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Ballon d'Or:Weltfußballer: Messi, Ronaldo oder Neymar

Shakhtar vs Real

Cristiano Ronaldo: Gute Aussichten auf den nächsten Erfolg

(Foto: dpa)

Die deutschen Fußballer haben keine Chance auf die Auszeichnung. Aksel Lund Svindal gewinnt nach der Abfahrt in Lake Louise auch beim Super-G.

Fifa, Ballon d'Or: Der kommende Weltfußballer wird wieder kein deutscher Weltmeister sein. Unter den Top-3 der Auszeichnung des Weltverbands Fifa stehen Real Madrids Titelverteidiger Cristiano Ronaldo (30/Portugal), der viermalige Gewinner Lionel Messi (28/Argentinien) und dessen Teamkollege vom FC Barcelona, Neymar (23/Brasilien. Der Sieger wird am 11. Januar 2016 in Zürich bekannt gegeben.

Gewählt wurde der Weltfußballer 2015 von den Kapitänen und Trainern der 209 Fifa-Mitgliedsverbände sowie vom Fachmagazin France Football ausgewählten Medienvertretern. Nominiert in der 23 Spieler umfassenden Vorauswahl waren Toni Kroos, Thomas Müller und Manuel Neuer, der im vergangenen Jahr im Finale stand - in die "Shortlist" hat es keiner geschafft.

Bester Trainer des Jahres ist entweder Pep Guardiola (44) von Rekordmeister Bayern München, Triple-Gewinner Luis Enrique (45) vom FC Barcelona oder Chiles Nationaltrainer Jorge Sampaoli (55). Bundestrainer Joachim Löw, der im vergangenen Jahr gewonnen hatte, stand nicht in der Vorauswahl. Bei den Frauen darf die inzwischen zurückgetretene Ex-Nationalspielerin Sasic Celia (27) auf die Ehrung hoffen, ihre Konkurrentinnen sind Carli Lloyd (33/USA) und Aya Miyama (30/Japan). Im vergangenen Jahr hatte Nadine Keßler gewonnen.

Ski alpin, Super-G der Männer: Aksel Lund Svindal ist gleich in seinen ersten beiden Weltcup-Rennen nach einem Achillessehnenriss der Konkurrenz davongefahren. Im kanadischen Lake Louise gewann der 32 Jahre alte Norweger zunächst die Abfahrt - mit nur 0,01 Sekunden Vorsprung vor Peter Fill aus Italien. Am Sonntag siegte Svindal auch im Super-G, diesmal mit 0,35 Sekunden Vorsprung vor Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich. Josef Ferstl (Hammer) fuhr im Super-G im Zwischenklassement zunächst auf Rang 20. Klaus Brandner (Königssee) schied aus. Für Svindal waren es die Weltcup-Siege Nummer 26 und 27, in Lake Louise hat der Super-G-Olympiasieger von 2010 nun schon acht Mal gewonnen (2 Abfahrt, 6 Super-G).

Wahl zum Fifa-Tor des Jahres

Schön, schöner, Messi?

Ski alpin, Slalom der Frauen: Der amerikanische Skifahrerin Mikaela Shiffrin hat auch den zweiten Slalom in Aspen gewonnen. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin ließ der Konkurrenz am Sonntagabend keine Chance und feierte ihren insgesamt 17. Weltcup-Sieg. Nach zwei famosen Läufen lag sie 2,65 Sekunden vor Frida Hansdotter aus Schweden und Sarka Strachova aus Tschechien (+2,90 Sekunden). Am Samstag hatte Shiffrin den ersten Aspen-Slalom mit Rekordvorsprung gewonnen. Die deutschen Starterinnen erlebten am Sonntag ein Debakel: Keine der sechs Rennfahrerinnen qualifizierte sich für den zweiten Durchgang. Das war den DSV-Slalom-Damen zuletzt im Dezember 2000 passiert.

Tennis, Davis Cup: Olympiasieger Andy Murray hat Großbritannien zum ersten Davis-Cup-Sieg seit 79 Jahren geführt. Vor 13 000 Zuschauern in Gent holte der Olympiasieger mit einem 6:3, 7:5, 6:3 über David Goffin das entscheidende 3:1 gegen Gastgeber Belgien. Für die Briten war es der insgesamt zehnte Titel, die Belgier verpassten ihren ersten. Der 28 Jahre alte Murray war im Sandplatz-Duell an allen drei Punkten der Gäste beteiligt. Der frühere Wimbledon- und US-Open-Champion hatte am Freitag gegen Ruben Bemelmans (6:3, 6:2, 7:5) zum 1:1 ausgeglichen und die Briten mit seinem älteren Bruder Jamie am Samstag im Doppel gegen Goffin/Steve Darcis (6:4, 4:6, 6:3, 6:2) in Führung gebracht.

Belgiens Topmann Goffin mühte sich gegen Murray nach Kräften, war aber letztlich ohne echte Chance. Somit wiederholte sich für die Belgier Geschichte nach 111 Jahren: 1904 hatte es bei der zuvor einzigen Final-Teilnahme ebenfalls gegen Großbritannien ein 0:5 gesetzt. Final-Held Murray beendete zum dritten Mal eine lange Zeit der Erfolglosigkeit für die Briten. Sein US-Open-Sieg 2012 war der erste Grand-Slam-Titel eines Briten nach 76 Jahren, 2013 sorgte er für den ersten "Heim-Erfolg" in Wimbledon nach 77 Jahren, nun erkämpfte er den ersten britischen Davis-Cup-Sieg seit 1936.

