FC-Bayern-Basketballer„Wir können uns nur selbst schlagen“

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Auch für Vladimir Lucic (li.) gibt es am Sonntag ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Teamkollegen Paul Zipser,  hier im Trikot der Heidelberger.
Auch für Vladimir Lucic (li.) gibt es am Sonntag ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Teamkollegen Paul Zipser,  hier im Trikot der Heidelberger. Wunderl/Beautiful Sports/Imago
  • Die Bayern-Basketballer sehen ihre Abwehr als Schlüssel zum Sieg im Playoff-Halbfinale gegen Heidelberg am Sonntag.
  • Die Euroleague wird ab der kommenden Spielzeit von 18 auf 20 Mannschaften aufgestockt, was zu mehr Spielen und voraussichtlich höheren Gehältern führt.
  • Für die Bayern-Basketballer bedeutet die Aufstockung der Euroleague und der Bundesliga mindestens sechs zusätzliche Spiele in der nächsten Saison.
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Bayern Münchens Basketballer sehen ihre Abwehr als Schlüssel zum Sieg im Playoff-Halbfinale gegen Heidelberg – und müssen kommende Saison national und international noch mehr Spiele absolvieren.

Von Christoph Leischwitz

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Am vergangenen Mittwoch hatte Gordon Herbert eine harte Wettbewerbs-Simulation im Arbeitsplan. Denn acht Tage ohne Pflichtspiel, das sind die Körper und die Köpfe der Bayern-Basketballer gar nicht mehr gewohnt. In gewisser Hinsicht waren sie freilich selbst schuld, dass sie jetzt so lange warten mussten: Nach drei Spielen gegen den MBC war alles erledigt, der Halbfinal-Gegner um die deutsche Meisterschaft, die MLP Academics Heidelberg, benötigte eine Partie mehr. Aber es soll ja bisweilen Vorteile haben, nicht ganz so durchgetaktet zu sein. „Wir konnten einfach mal trainieren“, sagt Justus Hollatz auf die Frage, warum im Viertelfinale die Defensive wieder stabiler daherkam. Und in Spiel eins des Semifinales (Sonntag, 16.30 Uhr, SAP Garden) ist laut Trainer Herbert wiederum die Abwehr der Schlüssel zum Sieg, gegen eine Mannschaft, die sehr athletisch daherkommt und gerne sehr schnell spielt.

Die Heidelberger standen obendrein genau ein halbes Jahrhundert nicht mehr im Halbfinale, und dürften deshalb zusätzlich motiviert sein. Für einige Münchner ist das Duell ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Kollegen: „Es ist unglaublich, dass er überhaupt spielt“, sagt Gordon Herbert über Paul Zipser, der 2021 am Gehirn notoperiert werden musste. Trotz aller Besonderheiten, die der Gegner im Gepäck hat, findet Hollatz: „Wir können uns nur selbst schlagen.“ Ein Ausscheiden wäre schlicht peinlich für die Bayern, die Münchner blieben dann in einer Spielzeit komplett ohne Titel.

Der Vorstand der Euroleague beschloss am Donnerstag eine Aufstockung von 18 auf 20 Mannschaften

Möglicherweise werden sie sich in nicht ganz so ferner Zukunft nach Acht-Tage-Pausen zurücksehnen. Denn der Vorstand der Euroleague beschloss am Donnerstag eine Aufstockung von 18 auf 20 Mannschaften (die noch formal beschlossen werden muss) schon ab der kommenden Spielzeit. Bekanntlich verabschiedet sich Alba Berlin, dafür sind Valencia, Hapoel Tel Aviv und im Dubai BC erstmals ein nichteuropäisches Team dabei. Zugleich wird die Bundesliga wieder mit 18 statt 17 Teams aufwarten, es stehen also mindestens sechs Spiele mehr an.

Soweit er wisse, sagt Herbert, hatte der FC Bayern für die Beibehaltung einer 18er-Euroleague gestimmt. Er geht davon aus, dass der Kader im Sommer aufgestockt werden muss. Mit Blick auf die finanzstarken Neulinge sagt er: „Die Gehälter werden auch stark ansteigen. Eine gute Nachricht für die Spieler.“ Böse Zungen behaupten, die Tatsache, dass der verletzte Guard Carsen Edwards am Sonntag immer noch nicht zurückkehren wird, sei schon eine Vorbereitung auf die kommende Saison, in der Verschnaufpausen noch kürzer werden.

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