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Bayern-Fans in Moskau:Jubel aus dem 18. Stock

Die Chimki-Arena in Moskau, und ein Hochhaus nebenan.

(Foto: AP)

Not macht erfinderisch: Weil die Uefa ein Geisterspiel verlangt, mieten Fans des FC Bayern ein Appartement in einem anliegenden Hochhaus. Belohnt werden sie nicht nur mit dem Ausblick.

Von Saskia Aleythe

Das Szenario nach dem Abpfiff ist seit jeher das gleiche: Fußballer umarmen sich oder schauen trübe drein, dann folgt der Gang zum Publikum, fleißiges Klatschen und Winken. Als im Moskauer Stadion am Dienstagabend der Schlusspfiff ertönte, war außer Medienvertretern und Vereinsangehörigen niemand auf der Tribüne. Philipp Lahm klatschte trotzdem - und zwar in Richtung eines Hochhauses neben dem Stadion.

Dort oben, im 18. Stock, blinkten ein paar Taschenlampen Richtung Rasen - und zwar von besonders hartnäckigen Bayern-Fans. Sie hatten sich von dem Fan-Ausschluss durch die Uefa nicht davon abbringen lassen, doch nach Moskau zu reisen. Belohnt wurden sie mit dem wohl exklusivsten Ausblick an diesem Abend:

Die Kosten für das Apartment hatte der FC Bayern übernommen, wie der Klub nach dem Spiel bekannt gab. Doch Fußballfanatiker vom Club Nr. 12, einer Vereinigung aktiver Bayernfans, erfreuten sich auch an den anderen Dingen, die aus großer Höhe in Moskau bewundert werden können:

Gelegenheit zum Abschweifen hatten sie allemal; das Spiel zwischen dem FC Bayern und ZSKA Moskau wird nicht gerade als Leckerbissen der Champions League in die Geschichte eingehen. Während die Münchner ihr 1:0 durch einen verwandelten Elfmeter von Thomas Müller relativ unbeeindruckt über die Zeit brachten, erwartete die Fans in der Höhe ein kulinarisches Erlebnis:

Wärme, Würste und der Uefa ein Schnippchen geschlagen: Was die Bayern-Anhänger an diesem Abend erlebten, werden sie wohl noch ihren Enkeln erzählen. Ja, auch dieser Scherz über das Stadion in Barcelona wird darin mit Sicherheit auftauchen:

© SZ.de/ebc

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