Basketball Neuer Job in Pesaro

Trainer Federico Perego verlässt Brose Bamberg und kehrt in sein Heimatland Italien zurück. Sein Nachfolger steht noch nicht fest.

Von Ralf Tögel

Dass Federico Perego bei Brose Bamberg keine Zukunft mehr hat, konnte sich der interessierte Beobachter spätestens Ende Mai ausmalen, als der Aufsichtsratsvorsitzende Michale Stoschek sich in einer offiziellen Botschaft an Fans und Sponsoren wandte. Der Brose-Chef lobte nämlich Coach Pedro Calles in höchsten Tönen für dessen Arbeit, der aber ist bei Rasta Vechta unter Vertrag und hatte in dieser Funktion Bambergs Saison vorzeitig beendet: Vechta warf die Franken bekanntlich mit 3:1 aus dem Playoff-Viertelfinale. Perego hat offenbar bereits einen neuen Club gefunden: Der 34-jährige Italiener kehrt in seine Heimat zurück und übernimmt dem vernehmen nach den Erstligisten Victoria Libertas Pesaro. Dort folgt er auf Matteo Boniciolli, der den Klub nach einer enttäuschenden Saison verlassen hat.

Perego kam 2014 als Assistenzcoach von Andrea Trinchieri nach Bamberg und feierte drei Meistertitel und einen Pokalgewinn. Als Trinchieri gehen musste, blieb Perego Assistenztrainer, ehe er nach der Entlassung von Ainars Bagatskis im Januar den Posten des Cheftrainers übernahm. In der gerade beendeten Saison führte Perego Bamberg ins Final Four der Champions League und gewann in der Basketball-Bundesliga erneut den Pokal. Wer sein Nachfolger bei Brose wird, ist weiter unklar, ein aussichtsreicher Kandidat ist Roel Moors von den Giants Antwerpen. Er würde Sportdirektor Leo de Rycke folgen, der Belgier tritt am 1. Juli die Nachfolge des entlassenen Litauers Ginas Rutkauskas an.

Dass Bambergs Wunschkandidat Pedro Calles vom Viertelfinalgegner Rasta Vechta kommt, scheint unwahrscheinlich zu sein, der 35-jährige Spanier hat bei den Niedersachsen noch ein Jahr Vertrag und Geschäftsführer Stefan Niemeyer denkt nicht daran, ihn gehen zu lassen - wie er der SZ bestätigte.