Basketball:Die Klubs warten auf die Rückkehr ihrer ausländischen Spieler

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Holz versteht das Engagement der BBL explizit auch als Ermunterung für weitere Sportarten. Eishockey, Handball und Volleyball, die anderen großen Teamsportarten hierzulande, haben ihren Spielbetrieb ja allesamt abgebrochen wegen der Corona-Pandemie. Da jedoch damit zu rechnen ist, dass auch in der nächsten Saison zunächst noch keine Zuschauer in die Hallen gelassen werden, verstehen die Basketballer ihr Titel-Turnier samt Sicherheitskonzept auch als Blaupause für einen künftigen Geisterspielbetrieb. Die Erfahrungen, die sie jetzt sammeln, wollen sie jedenfalls nutzen als die "filigrane Brücke in die nächste Saison", von der Baldi sprach. So gesehen ist das Münchner Turnier eine Investition in die Zukunft - "das wird eine Million sein oder mehr", schätzt Holz.

Um den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, fehlt den Klubs freilich noch die Erlaubnis der örtlichen Gesundheitsämter, ins Mannschaftstraining einsteigen zu dürfen. Bislang hielten sich die Profis individuell fit, an einigen Standorten waren die Hallen bis vor Kurzem noch geschlossen, an anderen durften Spieler zumindest in Kleingruppen trainieren. Einige Klubs warten auch noch auf die Rückkehr von ausländischen Spielern, die im Laufe dieser Woche eintreffen und umgehend auf eine Corona-Infektion getestet werden sollen.

In den nächsten Tagen soll auch der genaue Spielplan des Turniers veröffentlicht werden, vorgesehen ist, dieses zwischen dem 6. und dem 28. Juni abzuwickeln. Zehn Bundesligisten machen mit, sieben haben auf die Teilnahme verzichtet und ihre Saison beendet; sie werden später ans Ende des Klassements versetzt. Die teilnehmenden Teams sind in zwei Gruppen aufgeteilt: In der einen treffen Titelverteidiger FC Bayern, Crailsheim, Oldenburg, Göttingen und Ulm aufeinander, in der anderen Pokalsieger Alba Berlin, Ludwigsburg, Vechta, Bamberg und Frankfurt. Nach der Vorrunde folgen drei K.-o.-Runden, Viertelfinale, Halbfinale, Finale, jeweils mit Hin- und Rückspiel.

Dabei sollen zwei Partien pro Tag im Audi Dome ausgetragen werden und alle Mannschaften mindestens einen Tag Pause zwischen den Einsätzen haben. Das ganze Format ist neu und ungewohnt und der Corona-Krise geschuldet. Aber Berlins Trainer Aito Garcia Reneses, 73, findet: "Es ist besser, diesen Wettbewerb zu spielen, als gar keinen."

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