Basketball:Nervenstarke Deutsche in der NBA

Lesezeit: 4 min

Los Angeles Lakers v Boston Celtics

Dennis Schröder spielt derzeit stark bei den Boston Celtics.

(Foto: AFP)

Dennis Schröder und Franz Wagner gelingen entscheidende Aktionen - auch Kleber und Hartenstein freuen sich. Djokovic erreicht mit Serbien Davis-Cup-Halbfinale.

Meldungen im Überblick

Basketball, NBA: Guter Tag für die deutschen Basketballer: Dennis Schröder hat seine Boston Celtics zum Sieg geführt, Franz Wagner hat die Partie für Orlando Magic gedreht und auch Maxi Kleber feierte mit den Dallas Mavericks wieder einen Sieg. Beim spannenden 88:87-Sieg der Celtics über die Philadelphia 76ers zog Schröder 37,1 Sekunden vor Schluss zum Korb und traf zur vorentscheidenden 88:84-Führung. Insgesamt kam der Nationalspieler auf 13 Punkte und drei Assists. In Orlando stand Franz Wagner beim 108:103 gegen die Denver Nuggets im Fokus. Der starke Rookie versenkte 1:45 Minuten vor Schluss einen 3-Punkte-Wurf zum 106:103, es war die erste Führung für die Magic in der Partie, die sie dann auch nicht mehr aus der Hand gaben. Dabei lag Orlando zeitweise mit 16 Zählern zurück. "Das war natürlich ein gutes Gefühl", sagte Franz Wagner über die entscheidende Szene. Insgesamt kam der 20-Jährige auf 15 Punkte, während sein Bruder Moritz beim erst zweiten Heimsieg der Magic in dieser Saison von der Bank aus zwölf Punkte beisteuerte.

Weniger spannend machten es die Dallas Mavericks von Maxi Kleber beim 139:107-Sieg gegen die New Orleans Pelicans. Angeführt von Superstar Luka Doncic (28 Punkte) trafen die Texaner 57 von 83 Würfen aus dem Feld, darunter 18 Dreipunktwürfe. Die Trefferquote von 68,7 bedeutet einen Franchise-Rekord, der bisherige Höchstwert lag bei 68,6 aus dem Jahr 1983. Bei den Mavs, die zuvor fünf der letzten sechs Spiele verloren hatten, erzielte Kleber fünf Punkte. Eine Niederlage kassierte hingegen Isaiah Hartenstein mit den Los Angeles Clippers beim 115:124 gegen die Sacramento Kings. Hartenstein machte elf Punkte.

Basketball, FC Bayern: Die Münchner müssen "mittelfristig" auf Topscorer Darrun Hilliard verzichten. Der 28 Jahre alte US-Amerikaner habe sich im Training eine Knieverletzung zugezogen, teilte der fünfmalige deutsche Meister am Donnerstagabend mit. Wie lange der Guard dem FCB fehlen werde, könne erst "bei einem Nachuntersuchungstermin in etwa einem Monat" präzisiert werden. Hilliard war zuletzt bei der knappen Europa-League-Niederlage in Moskau mit 28 Punkten der erfolgreichste Spieler des Spieltags.

Tennis, Novak Djokovic: Vier Tage nach der Vorrunden-Niederlage gegen die deutschen Tennis-Herren hat der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic mit dem serbischen Team den Halbfinaleinzug im Davis Cup geschafft. Im Viertelfinale in Madrid bezwang Serbien die kasachische Auswahl am Mittwochabend mit 2:1. Nach seinem 6:3, 6:4 gegen Alexander Bublik gewann der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger Djokovic auch das Doppel an der Seite von Nikola Cacic gegen Andrej Golubew/Alexander Nedowjesow 6:2, 2:6, 6:3. Der Kasache Michail Kukuschkin hatte im ersten Einzel Miomir Kecmanovic zuvor nach mehr als drei Stunden 7:6 (7:5), 4:6, 7:6 (11:9) geschlagen und Serbien so unter Druck gesetzt. Im Halbfinale am Freitag trifft die serbische Auswahl auf Kroatien. Die deutsche Herren-Mannschaft zog am Dienstagabend dank eines 2:1 gegen Großbritannien erstmals seit 2007 in die Runde der besten vier ein. Der Gegner für das Halbfinale am Samstag wird am Donnerstag zwischen den favorisierten Russen und Außenseiter Schweden ermittelt.

