Basketball:Moritz Wagner gerät mit Doncic aneinander

Lesezeit: 5 min

NBA: Orlando Magic at Dallas Mavericks

Moritz Wagner im Duell mit Luka Doncic - diese beiden hatten sich einiges zu sagen.

(Foto: USA TODAY Sports)

Der NBA-Basketballer der Orlando Magic zofft sich mit dem Mann der Mavericks. In Spaniens Fußball kommt es zu einem Eklat beim Derby in Sevilla. Ein junger norwegischer Skifahrer überrascht alle.

Meldungen im Überblick

Basketball, NBA: Hitzige Aktion zwischen Nationalspieler Moritz Wagner und Superstar Luka Doncic: Beim 108:92-Sieg der Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gegen Orlando Magic ging der Slowene zwischenzeitlich auf den Berliner los, der zuvor einen Abschluss seines Mitspieler Jalen Suggs gegen Doncic bejubelt hatte. Zunächst schubste Doncic, mit 23 Punkten erneut bester Werfer der Mavs, Wagner leicht, Teamkollegen und Gegenspieler gingen sofort dazwischen, während sich der 24-Jährige schnell entfernte und sich nicht weiter an der Aktion beteiligte. Aus der Distanz rief ihm Doncic eine üble Beleidigung hinterher und wischte sich symbolisch eine Träne aus dem Gesicht. Kurz darauf beruhigte sich die Situation wieder, beide Spieler kassierten ein technisches Foul.

Wagner war bei der deutlichen Niederlage mit 16 Punkten geteilter Topscorer von Orlando, sein jüngerer Bruder Franz blieb in 27 Minuten mit sechs Punkten eher unauffällig. Das Team bleibt mit nun 36 Pleiten aus 44 Spielen Schlusslicht der Eastern Conference. Maximilian Kleber kam bei Dallas, das nun acht der vergangenen neun Spiele gewonnen hat, in fast 20 Minuten Spielzeit nur auf drei Zähler. Dennis Schröder überzeugte beim 114:112-Sieg der Boston Celtics gegen die Chicago Bulls vor allem in den Schlussminuten, insgesamt kam er auf 16 Punkte und acht Assists. Beim klaren 120:105-Erfolg der Brooklyn Nets gegen die New Orleans Pelicans musste MVP-Kandidat Kevin Durant die Partie vorzeitig beenden. Nachdem der Superstar im ersten Viertel zwölf Punkte erzielt hatte, fiel Gegenspieler Bruce Brown kurz nach Beginn des zweiten Abschnitts unglücklich gegen sein Knie, die Nets sprachen anschließend von einer Stauchung. Ein MRT am Sonntag soll nähere Informationen bringen.

BVB, Haaland: Sebastian Kehl hat die Kritik von Erling Haaland an Borussia Dortmund zurückgewiesen, ihn bei der Planung seiner Zukunft unter Druck zu setzen. "Es gibt kein Ultimatum, es gibt keine Deadline. Wir setzen ihn nicht unter Druck, sich entscheiden zu müssen in den nächsten Wochen", sagte der Lizenzspielerchef des Fußball-Bundesligisten am Sonntag in der Sport1-Sendung "Doppelpass". Zudem brachte Kehl sein Befremden über den Vorstoß des 21 Jahre alten Ausnahmestürmers zum Ausdruck: "Ich war ein bisschen überrascht über die Aussagen. In den nächsten Tagen werde ich mit ihm darüber sprechen, was ihn gerade bewegt und wieso er nach einem 5:1-Sieg darauf kommt, dieses Thema so zu platzieren und so stark von Druck zu sprechen. In diese Richtung drängen wir ihn überhaupt nicht."

Gleichwohl warb Kehl bei Haaland auch um Verständnis für den Wunsch des Vereins nach Klarheit. "Weil er so wichtig für uns ist, muss ab einem gewissen Punkt für uns Planungssicherheit herrschen. Wie soll ich denn bitte schön meine Kaderplanung vorantreiben, wie wir einen Erling Haaland ersetzen können, wenn wir nicht zu einem gewissen Zeitpunkt eine Tendenz mitbekommen, möchte der Spieler noch bei Borussia Dortmund bleiben oder nicht. Das ist einfach legitim, das ist super professionell", sagte der künftige Sportdirektor. Der von mehreren internationalen Topclubs umworbene Haaland hatte nach dem 5:1 des BVB am Freitagabend gegen Freiburg seinen Unmut über die angebliche Forderung der Clubspitze zum Ausdruck gebracht, bis März seine Zukunft zu klären. "Die letzten sechs Monate habe ich beschlossen, aus Respekt vor Dortmund nichts zu sagen. Nun hat der Club begonnen, mich zu drängen, eine Entscheidung zu treffen. Aber alles was ich will, ist Fußball spielen", klagte Haaland. Aufgrund einer Ausstiegsklausel kann er den Bundesliga-Zweiten trotz eines bis 2024 datierten Vertrags in diesem Sommer für 75 Millionen Euro verlassen.

Ski alpin, Weltcup: Alexander Schmid ist mit dem besten Weltcup-Slalom seines Lebens beim Klassiker in Wengen völlig überraschend in die erweiterte Weltspitze gestürmt und für Linus Straßer in die Bresche gesprungen. Während Straßer im Finale einfädelte, fuhr Schmid von Platz 28 auf 14 vor - und das mit der letzten Startnummer im Feld. "Das hätte ich nicht gedacht", sagte der Allgäuer, der nie zuvor im Slalom Weltcup-Punkte geholt hatte, "ich bin sehr, sehr glücklich." Dass er sich beim ebenso sensationellen Sieg des jungen Norwegers Lucas Braathen mit Nummer 67 als 28. überhaupt für den zweiten Lauf habe qualifizieren können, sei schon "Wahnsinn" gewesen. "Es ist einfach cool, dass ich mal meinen Stiefel durchgebracht habe", sagte er.

