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Basketball:Trinchieri verlängert beim FC Bayern

FC Bayern München - Alba Berlin

Andrea Trinchieri bleibt Trainer der Bayern.

(Foto: dpa)

Die Münchner binden ihren Erfolgstrainer. Absteiger Bremen trennt sich aus wirtschaftlichen Gründen von Thomas Schaaf. Barça soll an Robin Gosens interessiert sein.

Meldungen im Überblick

Basketball, Bundesliga: Der FC Bayern hat seinen Erfolgstrainer Andrea Trinchieri halten können und mit einem neuen Vertrag bis 2023 an sich gebunden. Der Italiener war vor einem Jahr nach München gekommen und hatte die Bayern zum Pokalsieg, ins Bundesliga-Finale und als erstes deutsches Team in das Viertelfinale der Euroleague gebracht. "Dieses fast perfekte Jahr soll aber erst der Anfang sein", sagte Geschäftsführer Marko Pesic in einer Mitteilung vom Dienstag. Der 52 Jahre alte Trinchieri hatte während der mit 90 Partien extrem langen und kräfteraubenden Saison gezögert, seinen Einjahresvertrag zu verlängern. Nun sei er "einfach glücklich", in München zu bleiben.

Fußball, FC Barcelona: Robin Gosens hat mit seinem herausragenden Auftritt beim 4:2 der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal in der EM-Vorrunde das Interesse europäischer Spitzenklubs geweckt. Laut einem Bericht der italienischen Corriere dello Sport soll der FC Barcelona an dem 26-Jährigen von Atalanta Bergamo interessiert sein und schon Kontakt zu Berater Gianluca Mancini aufgenommen haben. Die Ablösesumme für Gosens soll bei 40 Millionen Euro liegen. Interesse an einer Verpflichtung sollen auch der italienische Meister Inter Mailand und Rekordchampion Juventus Turin haben. "Gute Leistungen haben zur Folge, dass man auf den Bildschirm von anderen Vereinen kommt, aber das schaue ich mir nach dem Turnier an. Jetzt will ich erstmal weiter für Deutschland abliefern", hatte Gosens nach dem Spiel gegen Portugal erklärt.

Bundesliga, Werder Bremen: Er ist eine Ikone bei Werder Bremen - jetzt endet seine Ära an der Weser: Thomas Schaaf und Werder Bremen gehen getrennte Wege. Der am 30. Juni auslaufende Dreijahresvertrag als Technischer Direktor beim Bundesliga-Absteiger wird nicht verlängert. "Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und der notwendigen Einsparungen auch im Personalbereich konnten wir Thomas Schaaf leider kein Angebot unterbreiten. Wir haben uns gemeinsam darauf verständigt, jetzt eine Entscheidung zu treffen", sagte Geschäftsführer Frank Baumann am Montag. Zuerst hatte die "Deichstube" darüber berichtet.

"Thomas hat in den letzten 40 Jahren als Spieler, Trainer und zuletzt als Technischer Direktor Herausragendes für Werder geleistet, wofür ihm die Werder-Familie für immer dankbar sein wird", betonte Baumann. In den zurückliegenden drei Jahren habe er "die Trainerausbildung verbessert, die Ausbildungsqualität im Leistungszentrum erhöht und auch eine höhere Durchlässigkeit in den Profibereich geschaffen". Nunmehr sollen Thomas Wolter und Björn Schierenbeck vom Nachwuchsleistungszentrum Schaafs Aufgaben übernehmen.

Schaafs Werder-Engagement endete mit einem Misserfolg. Nach der Trennung von Cheftrainer Florian Kohfeldt hatte der 60-Jährige am letzten Spieltag der unlängst beendeten Saison versucht, Werders drohenden Abstieg in die 2. Bundesliga zu verhindern. Die Rettungsaktion in letzter Sekunde scheiterte. Werder muss wegen der geringeren finanziellen Einnahmen in der nächsten Saison sparen. Zuvor hatte bereits Chefanalyst Mario Baric den Verein verlassen.

Leichtathletik, Hürdensprint: 100-m-Hürden-Vizeeuropameisterin Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) hat ihre Olympiasaison knapp einen Monat vor Tokio vorzeitig beendet, damit fällt auch ihr zweiter Olympiastart nach Rio 2016 in Wasser. "Mein Körper zeigt mir seit acht Monaten verrückte Signale, die nicht einzuordnen sind", teilte die 29-Jährige am Montag mit, "mal eine Entzündung hier oder Schmerzen da, es war ein ewiges Auf und Ab. Ohne meinen Trainer Rüdiger Harksen hätte ich schon längst vorher aufgegeben."

Die WM-Dritte von 2017 und Silbermedaillengewinnerin bei der Berliner EM 2018 wird seit längerem von verschiedenen gesundheitlichen Problemen geplagt. Viele Trainingselemente seien daher nicht möglich gewesen. "Es waren acht unfassbar anstrengende Monate, in denen ich aber auch Zeit hatte, einige Dinge zu reflektieren", sagte Dutkiewicz, "wer weiß, ob jetzt nicht von meinem Körper die Rückmeldung kommt: Mädel, lass mal gut sein."

Die Option Aufhören sei allerdings derzeit noch nicht denkbar, Dutkiewicz hat noch Ziele. "Natürlich träume ich von der EM 2022 in München", sagte die mehrmalige deutsche Meisterin, "aber ich habe mir auch angewöhnt, immer kleinschrittig zu denken. Jetzt werde ich mich erst einmal ordentlich durchchecken lassen und die Diagnose abwarten."

Triathlon, Corona: Der Hamburger World Triathlon wird in diesem Jahr am 18. und 19. September ausgetragen. Das teilten die Organisatoren am Montag mit. Ursprünglich sollte das Rennen am 10. und 11. Juli stattfinden, musste wegen der Corona-Beschränkungen aber verschoben werden. Mit rund 10 000 Teilnehmern an zwei Tagen gehört der Triathlon zu den größten Veranstaltungen seiner Art.

© SZ.de/sid/dpa/ska
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