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FC Bayern in der Bundesliga:Mit der Selbstgewissheit eines Meisters, der auch den achten Titel will

Auch die frühe Führung der Bayern ging aus solch einem Wackler hervor: Müllers Flanke von rechts unterlief Schubert mehr als sie abzulenken, weshalb Ivan Perisic den vor seine Füße geschubsten Ball zu Lewandowski weiterleiten konnte, der volley zum 1:0 einschoss und mit nun 21. Saisontoren zumindest in dieser Wertung Leipzigs Timo Werner (20 Tore) bereits hinter sich gelassen hat.

Kurz darauf hätte auch Neuer beinahe einen unglücklichen Moment erlebt, doch weil Rabbi Matondos abgefälschter Schuss im hohen Bogen über den Münchner Torwart hinweg an die Latte flog, erübrigten sich Diskussionen darüber, ob Neuer bei allem Pech zu weit vor seinem Tor gestanden habe. Beschäftigt wurde der Kapitän danach nur noch selten. Die Bayern traten klar spielbestimmend auf, zuweilen auch schwungvoll und spielfreudig, woraus ein Schuss von Perisic ans Außennetz sowie die beiden Abseitstore von Müller und Lewandowski hervorgingen.

Korrekt abgebildet hätte eine höhere Führung die Kräfteverhältnisse durchaus. Verhindert hatte das aber auch Schubert, der kurz vor der Halbzeit einen Kopfball von Lewandowski stark parierte, wobei er sich direkt danach einen Abwurf in die Füße von Perisic leistete. Kurz vor der Pause kamen die Münchner noch zum 2:0: Einen gechippten Ball von Perisic brachte Goretzka mit dem Kopf in die Mitte, wo Müller mit der Innenseite volley vollendete.

Vom angekündigten Mut der Schalker, von aggressivem Pressing und Gegenpressing, war auch in der zweiten Halbzeit kaum etwas zu sehen. Zwar bemühte sich die Mannschaft des Trainers David Wagner anfangs um mehr Initiative und Offensivaktionen. Doch die Bayern wirkten mit ihrer Führung ziemlich unerschütterlich und spielten mit der Selbstgewissheit eines Meisters, der auch den achten Ligatitel in Serie ganz unbedingt gewinnen möchte.

Die mögliche Vorentscheidung verpassten die Münchner zu Beginn der zweiten Halbzeit zwar zunächst, als Schubert David Alabas direkten Freistoß ebenso sehenswert von der Flugbahn in den Winkel abbrachte wie Sekunden später Thiagos wuchtigen Versuch. Doch dann kam ja Goretzka mit seiner Flugeinlage samt Seitfallzieher, nach dem der Ball zum 3:0 im Schalker Tor landete. Thiago erhöhte auf 4:0 und kurz vor Schluss gelang Gnabry das 5:0, bei dem der Ball Schubert durch die Beine rutschte.

© SZ vom 26.01.2020/chge
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