MeinungDiskriminierung im ProfifußballAus einem schlechten Vorbild wird ein gutes Vorbild

Kommentar von Philipp Selldorf

Lesezeit: 2 Min.

Drei Spiele gesperrt: Marco Grüll, der im Sommer zu Werder Bremen wechselt.
Drei Spiele gesperrt: Marco Grüll, der im Sommer zu Werder Bremen wechselt. (Foto: Eva Manhart/dpa)

In Österreich sind Fußballer wegen beleidigender Siegesgesänge zu strengen Strafen verurteilt worden. Ihr Klub Rapid Wien reagiert mit einer erstaunlich-fortschrittlichen Kampagne.

Das österreichische Dialektwort "oaschwoam" lässt sich so übersetzen, wie man sich's denken kann, nämlich mit, pardon: arschwarm. Für einen ahnungslosen hochdeutschen Piefke klingt oaschwoam nach einem Ausdruck mit gekonnter lautmalerischer Wirkung, nach einem Folklorewort, aber in diesen Tagen stellt der Begriff im Nachbarland vor allem ein Politikum dar. Er steht im Mittelpunkt eines Strafverfahrens in der österreichischen Bundesliga, weil er eben nicht nur auf die Zimmertemperatur hinweist, sondern auch als abwertende Anspielung auf Homosexualität zu verstehen ist.

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