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Champions-League-Halbfinale:"Vielleicht kriegen wir sieben"

Training FC Bayern München

Taktikgrübler auf dem Trainingsplatz. Hatte Pep Guardiola seinen Archimedes-Moment?

(Foto: Andreas Gebert/dpa)
  • Vor dem Spiel in Barcelona rechnet der FC Bayern München mit einem Einsatz von Robert Lewandowski - trotz Gesichtsbrüchen und Gehirnerschütterung.
  • Franck Ribéry ist dagegen noch nicht ins Lauftraining eingestiegen und wird ausfallen.
  • Einen Plan, wie man Barcelona schlagen kann, hat Pep Guardiola offenbar schon gefunden.

Nichtöffentliches Training hat unter anderem den Zweck, dass die Spieler hinterher Fotos von sich in den sozialen Netzwerken verbreiten können, die noch keiner gesehen hat. Zum Beispiel der Bayern-Stürmer Robert Lewandowski nach der Übungseinheit am Montagmorgen in München, der letzten vor dem Abflug des Teams nach Barcelona.

"Ich bin zurück", twitterte der polnische Nationalspieler, dazu ein Bild, das ihn mit einer schwarzen Gesichtsmaske auf dem Rasen an der Säbener Straße zeigt. Gesicht und Maske hatte er bereits am Tag zuvor mit der Welt geteilt, zusammen mit einem Sponsoren-Logo und dem Slogan: "Bereit für die nächste Herausforderung!" Neu war am Montag: der Ball an Lewandowskis Fuß.

"Robert hat keine Angst"

Wenn sich das Maskentheater nicht noch als großer Bluff erweist, könnte einem Einsatz am Mittwoch also nichts im Wege stehen - nur acht Tage, nachdem Lewandowski im Pokal-Halbfinale gegen Dortmund Gesichtsbrüche erlitt. Auch die begleitende Gehirnerschütterung wäre für die Ärzte demnach kein Problem. "Robert hat einen sehr guten Eindruck gemacht", berichtete der Verteidiger Jérôme Boateng am Montag. "Robert hat da keine Angst. Er ist mutig, und an die Maske wird er sich bis zum Spiel, glaube ich, gewöhnen."

Nicht erfüllen wird sich hingegen die Hoffnung von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, dass Franck Ribéry am Mittwoch wenigstens in den Kader zurückkehren könnte. Der Franzose sei nach seiner Sprunggelenksverletzung nicht mal im Lauftraining, berichtete Sportvorstand Matthias Sammer, "wie soll das gehen".

Pep rief: "Ich hab's"

Was die Herangehensweise angeht, hat Boateng bereits eine Vorstellung: "Wir müssen alle zusammen verteidigen und so verhindern, dass sie ins Rollen kommen." Die Details dürfte Guardiola seiner Elf kurzfristig mitteilen.

Die Zeitung El País versichert aber, der als Grübler bekannte Coach habe bereits einen Eureka-Moment gehabt. "Ich hab's", habe er seinem Assistenten zugerufen. "Vielleicht kriegen wir sieben", habe Guardiola gesagt (und Gegentore gemeint), aber er sehe "sehr klar vor mir", wie der FC Bayern spielen müsse. Über Details schweigt El País.