Basketball:Ohne Heckmann, mit Ortelli

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Basketball: Ein Handschlag nach dem 40-Sekunden-Debüt: Kristian Ortelli (li.) wird von seinem Teamkollegen Martinas Geben beglückwünscht.

Ein Handschlag nach dem 40-Sekunden-Debüt: Kristian Ortelli (li.) wird von seinem Teamkollegen Martinas Geben beglückwünscht.

(Foto: Daniel Löb/HMB-Media/imago)

Beim 97:78 im Frankenderby gegen Würzburg setzt Bamberg den jüngsten Spieler der Bundesliga-Historie ein.

Mit gerade einmal 15 Jahren, neun Monaten und 28 Tagen hat Kristian Ortelli (links) vom früheren Serienmeister Brose Bamberg in der Basketball-Bundesliga für einen Rekord gesorgt. Der Teenager wurde durch seinen Einsatz am Mittwochabend beim 97:78 in eigener Halle gegen s. Oliver Würzburg zum jüngsten eingesetzten Spieler seit der digitalen Datenerfassung zur Saison 1998/99. Kurz vor dem Ende des Frankenderbys bekam der Aufbauspieler letzte Anweisungen von Trainer Oren Amiel, einen Klaps auf den Rücken und durfte die letzten 40 Sekunden der Partie auf dem Parkett verbringen. Martin Kalu (damals Rasta Vachta) hatte mit 16 Jahren und neun Tagen die bisherige Jugend-Bestmarke in der Saison 2020/21 aufgestellt.

Die Bamberger hatten vor der Partie gegen Würzburg vor 731 Zuschauern - 1500 wären zugelassen gewesen - einen personellen Rückschlag verkraften müssen. Nationalspieler Patrick Heckmann wird wegen einer Fußoperation mehrere Monate ausfallen. Der 29-Jährige wird damit auch in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Israel (25. und 28. Februar) fehlen. Bei Heckmann wurden den Angaben zufolge ein instabiles Knochenfragment entfernt und eine Sehne am Knochen rekonstruiert.

Würzburg hat nun schon zehn Spiele hintereinander verloren, Trainer Filipovski bemängelt die Einstellung

Die Verletzung ist nicht neu, trat nun aber mit akuten Schmerzen wieder auf. In den vergangenen Wochen wurde Heckmann mehrmals pro Spiel fitgespritzt, nun waren die Schmerzen aber trotz der Spritzen zu groß geworden und eine Operation unumgänglich. Damit bleibt Brose Bamberg das Verletzungspech treu: Neben Heckmann fehlen den Oberfranken für die kommenden Wochen weiterhin die Shooting Guards Kenneth Ogbe (Mittelhandanbruch) und Dominic Lockhart (Sehnenabriss). Auch in der Tabelle ist die Lage der Oberfranken mit Rang elf trotz des Derbysiegs weiterhin wenig erfreulich.

Noch düsterer sieht es allerdings in Würzburg aus: Trainer Denis Wucherer war Mitte Dezember nach fünf Niederlagen hintereinander entlassen worden, seitdem verlor der Tabellen-Vorletzte auch die nächsten fünf Spiele. Der neue Übungsleiter Sasa Filipovski bemängelte nach der deutlichen Niederlage in Bamberg laut Mainpost die Einstellung seines Team, indem er betonte, dass "Kämpfen die Basis" und die "Defense unterhalb meiner Erwartung" geblieben sei.

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