  • Trotz neun Plätzen Abstand ist das Duell zwischen dem BVB und FC Bayern noch immer ein Topspiel.
  • Die Münchner gewinnen dank Lewandowski knapp, aber verdient. Torhüter Manuel Neuer hält den Sieg fest.
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Von Maik Rosner, Dortmund

Der April, hatte Pep Guardiola gesagt, entscheide alles, und er selbst befinde sich in seiner schwierigsten Phase beim FC Bayern. Das klang bedrohlich, aber auch ein wenig besorgt vor dem Spiel bei Borussia Dortmund. Denn da waren ja die vielen verletzten Leistungsträger, die fehlenden Tempomacher und Solisten, von denen die Münchner so oft schon profitiert haben. Und es standen ja nicht nur der Auftritt beim BVB an, sondern danach kommen die noch wesentlich wichtigeren K.o.-Spiele in schneller Folge: die Viertelfinals im Pokal und in der Champions League bei Bayer Leverkusen und beim FC Porto.

Als das Samstagabendspiel der Bundesliga in Dortmund beendet war, dürfte Guardiola eine gewisse Beruhigung verspürt haben. Denn auch ohne Arjen Robben, Franck Ribéry, David Alaba und Holger Badstuber, die diese Dienstreise wegen diverser Blessuren stornieren mussten und teils noch lange fehlen werden, hatten die verbliebenen Münchner gezeigt, dass sie auch in der ungewohnten Besetzung durchaus funktionieren können. Eine Erkenntnis, die auch bei Guardiolas aktuellem Personal Vertrauen schaffen dürfte in das eigene Vermögen vor den entscheidenden Spielen außerhalb der Liga.

Wühlerbrust mit Sternchen

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Verdient und überwiegend souverän gewann der FC Bayern 1:0 (1:0) bei Borussia Dortmund. Dass dabei Robert Lewandowski in der 36. Minute das Tor erzielte und insgesamt eine gute Leistung bot bei seinem ersten Ligaauftritt in Dortmund nach seinem Wechsel vom BVB nach München im vergangenen Sommer, dürfte seine Mannschaft ebenfalls bestärken, auch die kommenden Aufgaben bewältigen zu können.

Im Verbund mit Thomas Müller, der meist als etwas zurückhängende und flexible zweite Spitze agierte, prägte Lewandowski das Offensivspiel der Bayern. Auch beim 2:1-Sieg im Hinspiel hatte der polnische Nationalstürmer schon gegen die alten Kollegen das erste Münchner Tor erzielt. Diesmal sorgte er allein für die Pointe.

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Trotz des gewohnten Hypes im Vorfeld ist das sogenannte Gipfeltreffen der Bundesliga ein bisschen belächelt worden, jedenfalls von einem Hörer des Radiosenders WDR2. Wenn es schon ein Gipfeltreffen sei, dann doch wohl allenfalls das zwischen dem Kahlen Asten und der Zugspitze, befand dieser Hörer. Das war angesichts von 31 Punkten Differenz in der Tabelle zwischen dem BVB und dem FCB vielleicht nicht ganz falsch, und auch zu den Spielanteilen passte dieser Vergleich. Aber als Topspiel ging die Prestigebegegnung durchaus durch.