Fußball in SpanienWende im Zoff mit Barça: Ter Stegen ist wieder Kapitän

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Marc-André ter Stegen trägt wieder die Kapitänsbinde.
Marc-André ter Stegen trägt wieder die Kapitänsbinde. (Foto: Albert Gea/Reuters)

Erst meldet sich der Torwart im eskalierten Streit mit dem FC Barcelona zu Wort. Kurz danach legen der 33-Jährige und sein Verein ihren Zoff bei.

Fußball-Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen hat im Streit mit dem FC Barcelona nachgegeben und der Weiterleitung seiner medizinischen Daten an die Liga zugestimmt. Das eingeleitete Disziplinarverfahren des spanischen Meisters gegen den Keeper sei eingestellt worden, teilte Barça in einer kurzen Presseerklärung mit. Außerdem sei ter Stegen mit sofortiger Wirkung wieder Kapitän der Mannschaft.

Nur wenige Stunden zuvor hatte sich der Profi erstmals seit zwei Wochen öffentlich zu Wort gemeldet. Der 33-Jährige fühlt sich falsch dargestellt, wie er in einem ausführlichen Instagram-Statement erklärte. Viele Dinge seien über ihn gesagt worden und „manche davon völlig haltlos“, schrieb ter Stegen. Er spüre weiter eine tiefe Zuneigung zum Klub, zur Stadt und den Fans und wolle eine gemeinsame Lösung finden, gab der Schlussmann zu verstehen. Diese Lösung hat nicht lange auf sich warten lassen.

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Der Zoff zwischen ter Stegen und Barça war zuletzt eskaliert. Hintergrund ist, dass der Ex-Gladbacher dem Klub offenbar die Genehmigung verweigert hatte, seinen Verletzungsbericht an die medizinische Kommission der Liga weiterzuleiten. Daraufhin leitete der Verein ein Disziplinarverfahren ein und entzog ihm die Funktion als Kapitän. Nun gibt es die Kehrtwende.

Ter Stegen war kürzlich erneut am Rücken operiert worden. In einem Social-Media-Post sprach er anschließend von einer Ausfallzeit von drei Monaten. Der Verein war davon ausgegangen, dass ter Stegen vier Monate oder länger fehlen wird.

In diesem Fall könnte Barça gemäß der in Spanien geltenden finanziellen Fairplay-Regeln 80 Prozent des Gehalts des ausfallenden Spielers nutzen, um einen neuen Akteur registrieren zu lassen. Pikanterweise handelt es sich dabei um Joan García, den die Katalanen im Sommer für etwa 25 Millionen Euro als neue Nummer eins von Espanyol Barcelona verpflichtet hatten.

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