Basketball-Playoffs:Hoeneß erkennt Mannschaft nicht wieder

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Präsident Uli Hoeneß, der in Artland das erste Auswärtsspiel der Saison verfolgt hatte, habe die Mannschaft nicht wiedererkannt: "Kein Biss, keine Aggressivität, viele Ballverluste." Bauermann stimmte dem zu, war aber im Gegensatz zum Präsidenten nicht überrascht. "Ich habe diese Reaktion erwartet. Aber wir haben es auch zugelassen."

Vor allem in der ersten Halbzeit: Egal was Coach Bauermann versuchte, egal wen er aufs Parkett schickte, es war vergeblich. Die Bayern wirkten unkonzentriert, machten haarsträubende Fehler, hatten eine bedenklich schwache Wurfquote. Artland war aggressiver, verteidigte exzellent, traf sicher und führte nach dem ersten Viertel mit 22:13 Punkten. Holston führte gekonnt Regie, setzte seine Nebenleute ein und war zudem gefährlichster Schütze. Nach 15 gespielten Minuten nahm der Rückstand erstmals bedenkliche Ausmaße an: 34:17.

Noch bedenklicher war, dass die Gäste immer die bessere Antwort hatten. Auch als im dritten Viertel das Momentum noch einmal auf Münchner Seite war: Nach einem Dreier von Benzing (10) und zwei Ballverlusten der Artländer verkürzten die Bayern auf 42:59. Näher kamen die Münchner, deren beste Werfer Homan (17), Je'Kel Foster (16) und Chevon Troutman (15) waren, nicht heran - bis fünf Minuten vor der Schlusssirene und der Dummheit des Quakenbrücker Spielmachers.

Nun muss Artlands Trainer Stefan Koch den Bericht der Schiedsrichter abwarten, danach entscheidet eine Liga-Kommission, ob und wie lange Holston und Peavy gesperrt werden. Dementsprechend belegt war der Gäste-Coach, trotz des Sieges: "Wir haben ein schweres Auswärtsspiel gewonnen gegen eine Mannschaft mit vielen Ressourcen. Ich spüre ein gewisses Maß an Zufriedenheit."

Bauermann versuchte, die zweite Halbzeit in den Fokus zu rücken, die mit 54:43 Punkten an sein Team ging: "Wir haben nach der Pause hohe Moral und hohe Qualität gezeigt, das gibt mir Zuversicht für das Spiel am Samstag in Artland." Den Druck schob er gleich mit nach Niedersachsen: "Sie müssen gewinnen. Das ist in so einer Situation nicht einfach, das haben wir heute gezeigt."

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