Straßer, zuletzt nach holprigem Saisonstart in Adelboden noch starker Dritter, wollte sein Scheitern nicht überbewerten. "Der Lauf ist nicht so schwierig, da muss man All-In gehen und entsprechend riskieren", sagte er nach dem Motto: kann passieren. Er sei "in guter Form", betonte der Münchner, "ich habe gemerkt, dass ich richtig gut Gas geben kann." Das will er auf seinem Hausberg in einer Woche in Kitzbühel in ein gutes Ergebnis ummünzen. Braathen gelang Historisches: Der 21-Jährige fuhr von Platz 29 nach dem ersten Lauf zu seinem zweiten Sieg - das gab's noch nie. Er profitierte vom Pech seines Landsmanns Henrik Kristoffersen, der in Führung liegend kurz vor dem Ziel ausschied. Schmid lag 1,44 Sekunden zurück.

Fußball, Italien: Der abstiegsgefährdete italienische Erstligist CFC Genua hat sich von Trainer Andrej Schewtschenko getrennt. Man danke dem Trainer und seinem Team für die Arbeit, die sie mit Engagement in diesen Monaten geleistet hätten, teilte der Verein aus der norditalienischen Küstenstadt am Samstag mit. Abdoulay Konko wird demnach zunächst die erste Mannschaft der Rossoblù leiten. Die Zeit von Milan-Legende Schewtschenko in Genua ist damit nach nur wenigen Monaten vorbei. Im November 2021 folgte er auf Davide Ballardini, holte jedoch in den zurückliegenden neun Liga-Spielen in der Serie A nur drei Punkte. Genua belegte damit vor dem 22. Spieltag den vorletzten Tabellenplatz. Als Nachfolger wurde zuletzt der frühere Trainer von Hertha BSC Berlin, Bruno Labbadia, gehandelt. Der Sohn italienischer Eltern könnte damit nach seinen Trainer-Stationen in der Bundesliga zum ersten Mal einen Cheftrainer-Posten im Ausland besetzen. Am Montagabend (20.45 Uhr) stand für CFC Genua die Auswärtspartie gegen die AC Florenz an.

Fußball, Spanien: Das andalusische Pokal-Derby zwischen den spanischen Fußball-Erstligisten Real Betis und dem FC Sevilla ist nach einem Fan-Eklat abgebrochen worden. Dies bestätigte der spanische Fußballverband RFEF am Samstagabend. Grund hierfür war das Werfen eines lanzenähnlichen Gegenstandes aus dem Zuschauerbereich von Betis. Die Partie wird am Sonntag (16.00 Uhr) im Stadion von Betis fortgesetzt, allerdings ohne Zuschauer. Das wurde am Sonntag vom spanischen Verband bekannt gegeben. Joan Jordan vom FC Sevilla war in der 39. Minute von einer Plastikstange am Kopf getroffen worden. Der Mittelfeldspieler stürzte zunächst zu Boden, konnte kurze Zeit später aber wieder aufstehen. Unmittelbar zuvor hatte Nabil Fekir per Elfmeter den 1:1-Ausgleich für Real Betis erzielt. Nach einer 45-minütigen Unterbrechung entschied das Schiedsrichtergespann, die Partie abzubrechen. "Der RFEF verurteilt alle Gewalttaten auf dem Spielfeld", schrieb der spanische Fußballverband in einer Erklärung.

Handball, EM: Nach dem positiven Corona-Test von Rückraumspieler Julius Kühn rückt Hendrik Wagner ins Team der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft auf. Der 24-Jährige vom Zweitligisten Eulen Ludwigshafen wird bereits am Sonntagmittag bei der Mannschaft in Bratislava erwartet, wie DHB-Sportvorstand Axel Kromer am Sonntagmorgen sagte. "Er wird zum Team stoßen, um unsere Möglichkeiten zu erweitern", sagte Kromer. Im zweiten Vorrundenspiel der DHB-Auswahl am Sonntagabend (18.00 Uhr/Liveticker SZ.de) gegen Österreich kommt Wagner aber noch nicht zum Einsatz. Kühn dagegen soll noch an diesem Sonntag das Teamhotel in der slowakischen Hauptstadt verlassen und in eine Quarantäne-Unterkunft umziehen.

Der 28-Jährige war am Samstag positiv auf Corona getestet worden und wird damit frühestens in einer möglichen EM-Hauptrunde wieder zum Einsatz kommen können. "Ich hoffe, dass ich möglichst bald wieder zum Team zurückkehren und das Turnier fortsetzen kann", sagte Kühn am Sonntag. Der nach Verbandsangaben dreifach gegen das Coronavirus geimpfte Kühn war zunächst symptomfrei, die anschließend bei allen Nationalspielern durchgeführten Schnelltests fielen negativ aus. Im Laufe des Sonntags wird sich die gesamte deutsche Delegation zudem einer weiteren PCR-Testung unterziehen. Anstelle von Kühn rückt der im ersten Vorrundenspiel gegen Belarus (33:29) nicht berücksichtigte Rechtsaußen Lukas Zerbe ins 16-köpfige Aufgebot für die Partie gegen Österreich, wie der DHB weiter mitteilte.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusDeutsche Handballer bei der EM
:Muskelmann, Gummimensch und Abwehrtalent

Viele Etablierte haben abgesagt - also startet Bundestrainer Alfred Gislason mit jungen und international unerfahrenen Spielern in die EM. Ein dringend nötiger Kaderrundgang.

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB