Bayern schlägt Valencia 2:1:Überraschungself mit Schwierigkeiten

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Ansonsten verriet der Abend über die mutmaßliche Stammelf der Bayern indes vor allem folgendes: Es wird sie, anders als im letzten Jahr, nicht geben. Die Flügel-Promis Franck Ribéry und Arjen Robben, die am Samstag gegen Mainz noch pausiert hatten, besetzten gegen Valencia wieder die Außenbahnen, anstelle von Thomas Müller und Xherdan Shaqiri. Dass neben Müller auch der Stürmer Mario Mandzukic auf der Bank Platz nehmen musste, bedeutete: Heynckes verzichtete freiwillig auf seine zwei besten Torschützen der bisherigen Ligasaison.

Offenkundig hat Heynckes bereits begonnen, die kommenden englischen Wochen zu moderieren: Nach dem Ausflug am Samstag zum FC Schalke kommt ja schon nächsten Dienstag der VfL Wolfsburg in die Münchner Arena, Auswärtsspiele in Bremen und bei BATE Borissow in Weißrussland sowie das folgende Heimspiel gegen Hoffenheim komplettieren das Sieben-Spiele-in-drei-Wochen-Programm der Bayern. Die Qualität des Kaders verbreitern: Das war an der Säbener Straße die wichtigste Lehre aus der titellosen Vorsaison gewesen. Nun dürfte auch die Klub-Prominenz hin und wieder Schöpfungspausen erhalten - eine neue Erfahrung für den ein oder anderen.

Heynckes' Überraschungs-Elf tat sich zunächst ziemlich schwer: Die Spanier begannen mit ihrem Pressing bereits jenseits der Mittellinie, das versperrte die Passwege und zwang die Münchner zu abwartendem Ballgeschiebe. Wenn mal eines der Diagonal-Zuspiele sein Ziel erreichte, kombinierten sie sich jedoch sehenswert bis in Valencias Strafraum - zunächst ohne die ganz zwingenden Möglichkeiten. Drei Weitschüsse von Schweinsteiger, Kroos und Robben gaben dann das Motto des Abends vor, alle drei in der 19. Minute, alle pariert von Diego Alves. Auch ein weiterer Robben-Schuss (35.) flog zunächst vielversprechend in Richtung Tor, drehte dann jedoch abgefälscht in den Münchner Nachthimmel ab. Dann allerdings schloss Schweinsteiger nach rustikalem Ballgewinn einen Bayern-Konter ab - 1:0.

Versuche aus der Distanz blieben auch in der zweiten Hälfte das Mittel der Wahl: Erneut setzte Kroos einen gefährlichen Versuch ab, den Alves über die Latte lenkte (59.). In der 76. Minute schoss Kroos schließlich so platziert, dass der Ball zum 2:0 im Netz zappelte. Damit war das Kräfteverhältnis endgültig geklärt; der Anschlusstreffer von Nelson Valdez in der Nachspielzeit änderte daran nichts mehr.

Eine andere Frage, die noch hinüberlappte ins neue Jahr: Wer schießt denn jetzt die Elfmeter bei den Bayern? Auch darauf sollte der Abend - spät - eine Antwort bringen. Als Daniel Parejo in der 53. Minute Kroos von hinten in die Beine (53.) rutschte, hatte der Schiedsrichter das noch übersehen. Dann holte allerdings Robben doch noch einen Strafstoß raus, der eingewechselte Mandzukic trat an, unbelastet vom Trauma des 19. Mai - und vergab. Nun ja. Die ein oder andere Pointe haben sich die Bayern offenbar aufgehoben in diesem Jahr eins nach dem Finale dahoam.

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