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Basketball:Niederlage und Minuspunkt

12.02.2021, xovx, Basketball Damen, DBBL, 1. Bundesliga, BC Pharmaserv Marburg - TSV 1880 Wasserburg v.l. Tonisha Baker; kelly moten

Dämpfer im Liga-Endspurt? Für die Basketballerinnen des TSV 1880 Wasserburg um Kelly Moten (rechts) stehen noch vier Partien an.

(Foto: Oliver Vogler /imago)

Wegen einer vermeintlich fehlenden Spielberechtigung wird den Basketballerinnen des TSV Wasserburg der Sieg gegen Tabellenführer Keltern aberkannt.

Von Mathias von Lieben

Personell stark dezimiert gelang den Basketballerinnen des TSV Wasserburg am 20. Februar ein Überraschungssieg (72:69) gegen den Tabellenführer der ersten Basketball-Bundesliga aus Keltern. Die Euphorie war groß, aber nun weicht die Freude darüber einer großen Enttäuschung. Am Mittwochabend hat die Spielleitung der Liga (DBBL) beide Vereine darüber informiert, dass der Sieg der Innstädterinnen nachträglich aberkannt wird. Das entsprechende Urteil liegt der SZ vor. Die Konsequenz: Die Partie wird mit 20:0 für Keltern gewertet, der TSV erhält zudem einen Minuspunkt.

Was war passiert? Wegen drei verletzungsbedingten Ausfällen hatte der TSV drei Spielerinnen aus dem zweiten Team für die erste Mannschaft nachgemeldet. Eine der Spielerinnen, Hannah Raithel, stand erstmals auf einem Spielberichtsbogen der Bundesliga. Das Problem: Sie hatte zwar eine Teilnahmeberechtigung. Was jedoch fehlte, war eine gültige Einsatzberechtigung, die der Verein laut Liga-Urteil vor Ablauf der Wechselfrist am 31. Januar hätte beantragen müssen.

Trotz bestätigter Spielberechtigung folgt die Aberkennung des Siegs

Kurz vor Spielbeginn hat Keltern, so berichtet es deren Vorsitzender Dirk Steidl der SZ, Wasserburg auf die fehlende Einsatzberechtigung hingewiesen. Die hatte sich daraufhin die Spielberechtigung für Hannah Raithel von Liga-Geschäftsführer Philipp Reuner bestätigen lassen. Trotzdem folgte die Aberkennung des Siegs. Die DBBL war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, appelliert im Urteil mit Verweis auf die Spielordnung allerdings an die Eigenverantwortung des TSV Wasserburg. Wasserburgs Abteilungsleiterin Paula Zaschka wollte sich auf SZ-Anfrage nicht zu dem Fall äußern.

Sportlich ist die Wertung für die zweitplatzierten Innstädterinnen ein Dämpfer im Liga-Endspurt. Der Rückstand auf Keltern wächst bei noch vor vier ausstehenden Partien wieder auf vier Punkte an. Zwei Siege bei den Auswärtsspielen an diesem Wochenende in Göttingen und Hannover sind daher fast schon Pflicht.

© SZ/and/Grö
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