Basketball-EuroleagueAuf Reserve

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Die Basketballer des FC Bayern liefern Fenerbahce Istanbul einen großen Kampf, letztlich reichen die Kräfte beim 68:77 nicht.

Von Ralf Tögel, München

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Kein Durchkommen: Münchens Vladimir Lucic kämpft gegen Mehli Mahmutoglu und Nando de Colo (v.l.).
Kein Durchkommen: Münchens Vladimir Lucic kämpft gegen Mehli Mahmutoglu und Nando de Colo (v.l.). Philippe Ruiz via www.imago-images.de/imago images/Philippe Ruiz

Die Basketballer des FC Bayern München haben trotz großem Kampf gegen Fenerbahce Istanbul mit 68:77 Punkten verloren und rutschen nach 32 von 34 Spieltagen mit weiterhin 19 Siegen (bei nun 13 Niederlagen) vom fünften auf den sechsten Tabellenplatz. Den nehmen nun die Gäste vom Bosporus mit einer Bilanz von 20:12 Siegen ein.

Bayern-Coach Andrea Trinchieri musste einmal mehr improvisieren, ausgerechnet Nick Weiler-Babb musste passen, er hatte sich im Training eine Fußverletzung zugezogen. Somit fehlte den Münchnern ihr bester Verteidiger. Immerhin war James Gist wieder dabei, den sein Trainer ja ebenfalls als wichtigen Verteidiger schätzt. Der stand dann auch gleich in der Anfangsformation und wirkte am Münchner Blitzstart mit.

Coach Trinchieri hatte beim jüngsten Bundesliga-Vergleich in Hamburg am Samstag Vladimir Lucic ein Päuschen gegönnt, offenbar eine gute Idee. Der Serbe erzielte die ersten acht Punkte im Alleingang (insgesamt elf), ehe sich die Istanbuler versahen, lagen sie 3:10 hinten. Doch die Türken haben eine enorme Qualität im Kader, nach einem holprigen Saisonstart wurden im serbischen Guard Marko Guduric (Memphis Grizzlies) und dem US-amerikanischen Center Kyle O'Quinn (Philadelphia 76ers) zwei Akteure aus der NBA nachverpflichtet. Was sich umgehend niederschlug: Die Gäste waren mit einer beeindruckenden Serie von 14:2 Siegen aus den vergangenen 16 Partien angereist, Guduric in München einer der Besten (18 Punkte). Zudem stehen Akteure wie Nando De Colo (21) oder der tschechische 2,13-Meter-Center Jan Vesely (15) im Team. Diese Qualität machte sich schnell bemerkbar, nach dem nahezu perfekten Start der Bayern erhöhte der Gast sein Engagement und lag angeführt vom überragenden Spielmacher De Colo nach dem ersten Viertel 18:15 vorn. Fortan war es ein intensives Kräftemessen, die Führung wechselte hin und her, zur Halbzeit lag Istanbul hauchdünn voran (35:34).

Dasselbe Bild nach der Pause, ein Kampf um jeden Zentimeter Boden, die Spieler hechteten nach Bällen, keinem gegnerischen Schützen Schützen wurde ein leichter Wurf gegönnt. Aber mit zunehmender Spieldauer verließen die Münchner ihre Kräfte - Istanbul setzte sich sukzessive ab und führte vor dem finalen Viertel deutlicher mit 53:44. Einmal mehr versuchten die Bayern angeführt von Wade Baldwin (20) und Paul Zipser (12) ihre müden Körper zu einem Comeback zu zwingen, kamen nochmals auf 55:60 heran - aber sie liefen längst auf Reserve. Eine Pause ist ihnen dennoch nicht gegönnt, schon am kommenden Donnerstag gastiert der litauische Serienmeister Zalgiris Kaunas (20.30 Uhr, Magentasport) zum vorletzten Hauptrundenspiel in München.

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