Basketball-Bundesliga Fast schon hilflos

Der 51 Jahre alte Ainars Bagatskis war erst vor dieser Saison als Nachfolger von Luca Banchi verpflichtet worden.

(Foto: Angelos Tzortzinis/dpa)

Der frühere deutsche Basketball-Serienmeister hat Trainer Ainars Bagatskis beurlaubt. Zunächst wird der bisherige Assistenzcoach Federico Perego das Team betreuen. Geschäftsführer Arne Dirks äußert deutliche Kritik.

Der frühere deutsche Basketball-Serienmeister Brose Bamberg hat auf seine sportliche Krise reagiert und sich von Trainer Ainars Bagatskis getrennt. Das gab der Klub einen Tag nach der Heimniederlage gegen Aufsteiger Rasta Vechta (67:85) bekannt. Zunächst wird der bisherige Assistenzcoach Federico Perego das Team betreuen. Nach Informationen des Fachmagazins BIG ist Sasa Obradovic, langjähriger Trainer von Alba Berlin, heißer Kandidat für den Posten. "Aufsichtsrat und Geschäftsführung sind mit der Entwicklung der Mannschaft über die letzten Wochen nicht zufrieden. Das Spiel gegen Vechta hat deutlich gezeigt, dass wir Konsequenzen ziehen müssen. Neben einer funktionierenden Offensive brauchen wir auch eine effektive Verteidigung und vor allem ein klares Spielsystem", sagte Geschäftsführer Arne Dirks.

Am Samstag hatten die Bamberger gegen das Überraschungsteam aus Vechta nach einer schwachen Leistung die dritte Pleite im vierten Spiel erlitten. In der Tabelle rutschte das Team auf Platz fünf ab. Bagatskis hatte erst im vergangenen Juli seinen Posten in Bamberg angetreten und einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben. Der Lette folgte auf den Italiener Luca Banchi, dessen Vertrag nicht verlängert worden war. Im Februar des vergangenen Jahres hatte sich der Klub von Meistermacher Andrea Trinchieri getrennt. Mit der Entlassung von Bagatskis setzen sich die unruhigen Zeiten beim einstigen Branchenführer fort. Ende November hatte der Klub finanzielle Probleme öffentlich gemacht. Zudem trennte sich der neunmalige Meister in diesem Zusammenhang mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Rolf Beyer.