Bayer Leverkusen Robbie Kruse fällt mehrere Monate aus

Bayer Leverkusens australischer Nationalspieler Robbie Kruse (li.) wird die Rückrunde wohl vorzeitig beenden müssen.

(Foto: AFP)

Der Australier verletzt sich sich beim Asien-Cup schwer am Sprunggelenk. Die Formel-1-Saison 2015 könnte ohne Rennen in Deutschland stattfinden. Dennis Schröder verliert mit seinen Atlanta Hawks in der NBA.

Fußball: Bayer Leverkusen muss mehrere Monate auf den australischen Fußball-Nationalstürmer Robbie Kruse verzichten. Wie genauere medizinische Untersuchungen ergaben, hat sich der Angreifer beim 2:1-Sieg im Finale des Asien-Cups gegen Südkorea am Samstag eine Sprunggelenks- und Bänderverletzung zugezogen. Nach Angaben von Bayer-Trainer Roger Schmidt fällt Kruse drei bis vier Monate aus. Damit wäre die Hinrunde für den 26-Jährigen wohl vorzeitig beendet."Das ist total bitter für ihn und uns, zumal sich Robbie gerade wieder in eine gute Form gespielt hatte", sagte Schmidt am Dienstag in Leverkusen.

Australiens Nationalcoach Ange Postecoglou war nach dem Finale nicht von einem längeren Ausfall des Bundesliga-Profis ausgegangen. Kruse war in der 71. Minute verletzt ausgewechselt werden. "Er fühlte etwas in seinem Knöchel und er humpelt jetzt etwas, aber ich glaube nicht, dass es etwas Ernstes ist", hatte Postecoglou anschließend gesagt. Doch die Hoffnung auf eine schnelle Genesung des Bayer-Spielers, der im vergangenen Jahr wegen eines Kreuzbandrisses lange ausgefallen war, erfüllt sich nach der genauen Diagnose nicht. Wahrscheinlich muss Schmidt am Mittwoch bei Hertha BSC auch auf den angeschlagenen Josip Drmic (Achillessehnenprobleme) verzichten. Erster Ersatz wäre Julian Brandt. Ungeachtet dessen rechnet der Bayer-Coach in Berlin mit einer schweren Aufgabe, "weil Hertha in Bremen verloren hat. Sie werden ein anderes Gesicht zeigen wollen."

Formel 1: Die Formel-1-Saison 2015 findet offenbar ohne einen Deutschland-Grand-Prix statt. Nach einem Bericht der Rhein-Zeitung hat Promoter Bernie Ecclestone (84) das Aus in einem Fax an die Redaktion bestätigt und seine Enttäuschung über die negative Entwicklung zum Ausdruck gebracht. "Ich bin so traurig wie unsere Fans, dass es kein Formel-1-Rennen in Deutschland geben wird", wird Ecclestone zitiert. Als Begründung nannte Ecclestone demnach die schwindenden Besucherzahlen. "Es ist eine Tatsache, dass die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren so gering gewesen sind, dass es für die Vermarkter in Deutschland wirtschaftlich nicht machbar ist", so Ecclestone. Das Rennen 2014 soll dem Hockenheimring aufgrund geringer Zuschauerzahlen ein Minus von 2,5 Millionen Euro eingebracht haben. Zuletzt hatte Ecclestone erneut öffentlich auf eine baldige Entscheidung seiner Verhandlungspartner am Nürburgring und in Hockenheim gedrängt. Der Große Preis von Deutschland ist für den 19. Juli am Nürburgring angesetzt. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des Eifel-Kurses war der Hockenheimring als Alternative im Gespräch.

