Die Statistiken am Mittwochabend sprachen Bände: 22 Ballverluste erlitten die Bayern-Basketballer im zweiten Playoff-Finalspiel in Ulm – sie waren ein Grund für die herbe 64:79-Niederlage der Münchner nach ihrem Auftaktsieg vom Sonntag. Der bisherige Negativ-Saisonrekord waren 20 Turnovers im allerersten Auswärtsspiel gegen Ludwigsburg. Das zweite große Manko: Die nur 64 Punkte, die die Bayern in Ulm erzielten, sind eine weitere Minus-Bestmarke in dieser Spielzeit. Klar ist: Mit solchen Werten wird der deutsche Meister seinen Titel nicht verteidigen können.
An diesem Samstag (20 Uhr) treffen sich Münchens und Ulms Basketballer im mit 11 500 Zuschauern ausverkauften SAP Garden zum dritten Finalduell. Die Bilanz aller Spiele (27:15) spricht eigentlich für die Münchner, doch nach ihrer Leistung vom Mittwoch, als die Ulmer ihnen in der zweiten Halbzeit deutlich überlegen waren, sind sie zugleich gewarnt: „Wir haben in Ulm verdient verloren und uns das Leben selbst sehr schwer gemacht in der Offensive, wodurch wir dann auch in der Defensive gelitten haben“, sagt Andreas Obst. „Mit den Ballverlusten haben wir Ulm gepusht, ins Laufen zu kommen. So gab es viele einfache Körbe für sie und dadurch viel Selbstvertrauen und Energie.“
Energie, die die Münchner nun am Samstag wieder selbst verströmen möchten. Denn verlieren sie auch Spiel drei, stehen sie in Ulm mit dem Rücken zur Wand.

