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Basketball:Späte Ehre

Zehn Wochen nach seinem Tod wird der US-Basketballer Kobe Bryant in die Rumeshalle seines Sports aufgenommen, die "Hall of Fame". Zusammen mit Bryant, der 20 Jahre für die Lakers gespielt hatte, werden weitere acht Persönlichkeiten des Basketballs geehrt.

Rund zehn Wochen nach seinem tödlichen Helikopterabsturz ist der fünfmalige NBA-Champion Kobe Bryant in die Ruhmeshalle des Basketballs aufgenommen worden, die "Hall of Fame". In der offiziellen Begründung hieß es über den ehemaligen Profi der Los Angeles Lakers: "Er war einer der Größten, die jemals das Parkett betreten haben." Die Aufnahmezeremonie ist derzeit für den 29. August vorgesehen, sie wird traditionell in der Ruhmeshalle in Springfield, im US-Bundesstaat Massachusetts abgehalten. Die Nominierung für die "Hall of Fame" kann traditionell frühestens drei Jahre nach dem Karriereende erfolgen; Bryant hatte nach 20 Jahren bei den Lakers am Ende der Saison 2015/16 aufgehört. Mit 33 643 Punkten belegt er Rang vier in der ewigen Korbjägerliste der amerikanischen Profiliga NBA.

Bryants Ehefrau Vanessa bezeichnete die Aufnahme als einen der größten Erfolge ihres Mannes. "Das ist eine unglaubliche Ehre, wir sind sehr stolz auf ihn", sagte sie dem amerikanischen Sportsender ESPN: "Jede einzelne Leistung, die er als Sportler erreicht hat, war ein kleiner Schritt auf dem Weg hierhin." Lakers-Besitzerin Jeanie Buss würdigte in einem Statement Bryants Fähigkeiten, Moral und Entschlossenheit: "Diese Qualitäten haben Kobe geholfen, uns zu fünf Meisterschaften zu führen - und haben ihn nun in die Hall of Fame gebracht, wo er mit den Größten versammelt ist, die dieses Spiel jemals gespielt haben. Niemand verdient es mehr."

Neben Bryant, der am 26. Januar im Alter von 41 Jahren gemeinsam mit seiner 13 Jahre alten Tochter Gianna und sieben weiteren Menschen in der Nähe von Los Angeles tödlich verunglückt war, wurden weitere acht Persönlichkeiten in die Ruhmeshalle aufgenommen, die sich um den Basketballsport verdient gemacht haben. Dazu gehören Tim Duncan, der fünfmalige NBA-Meister mit den San Antonio Spurs, und dessen NBA-Kollege Kevin Garnett sowie Tamika Catchings, die mit den USA viermal Olympiasiegerin wurde.

© SZ vom 06.04.2020 / SID, SZ

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