Eishockey Bundesliga: Mit einem Sieg im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten Iserlohn Roosters hat Meister Adler Mannheim die Tabellenführung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ausgebaut. Die Mannheimer gewannen 3:2 (0:0, 2:1, 0:1, 0:0) nach Penaltyschießen und haben nun bereits acht Zähler Vorsprung auf die heimstarken Roosters, die in allen zwölf Spielen zu Hause gepunktet haben. Nationalkeeper Dennis Endras im Mannheimer Tor parierte alle drei Penaltys der Roosters. Jamie Tardif traf im zweiten Versuch und sicherte den Adlern den Sieg. Dritter sind die Nürnberg Ice Tigers, deren Serie von den Grizzlys Wolfsburg vorerst gestoppt wurde. Nach vier Siegen nacheinander verloren die von Personalsorgen gebeutelten Franken 1:3 (1:1, 0:2, 0:0). Ex-NHL-Spieler Dany Heatley legte das frühe 1:0 durch Leonhard Pföderl (6.) auf, Wolfsburg drehte die Partie jedoch und festigte mit 31 Punkten den zehnten und letzten Rang für die Pre-Play-offs. Für Nürnberg stand der nominell dritte Keeper Philipp Lehr auf dem Eis, da Stammtorhüter Jochen Reimer und dessen Ersatz Andreas Jenike vorläufig verletzt ausfallen. Ex-Meister Eisbären Berlin und die Schwenninger Wild Wings lieferten sich in einem Spiel mit 15 Toren einen offenen Schlagabtausch. Letztlich siegten die Berliner durch Florian Buschs Treffer in der Verlängerung mit 8:7 (2:3, 1:2, 4:2, 1:0) und sprangen auf Rang fünf (38). Einen weiteren Rückschlag kassierten die Kölner Haie, die zwei Tage nach der Derbypleite gegen die Düsseldorfer EG (3:6) auch bei den Augsburger Panthern mit 3:4 (1:1, 1:3, 1:0) verloren. Die DEG (34/8.) siegte 7:1 (3:0, 0:0, 4:1) gegen die Hamburg Freezers (36/6.) und überflügelte die Haie (33/9.). Vizemeister ERC Ingolstadt feierte unter dem neuen Chefcoach Kurt Kleinendorst beim 4:2 (1:0, 2:2, 1:0) bei den Straubing Tigers den ersten Sieg. Abgeschlagener Tabellenletzter bleiben die Krefeld Pinguine nach dem 1:2 (0:1, 0:0, 1:1) gegen Red Bull München.

Basketball, Bundesliga: Alba Berlin hat in der Basketball-Bundesliga die zweite Saisonniederlage kassiert. Die Berliner verloren am Sonntag überraschend gegen die Eisbären Bremerhaven mit 69:80. Bayern München ließ den Crailsheim Merlins keine Chance. Der Vizemeister deklassierte die Schwaben mit 106:59. Erfolgreich bleiben auch die Fraport Skyliners Frankfurt. Die Hessen gewannen gegen die Basketball Löwen Braunschweig mit 70:59 und holten damit wettbewerbsübergreifend ihren zwölften Erfolg in Serie.

Biathlon, Weltcup-Auftakt: Die deutschen Biathleten haben einen vielversprechenden Einstieg in die neue Weltcup-Saison geschafft. In den ersten beiden Staffel-Rennen des Winters gab es am Sonntag im schwedischen Östersund gleich zwei Podestplätze. Die Mixed-Staffel mit Franziska Hildebrand, Vanessa Hinz, Benedikt Doll und Simon Schempp kam hinter dem souveränenen Sieger Norwegen auf Platz zwei. In der neuen Single-Mixed-Staffel musste das deutsche Duo Maren Hammerschmidt und Daniel Böhm Norwegen und Kanada den Vortritt lassen. Die beiden deutschen Skijäger lagen nach einem spannenden Rennen 13,2 Sekunden hinter den Siegern zurück. Die Mixed-Staffel hatte dagegen einen Rückstand von gut einer halben Minute auf die Norweger.

Tennis, Andrea Petkovic: Andrea Petkovic wird ihre Tennis-Karriere auch im kommenden Jahr fortsetzen. "Ich werde noch weiterspielen", sagte Petkovic am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Nach einer schweren Saison mit Verletzungen, Erstrundenniederlagen und privaten Problemen hatte die Darmstädterin zwischenzeitlich über ein Ende ihrer Laufbahn nachgedacht. Doch nach einem Abstecher nach New York, bei dem sie sich viele Gedanken machte, entschied sich die ehemalige Top-Ten-Spielerin dazu, auch 2016 auf der Tennis-Tour dabei zu sein. Eines der großen Ziele für das neue Jahr sind die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. "Rio war schon ein übergeordnetes Ziel. Da bin ich schon ein bisschen aufgeregt. Da freue ich mich schon wie ein kleines Kind", sagte Petkovic. Die Sommerspiele 2012 in London hatte die 28-Jährige wegen eines Bänderrisses verpasst. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird Petkovic in der Vorbereitung mit Jan de Witt als neuem Trainer zusammenarbeiten.

Fußball, Pierre-Michel Lasogga: Fußball-Bundesligist Hamburger SV muss wahrscheinlich wochenlang auf Stürmer Pierre-Michel Lasogga verzichten. Der 23-Jährige war am Samstag beim 3:1 (2:0) im Weserstadion gegen Werder Bremen nach einem Zweikampf mit Zlatko Junuzovic auf die Schulter gefallen. Unter starken Schmerzen wurde er sofort ausgewechselt und in eine Bremer Klinik gebracht. Nach einer ersten Diagnose soll die Schulter ausgekugelt sein. "Es war schon das zweite Mal, deswegen konnte unser Mannschaftsarzt die Schulter nicht wieder einrenken", sagte HSV-Coach Bruno Labbadia, der mit einer Operation rechnet.