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Basketball:James Harden erzielt 60 Punkte in drei Vierteln

Der NBA-Basketballer erinnert mit einer Punktemarke an Michael Jordan. Mario Gomez werden drei Tore in einem Spiel aberkannt.

Basketball, NBA: James Harden hat in der nordamerikanischen Profiliga NBA die nächste Gala-Vorstellung gezeigt. Der 30-Jährige führte die Houston Rockets mit 60 Punkten und acht Assists zu einem 158:111-Sieg gegen die Atlanta Hawks - dabei saß Harden das komplette letzte Viertel nur auf der Bank. Zu seinem Karrierebestwert fehlte ihm nur ein Punkt. Der Deutsche Isaiah Hartenstein kam für die Rockets in 21 Minuten auf sieben Punkte und fünf Rebounds. Es war das vierte Mal, dass Harden 60 Punkte oder mehr in einem Spiel erzielte, damit zog er mit dem legendären Michael Jordan gleich. Lediglich Kobe Bryant (6) und Wilt Chamberlain (32) schafften dies häufiger. "Das sind die Jungs, zu denen ich dazugehören will", sagte Harden: "Wenn ich meine Karriere beende, werde ich hoffentlich im gleichen Atemzug genannt." In dieser Saison erzielte Harden im Schnitt 38,9 Punkte pro Spiel und führt damit das NBA-Ranking an.

2. Liga, Mario Gomez: Der VfB Stuttgart hat auch aufgrund von drei Abseitstoren von Mario Gomez einen weiteren Rückschlag in der 2. Fußball-Bundesliga hinnehmen müssen. Beim SV Sandhausen unterlag der Aufstiegsfavorit am Sonntag mit 1:2 (0:2) und kassierte damit bereits die fünfte Niederlage in dieser Saison. Aziz Bouhaddouz (1. und 24. Minute) erzielte die Tore für den Außenseiter, der Anschlusstreffer von Silas Wamangituka (89.) per Handelfmeter kam für die Gäste zu spät. Den Schwaben waren davor drei Treffer von Gomez (11./45.+3/71.) vom Videoassistenten aberkannt worden, weil der Ex-Nationalstürmer jeweils knapp im Abseits gestanden hatte. Die Stuttgarter bleiben Tabellendritter mit drei Punkten Rückstand auf den Hamburger SV und sechs auf Spitzenreiter Arminia Bielefeld. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter dominierte die Partie zwar erneut, leistete sich im Spielaufbau aber viele Ballverluste - und die nutzten die Gastgeber aus. Schon nach wenigen Sekunden köpfte Kevin Behrens an die Latte, Bouhaddouz staubte ab und traf aus kurzer Distanz zur Führung. Dann schlief der VfB nach einer Ecke, und erneut war der Torjäger zur Stelle. Nur in der Schlussphase steigerte sich der VfB nochmal, Wamangitukas Elfmetertor kam aber zu spät.

Basketball, FC Bayern: Die Münchner haben in der Euroleague eine deutliche Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Dejan Radonjic unterlag dem türkischen Spitzenklub und letztjährigen Euroleague-Finalisten Anadolu Efes Istanbul am Freitagabend auswärts mit 75:104 (40:57). Trotz nun zwei Pleiten in Folge rangiert der deutsche Meister nach elf Spielen bei einer Bilanz von 4:7 nur zwei Siege hinter den Playoff-Plätzen. Bester Münchner Werfer war Vladimir Lucic mit 20 Punkten, bei den Gastgebern erzielte Ex-NBA-Spieler Shane Larkin mit sensationellen 49 Zählern einen neuen Wettbewerbs-Rekord.

Die Bayern starteten vor 14 902 Zuschauern nervös in die Partie, Larkin und der frühere deutsche Nationalspieler Tibor Pleiß stellten die Münchner Defensive immer wieder vor große Probleme. Noch vor Ende des ersten Viertels geriet der Bundesligist erstmals zweistellig in Rückstand (18:28). Auch in der Folge fanden die Münchner keine Antwort auf Aufbauspieler Larkin, der zur Istanbuler 57:40-Pausenführung überragende 25 Punkte bei sechs erfolgreichen Dreipunktewürfen beisteuerte.

Handball, WM: Deutschlands Handball-Frauen haben mit einem 34:8 (16:4)-Kantersieg gegen Australien einen Traumstart in die Weltmeisterschaft geschafft. Einen Tag nach dem 30:24-Auftakterfolg gegen Panamerika-Meister Brasilien gab sich die DHB-Auswahl im Duell mit dem krassen Außenseiter keine Blöße und verschaffte sich mit 4:0 Punkten eine gute Ausgangsposition in der Gruppe B. Beste Werferinnen für das Team von Bundestrainer Henk Groener waren Antje Lauenroth mit sechs Toren sowie Jenny Behrend und Ina Großmann mit jeweils fünf Treffern.