Basketball, NBA: Die Siegesserie der Atlanta Hawks mit dem deutschen Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder in der NBA ist gerissen. Der Spitzenreiter der Eastern Conference unterlag bei den New Orleans Pelicans mit 100:115 und hat damit erstmals seit dem 26. Dezember wieder ein Spiel verloren. "Wir müssen zurückschlagen", twitterte Schröder, der auf zehn Punkte, zwei Rebounds und fünf Assists kam, nach der Partie. Und auch Jeff Teague, bester Werfer der Hawks mit 21 Punkten, blieb gelassen. "Wir waren nicht ganz da, aber das passiert manchmal. Wir waren mal wieder dran mit verlieren, New Orleans hat gut gespielt", sagte Teague. Erst im Januar hatte Atlanta mit einer 17:0-Bilanz Geschichte geschrieben. Als erstes Team der nordamerikanischen Profiliga gewannen die Hawks so viele Begegnungen in einem Monat, ohne eines zu verlieren. Über den dritten Sieg in Folge freuen durfte sich Dirk Nowitzki. Mit seinen Dallas Mavericks setzte sich der 36-Jährige mit 100:94 gegen die Minnesota Timberwolves durch. Im ersten Spiel ohne den verletzten Aufbauspieler Rajon Rondo tat sich der Meister von 2011 gegen das schlechteste Team der Liga schwer, konnte den knappen Sieg aber nach Hause fahren. "Wir haben uns gerade noch gerettet, aber ohne Rondo nehmen wir jeden Sieg, den wir kriegen können", sagte Nowitzki, der auf 16 Zähler kam. Besser waren noch Monta Ellis (23) und Chandler Parsons (18). Dallas liegt im Westen auf dem sechsten Platz.

Ski-WM: Dreieinhalb Monate nach seinem Achillessehnen-Riss will Skirennfahrer Aksel Lund Svindal am Dienstag bei der WM am ersten Abfahrtstraining teilnehmen. "Ich möchte nicht zuschauen. Denn als Zuschauer hast du keine Chance", sagte der Norweger in Beaver Creek. Auf einen Start im Super-G am Mittwoch wollte sich Svindal nicht festlegen, konnte aber auch keinen Grund nennen, der gegen sein Wettkampf-Comeback spricht. "Ich entscheide nach Bauchgefühl", sagte der fünfmalige Weltmeister, der mit einem Spezialschuh fahren wird. Eine Gefahr für die Gesundheit gebe es keine. "Das einzige Risiko ist: Ich bin zu langsam."

Fußball in Spanien: Fußball-Nationalspieler Shkodran Mustafi und der FC Valencia haben im Kampf um die Champions-League-Plätze in der spanischen Primera Division einen Rückschlag erlitten. Der Tabellenfünfte unterlag beim FC Malaga 0:1 (0:1) und verpasste den Sprung auf Rang vier, der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Königsklasse berechtigt. Weltmeister Mustafi spielte durch. Den einzigen Treffer der Partie erzielte Samu Castillejo in der 26. Minute.

Biathlon, Doping: Die Staatsanwaltschaft München hat die Ermittlungen im Zusammenhang mit der positiven Dopingprobe von Ex-Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle eingestellt. Das von ihr eingenommene Präparat stelle kein Arzneimittel dar, da der enthaltene Wirkstoffgehalt zu gering sei, teilte die Staatsanwaltschaft München I am Montag mit. In der Probe von Sachenbacher-Stehle waren während der Olympischen Winterspiele in Sotschi vor knapp einem Jahr Spuren von Methylhexanamin entdeckt worden. Sie gab an, die Substanz unbewusst über ein Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Dopingbefund zunächst gegen Unbekannt ermittelt und einen Ernährungsberater sowie drei Personen identifiziert, die als Unternehmer für die Zufuhr und den Vertrieb des Präparates verantwortlich gewesen seien. Sachenbacher-Stehle war in dem Verfahren nicht Beschuldigte, sondern lediglich Zeugin. Die Internationale Biathlon-Union (IBU) hatte Sachenbacher-Stehle für zwei Jahre gesperrt, der Internationale Sportgerichtshof CAS reduzierte das Strafmaß Mitte November auf sechs Monate. Die 34-Jährige beendete wenige Wochen später ihre Karriere.