Bundesliga: Borussia Dortmund rechnet mit Blick auf das Topspiel der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen Bayern München (18.30 Uhr/Sky) nicht mehr mit den bis zuletzt geplanten 67.000 Zuschauern. Schon vor der Entscheidung der Landesregierung Nordrhein-Westfalens zur möglichen Auslastung-Grenze hat der BVB den Verkauf der Eintrittskarten storniert. Das gaben die Borussen am Mittwoch bekannt.

"Alle auf Basis der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen für das Bundesliga-Topspiel zur Verfügung stehenden 67.000 Karten waren bereits vor einigen Tagen verkauft worden", ließ der BVB wissen: "Aktuell ist allerdings mit einer pandemiebedingten Reduzierung der Kapazitäten durch die Landesregierung innerhalb der kommenden Tage zu rechnen." Ticketkäufer sollen ihr Geld zurück erhalten. NRW plant laut Medienberichten eine Auslastungs-Obergrenze von einem Drittel und eine Deckelung bei maximal 25.000 Zuschauern.

Serie A: Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat einen dringend benötigten Pflichtsieg eingefahren. Beim Schlusslicht US Salernitana gewann die Mannschaft von Trainer Massimiliano Allegri ungefährdet mit 2:0 (1:0). Durch den siebten Saisonsieg im 15. Spiel kletterte die Alte Dame vorerst auf den siebten Tabellenplatz. Paulo Dybala (21.) und Alvaro Morata (70.) trafen gegen den Aufsteiger zum Sieg. In der Nachspielzeit schoss Dybala einen Foulelfmeter über das Tor (90.+5).

Atalanta Bergamo gewann ohne den weiterhin verletzten Nationalspieler Robin Gosens souverän mit 4:0 (2:0) gegen Aufsteiger FC Venedig. Nach dem Spiel verkündete Eigentümer Luca Percassi die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Trainer Gian Piero Gasperini bis 2024. "Dies ist der richtige Abend, um dem Trainer und den Jungs für eine Arbeit zu danken, die große Früchte trägt. Wir haben eine enge Beziehung zu Trainer Gasperini und freuen uns, die Vertragsverlängerung nach einem Heimsieg verkünden zu können", sagte Percassi bei Sky Sport.

DFB-Elf: Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan bereitet seine zweite Karriere als Trainer vor. Der 31 Jahre alte Profi von Manchester City ist ein Teilnehmer des Pilotprojekts "Players Pathway" im Deutschen Fußball-Bund (DFB). DFB-Direktor Oliver Bierhoff habe ihm "die entsprechenden Unterlagen schon vor dem Ausbruch der Corona-Krise zukommen lassen, wie ein möglicher Werdegang des Trainerjobs in der DFB-Ausbildung aussehen könnte", sagte Gündogan der Sport-Bild: "Jetzt strebe ich die Trainer-B-plus-Lizenz an." Bei dem Kurs, bei dem viele Teile online abgehalten werden können, haben sich auch andere Spieler wie die 2014-Weltmeister Sami Khedira und Christoph Kramer oder der Gladbacher Profi Lars Stindl angemeldet.

Er beschäftige sich "schon länger mit dem Gedanken, wie es bei mir nach der Karriere weitergehen könnte, und habe mich dabei insbesondere über den Job des Trainers informiert", berichtete Gündogan. Er fühlte sich "sehr privilegiert, dass ich mit Pep Guardiola, Jürgen Klopp, Thomas Tuchel, Hansi Flick und Jogi Löw so viele hochkarätige Trainer selbst erleben durfte beziehungsweise noch erlebe". Diese Erfahrungen wolle er "an junge Fußballer weitergeben".

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