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Basketball:Nummer sechs

Der FC Bayern verliert in Piräus die nächste Partie in der Euroleague. Bei dem am Ende deutlichen 72:89 in Piräus gegen den Dreizehnten der Euroleague zeigt sich, dass die Münchner möglicherweise mehr zu verbessern haben, als sie denken.

Einen "Schritt nach vorne" für seine Mannschaft hatte Trainer Oliver Kostic bei der Niederlage gegen Panathinaikos am Mittwochabend gesehen, und überhaupt: Man müsse "nur Kleinigkeiten verbessern", meinte Petteri Koponen. Das zweite Spiel der Auswärtsreise nach Griechenland, diesmal im 10 km außerhalb Athens gelegenen Stadion von Olympiakos Piräus, zeigte, dass die Münchner möglicherweise mehr zu verbessern haben, als sie denken: Beim am Ende deutlichen 72:89 gegen den Dreizehnten der Euroleague setzte es die sechste internationale Niederlage in Folge.

Die Bayern starteten in einem punktearmen ersten Viertel immerhin mit einer kleinen Verbesserung im Vergleich zu den vergangenen Auftritten: Offensive Rebounds gab es zur Genüge, das Problem war diesmal die schwache Wurfquote. Auch Olympiakos, zuletzt wie die Bayern mit einem Trainerwechsel und nach einer Niederlage gegen Alba Berlin unter der Woche unter Ergebnisdruck, hatte anfangs in der Offensive noch Probleme. Erst im zweiten Viertel kamen die Griechen besser ins Spiel, was auch an der lückenhaften Bayern-Verteidigung lag, die ein ums andere Mal einfache Punkte zuließ. Die gute Rebound-Quote von Greg Monroe sowie Distanzwürfe von TJ Bray und Josh Huestis in den Minuten vor der Halbzeit ließen Olympiakos jedoch nicht deutlich davonziehen, mit dem 32:37 zur Halbzeit konnten die Bayern durchaus leben - und kamen stark aus der Kabine: Mit einer 10:0-Serie zum Start des dritten Viertels und einer starken Einzelleistung von Vladimir Lucic erspielten sich die Münchner eine Führung. Doch Olympiakos kam bald zurück, zehn Minuten vor Schluss waren die Griechen wieder mit 54:53 vorne und zogen dann davon.

Im abschließenden Viertel zeigten sich die großen Probleme der Münchner, die es erneut nicht schafften, über 40 Minuten das Niveau der Euroleague-Spitzenteams mitzugehen - und wie zuletzt so häufig keine Antworten fanden, sobald der Gegner einmal ins Rollen kam. Olympiakos Piräus nutzte das mit starken Spielzügen und einer 20-Punkte-Serie vom überragenden Sasha Vezenkov aus, gewann das letzte Viertel deutlich mit 35:19 und beendete damit endgültig die Playoff-Ambitionen der Bayern, die ohne Punkte und als Tabellenletzter die Heimreise aus Griechenland antreten.

© SZ vom 18.01.2020
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