Basketball:Erster Sieg im dritten Anlauf

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Das Duell der Spielmacher ging klar an Münchens Corey Walden (links), Bambergs Justin Robinson kam erst gegen Ende der Partie in Fahrt, da war es zu spät.

(Foto: Ulrich Gamel/Kolbert-Press/Imago)

Nach einer mäßigen ersten Halbzeit steigert sich der ersatzgeschwächte FC Bayern und wirft Brose Bamberg mit 98:77 aus dem Pokalwettbewerb.

Von Ralf Tögel

Im dritten Anlauf ist dem FC Bayern München im dritten Wettbewerb der erste Saisonsieg gelungen. Nach den Niederlagen in der Basketball-Bundesliga (BBL) gegen Ulm (83:86) und in der Euroleague in Tel Aviv (68:69) warf der Titelverteidiger am Sonntagabend Brose Bamberg in der ersten Runde des Pokals mit 98:77 aus dem Wettbewerb. Die Oberfranken können sich nun ganz auf die Bundesliga konzentrieren, da Brose bereits in der Champions-League-Qualifikation gescheitert war.

Die Münchner mussten auch im zweiten Heimspiel mit stark dezimiertem Kader antreten, denn im Gegensatz zum internationalen Geschäft dürfen im Pokal wie in der BBL nur sechs ausländische Kräfte mitwirken. Trainer Andrea Trinchieri verzichtete dieses Mal auf Darrun Hilliard und Deshaun Thomas, die in den beiden bisherigen Partien zu den besten FCB-Akteuren zählten. Neben den beiden Zugängen wurden besonders die verletzten oder durch Corona geschwächten deutschen Akteure vermisst, denn Nihad Djedovic, Leon Radosevic, Andreas Obst und Gavin Schilling mussten erneut passen.

Trinchieri musste also einmal mehr improvisieren und in Mohamed Sillah erneut einen Akteur aus dem Pro-B-Team auf die Bank setzen, um überhaupt die Quote von sechs deutschen Spielern zu erfüllen. Das war dem Münchner Spiel nicht zuträglich, die Fehlerquote war wie die der Fehlwürfe hoch. Verlass war hingegen auf Corey Walden, der sein Team anführte und mit 25 Punkten den zweitbesten Wert des Abends lieferte. Auch Ognjen Jaramaz wusste Akzente zu setzen , dennoch war es vor allem in der ersten Halbzeit phasenweise ein wildes Hin und Her. Was auch an den Gästen aus Bamberg lag, die es versäumten, die Fehler des Gegners konsequent zu bestrafen. Am besten gelang das noch Omar Omar Prewitt (15 Punkte), der maßgeblichen Anteil an der 45:42-Pausenführung der Gäste hatte.

Aber die Bayern kamen mit viel Energie und Willen aus der Kabine zurück auf das Spielfeld, die Defensive packte aggressiver zu, der Rückstand war schnell gedreht. Augustine Rubit (13) ackerte unter den Körben, und Walden war weiterhin nicht zu stoppen, der US-Amerikaner traf bei sechs Versuchen fehlerlos aus der Dreier-Distanz. Zunächst blieben die Bamberger noch dran, vor allem die beiden Center Martinas Geben (13) und Christian Sengfelder (12) hielten dagegen.

Aber die Münchner hatten ihren Rhythmus gefunden, vor dem letzten Viertel war der Vorsprung bereits zweistellig (74:63). Und im finalen Durchgang lief Jaramaz zu Höchstform auf, versenkte sechs von sechs Dreiern, traf aus allen Lagen und war mit 26 Zählern Topscorer. Weil auch Zan Mark Sisko (10) noch zweistellig traf, geriet der erste Saisonsieg nicht mehr in Gefahr.

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