bedeckt München

Basketball:FC Bayern ist Tabellenführer der Euroleague

Die Münchner Basketballer besiegen auch den Favoriten Olympiakos Piräus. Alexander Zverev erreicht auch diesmal das Finale in Köln.

Meldungen in der Übersicht

Basketball, Euroleague: Die Basketballer des FC Bayern München haben in der Euroleague den vierten Sieg im fünften Spiel eingefahren. Durch den 74:68 (39:34)-Erfolg gegen Olympiakos Piräus wiederholten die Münchner am Freitagabend den Heimsieg gegen den griechischen Top-Club aus dem Vorjahr (85:82) und springen an die Tabellenspitze. Bester Werfer des Spiels war Bayern-Profi Wade Baldwin mit 18 Punkten. Sein Trainer Andrea Trinchieri sagte: "Wir haben nicht so gespielt, wie wir es geplant hatten. Aber ich freue mich für meine Mannschaft. Sie hat eine solide Leistung in der Verteidigung gezeigt und insgesamt gut reingefunden."

Die Bayern begannen im Audi Dome vor leeren Rängen konzentriert. Zwischenzeitlich setzten sie sich auf 31:22 (13.) ab. Unmittelbar danach leistete sich das Team allerdings eine kurze Schwächephase. Der zweimalige Euroleague-Sieger kam auf 32:33 heran, doch von diesem Zwischenspurt erholten sich die Münchner rasch. Aus der Kabine kamen die Hausherren wieder wacklig, so dass Piräus zunächst der 41:41-Ausgleich gelang (22.). Später gingen die Gäste dann sogar kurzzeitig in Führung (49:50/25.). Bayern meldete sich aber erneut zurück und ging mit einem Acht-Punkte-Vorsprung in den Schlussabschnitt (61:53). Obwohl Piräus es in der Schlussphase noch einmal mit aller Macht versuchte, behauptete München die Führung.

Tennis, Köln: Alexander Zverev hat seine Siegesserie in Köln fortgesetzt und spielt am Sonntag (19.30 Uhr/Eurosport) um das "Double am Dom". Der Weltranglistensiebte aus Hamburg gewann im Halbfinale gegen den Italiener Jannik Sinner 7:6 (7:3), 6:3 und revanchierte sich damit für die Niederlage im Achtelfinale der French Open vor drei Wochen. Im Finale in der Lanxess-Arena trifft Zverev (23), Nummer eins der Setzliste, auf den an Position zwei gesetzten Argentinier Diego Schwartzman oder auf Felix Auger-Aliassime (Nr. 5). Gegen den 20 Jahre jungen Kanadier hatte Zverev am vergangenen Sonntag den ersten Titel in Köln gewonnen. Es war der zwölfte Turniersieg für den US-Open-Finalisten auf der ATP-Tour und der dritte in Deutschland. Die Hüftverletzung, die ihn am Freitagabend gegen den Franzosen Adrian Mannarino beeinträchtigt hatte, war am Samstagabend nicht mehr erkennbar. Auch Sinner, der in seinem Viertelfinale angeschlagen wirkte, bewegte sich wieder normal.

Fußball, England: Die schwere Knieverletzung seines Abwehrstars Virgil van Dijk setzt Jürgen Klopp noch immer zu. Auf die Frage zur Ausfalldauer des 29-jährigen Niederländers hat der Teammanager des englischen Fußballmeisters FC Liverpool keine Antwort. "Das wollen wir nicht wissen, um ehrlich zu sein. Es wird einige Zeit dauern, das ist klar", sagte Klopp am Freitag. Van Dijk hatte sich am vergangenen Samstag im Derby beim FC Everton (2:2) eine Bänderverletzung zugezogen, genauere Angaben machten die Reds nicht. In den englischen Medien war von einem Kreuzbandriss die Rede. Es gibt noch keinen OP-Termin. Zuletzt hatte Klopp bereits erklärt, dass er "extrem" mit van Dijk fühle. "Wir sind für ihn da, das weiß er. Wir werden auf ihn warten, so wie eine gute Ehefrau wartet, wenn der Ehemann im Gefängnis sitzt", sagte der 53-Jährige.

Basketball, USA: Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA plant einen Saisonstart noch vor Weihnachten. Wie verschiedene US-Medien, darunter die Agentur AP und das Sportportal ESPN, übereinstimmend berichten, hat die Liga den Besitzern der Teams am Freitag (Ortszeit) einen Start am 22. Dezember vorgeschlagen. Eine Entscheidung wurde bei dem Treffen nicht gefällt, zumal bis Ende des Monats noch Verhandlungen mit der Spieler-Organisation NBPA laufen. Die reguläre Saison soll den Plänen zufolge wegen der Corona-Pandemie ein wenig verkürzt werden und für jedes Team 72 statt wie sonst üblich 82 Spiele umfassen.

Somit wäre ein Saisonende im Juni möglich, und damit auch rechtzeitig vor dem anvisierten Beginn der Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokio. Daneben soll es weitere Anpassungen bei den Spielplänen geben, um unter anderem die Zahl der Kontakte und Reisen zu verringern. Das All-Star-Wochenende in Indianapolis wird wohl ausfallen müssen. Eine abgeschottete sogenannte Blase, wie sie die NBA in der abgelaufenen Saison in den Playoffs in Florida eingerichtet hatte, soll es vorerst nicht geben. In Orlando hatten die Los Angeles Lakers vor zwei Wochen ihre 17. Meisterschaft gefeiert.

© SZ/dpa/sid/jbe
Zur SZ-Startseite

Corentin Tolisso beim FC Bayern
:Wie ein neu eingekaufter Spieler

Corentin Tolisso kam 2017 für eine Rekordsumme nach München - durchsetzen konnte er sich aber nicht. Sein Auftritt gegen Atlético könnte den Wendepunkt bedeuten in einer besonderen Geschichte.

Von Christof Kneer

Lesen Sie mehr zum Thema