Basketball-Euroleague Nervenspiel mit gutem Ende

(Foto: Alexander Freiesleben/imago)

Bayerns Basketballer halten dank des 72:65-Sieges gegen Moskau Anschluss an die Runde der letzten Acht.

Von Ralf Tögel

Die Basketballer des FC Bayern haben vor 4517 Zuschauern im Audi Dome einen wichtigen Sieg in der Euroleague gelandet: Nach dem 72:65 gegen Khimki Moskau bleiben die Münchner bei 5:6 Siegen aussichtsreich im Rennen um die K.o.-Runde.

Den Bayern war nach der doch überraschend hohen 71:95-Niederlage in Tel Aviv vor Wochenfrist die Nervosität anzumerken, zumal diese Partie eine gewisse Bedeutung hatte. Beide Mannschaften lagen mit einer Bilanz von 4:6 einen Sieg hinter dem achten Platz zurück, Heimspiele gegen vermeintlich gleichwertige Kontrahenten sollten also gewonnen werden, um die Runde der letzten Acht nicht vorzeitig aus den Augen zu verlieren. So waren es die Guards der Münchner, die den Takt vorgaben. Maodo Lo (im Bild links) brachte mit feinen Dribblings Struktur und Punkte, auch Stefan Jovic wusste zu überzeugen. Khimki verteidigte sehr aggressiv, was vor allem den Distanzschützen Probleme bereitete. Moskau traf besser, obwohl Alexej Shved verletzt fehlte, der beste Punktesammler der Euroleague. Dennoch gelang es den Bayern in einer sehr intensiven Partie, trotz vieler Ballverluste und vergebener Chancen, mit einem 31:28-Vorsprung in die Pause zu gehen.

Auch nach dem Wechsel bestimmten die Gastgeber das Spiel, erkämpften sich immer wieder Vorteile, die sie aber immer wieder hergaben. Khimki holte einen zweistelligen Rückstand (32:43, 25. Minute) auf, und war vor dem abschließenden Viertel beim 50:54 wieder dran. Somit war klar, dass die letzten zehn Minuten zur Nervenschlacht würden, in denen die Bayern, angeführt von Lo, Jovic (je 9 Punkte), Derek Williams (10), Vladimir Lucic (13) und Nihad Djedovic (14) bewiesen, dass sie aus Niederlagen lernen können.