Die nächste Aufgabe wartet am Dienstag gegen Dänemark. Weitere Vorrundengegner der deutschen Mannschaft sind Südkorea und Titelverteidiger Frankreich. Der Welt- und Europameister kam am Sonntag nur zu einem 19:19 gegen Brasilien und steht nach dem Fehlstart gegen Südkorea (27:29) schon mächtig unter Druck.

Fußball, Union Berlin: Der frühere Dortmunder Meisterspieler Neven Subotic fährt bei seinem neuen Club Union Berlin nur noch mit der S-Bahn zum Training oder Spiel. Er brauche kein Auto, sagte der Verteidiger am Samstag im "ZDF"-Sportstudio. In Berlin gebe es viele Autos, da brauche man schnell 45 Minuten, um zum gewünschten Ort zu kommen. Auch sonst sei der Wechsel zum Bundesliga-Neuling eine große Umstellung gewesen. Von seinen neuen Mitspielern habe er lediglich den früheren Stuttgarter Christian Gentner zuvor gekannt, räumte Subotic ein.

Biathlon, Single-Mixed-Staffel: Die deutsche Mixed-Staffel hat zum Start in die Weltcup-Saison das Podest deutlich verpasst. Karolin Horchler, Denise Herrmann, Benedikt Doll und Simon Schempp, der den angeschlagenen Arnd Peiffer ersetzte, mussten sich im schwedischen Östersund mit dem siebten Platz zufrieden geben. Der Sieg ging an Italien.

Das DSV-Team leistete sich eine Strafrunde und 14 Nachlader und lag 2:20,9 Minuten hinter Italien. Die Italiener (0+9) gewannen in 1:05:04,0 Stunden vor Norwegen mit Überflieger Johannes Thingnes Bö (0+15/4,1 Sekunden zurück) und Schweden (0+11/59,9). Zuvor hatten Franziska Preuß und Erik Lesser in der Single-Mixed-Staffel Platz zwei hinter Schweden belegt.

Skispringen, Ruka: Die deutschen Skispringer kommen weiter nicht in Schwung. Karl Geiger auf Rang sieben war bei einer insgesamt schwachen Teamleistung der Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher am Samstag noch der beste Springer des Deutschen Skiverbands (DSV) im verschneiten Ruka. Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler qualifizierte sich beim zweiten Saisonsieg des Norwegers Daniel Andre Tande nur ganz knapp für den zweiten Durchgang und belegte am Ende eines von Disqualifikationen geprägten Wettkampfes den 23. Platz. Richard Freitag auf Rang 15, Pius Paschke als 20. und Constantin Schmid (25.) waren die weiteren DSV-Adler, die zweimal springen durften.

Ski alpin, Killington: Viktoria Rebensburg hat auch in ihrem zweiten Weltcup-Rennen dieser Saison die Podestplätze klar verpasst. Nach Rang 13 zum Start in Sölden vor einem Monat belegte Deutschlands beste Skirennfahrerin am Samstag beim Riesenslalom in Killington den siebten Platz. Auf Siegerin Marta Bassino fehlte ihr fast eine Sekunde. Die Italienerin gewann vor ihrer Landsfrau Federica Brignone (+0,26 Sekunden) und Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin aus den USA. Marlene Schmotz verbesserte sich im zweiten Durchgang um vier Plätze und belegte einen guten 21. Rang. Lena Dürr hatte die Qualifikation für das Finale verpasst.

Handball-WM: Angeführt von der überragenden Torhüterin Dinah Eckerle haben Deutschlands Handballerinnen bei der Weltmeisterschaft in Japan den erhofften Auftaktsieg gelandet. Die DHB-Auswahl setzte sich am Samstag gegen Panamerika-Meister Brasilien mit 30:24 (14:11) durch und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Einzug in die Hauptrunde. Beste deutsche Werferin in Yamaga war Julia Behnke mit sechs Toren. Nächster Vorrundengegner des Teams von Bundestrainer Henk Groener ist Australien am Sonntag (10 Uhr).

Die deutsche Mannschaft erwischte einen guten Start in die Partie und lag nach zehn Minuten beim 7:4 erstmals mit drei Toren vorn. Vor allem in der Abwehr zeigte sich der EM-Zehnte deutlich verbessert gegenüber der 29:33-Niederlage gegen Montenegro bei der WM-Generalprobe in der Vorwoche. Torhüterin Eckerle, 24, vom deutschen Meister SG BBM Bietigheim wehrte 17 Würfe ab, darunter drei Siebenmeter.

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