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Baseball:Dodgers gewinnen erstmals seit 32 Jahren World Series

Los Angeles Dodgers - Tampa Bay Rays

Erlösender Sieg: Nach zuletzt zwei Niederlagen in der Finalserie gewinnen die Dodgers die World Series.

(Foto: dpa)

Das Team aus Los Angeles entscheidet die Finalserie der MLB gegen Tampa Bay bei der ersten Gelegenheit. Sprint-Weltmeister Christian Coleman wird für zwei Jahre gesperrt.

Meldungen im Überblick

Baseball, MLB: Die Baseball-Profis der Los Angeles Dodgers haben sich im sechsten Spiel der World Series durchgesetzt und die erste Meisterschaft seit 32 Jahren eingefahren. Durch den 3:1-Erfolg am Dienstag (Ortszeit) setzten sie sich in der Best-of-Seven-Serie gegen die Tampa Bay Rays mit 4:2 durch. Zuvor hatten sie in den vergangenen drei Jahren zwei Mal im Endspiel den Kürzeren gezogen. Zunächst schien sich Tampa Bay aber ein weiteres Mal zurückzumelden. Rookie Randy Arozarena besorgte mit einem Homerun die frühe Führung für die Rays, doch im siebten Inning drehten die Dodgers innerhalb weniger Minuten die Partie.

Allerdings verlor Los Angeles im achten Inning Justin Turner. Der Third-Baseman wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Während der Partie sollen die Dodgers darüber informiert worden sein, bestätigte Liga-Chef Rob Manfred. Daraufhin wurde Turner ausgewechselt. Auf Twitter schrieb er: "Ich fühle mich großartig, habe überhaupt keine Symptome. Ich habe einfach jede Emotion durchlebt, die man sich vorstellen kann. Ich kann nicht glauben, dass ich nicht da draußen sein kann, um mit meinen Jungs zu feiern! Aber ich bin so stolz auf dieses Team und freue mich unglaublich für die Stadt LA."

Leichtathletik, Coleman: 100-Meter-Weltmeister Christian Coleman ist wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln für zwei Jahre gesperrt worden und wird damit die Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Jahr verpassen. Das teilte die unabhängige Integritätskommission AIU des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics (WA) am Dienstag mit. Coleman hat nun 30 Tage Zeit, um gegen die auf den 14. Mai 2020 rückdatierte Sperre Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS einzulegen.

Die AIU sieht es als erwiesen an, dass der US-Amerikaner im Jahr 2019 innerhalb von zwölf Monaten drei "Meldepflichtverstöße" begangen hat. Der 24-Jährige war bereits im Juni vorläufig suspendiert worden. Im Vorfeld der WM 2019 in Doha waren Ermittlungen gegen Coleman wegen dreier "missed tests" letztlich eingestellt worden. Damals musste ein Meldepflichtverstoß nachträglich umdatiert werden und fiel damit nicht innerhalb des Zeitraums von zwölf Monaten. Nach den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gilt jede Kombination von drei Meldepflichtversäumnissen - entweder das Verpassen eines Tests oder die nicht fristgerechte Einreichung von Unterlagen - innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten als Verstoß.

DFB-Pokal: Nach einem mehrwöchigen juristischen Gerangel darf wie ursprünglich geplant der 1. FC Schweinfurt 05 in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Fußball-Bundesligisten Schalke 04 antreten. Das entschied das Schiedsgericht des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) am Dienstag und wies damit eine Klage von Türkgücü München ab. Der Drittligist wollte anstelle des Regionalliga-Vereins Schweinfurt im finanziell lukrativen DFB-Pokal spielen und ging gegen die Nominierung durch den BFV vor.

Das Schiedsgericht, das mit unabhängigen Richtern besetzt war, urteilte nun aber, dass eine entsprechende Corona-Regelung des BFV rechtens war. Türkgücü äußerte sich am Dienstagabend auf Anfrage nicht.

Die Entscheidung der höchsten Sportgerichtsbarkeit im Freistaat ist letztinstanzlich. Allerdings beschäftigte die Causa auch die Zivilgerichtsbarkeit, wo nach einem Urteil des Landgerichts München eine Revision vor dem Oberlandesgericht angestrebt wurde. Zunächst war unklar, ob dieses Verfahren die Pokal-Ansetzung noch beeinflussen kann oder ob es nur noch um mögliche Schadenersatzansprüche geht. Am Dienstagvormittag war bereits eine Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts öffentlich geworden, wonach der Streit um den bayerischen Pokalstarter der Schiedsgerichtsbarkeit unterliegt. Das hatte Türkgücü angezweifelt und deshalb dieses - nun schon dritte involvierte - Gericht angerufen. Der DFB will die Pokal-Partie der Schalker gegen Schweinfurt am Dienstag der nächsten Woche spielen lassen.

© SZ.de/sid/dpa/tbr
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